Wetter in Pyeongchang

12. Februar 2018 12:10; Akt: 13.02.2018 02:26 Print

So wird das Olympia-Wetter

von Marc Chéhab - Starke Winde zerzausen das Olympiaprogramm. Wie entwickelt sich das Wetter in Pyeongchang weiter? Wir haben nachgefragt.

«Es war schon am Morgen klar, dass der Riesenslalom der Frauen vom Originalstart aus nicht würde stattfinden können»: So heftig stürmt es an den Olympischen Winterspielen. (Video: SRF/Eurosport/Tamedia)
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Während der ersten drei Tage der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang machten den Organisatoren vor allem die starken Winde zu schaffen. Nach dem Ski-Abfahrtsrennen der Männer am Sonntag musste am heutigen Montag auch der Frauen-Riesenslalom wegen starker Böen verschoben werden. Im Phoenix Snow Park waren die Winde zwar weniger stark, aber sorgten beim Slopestyle-Finale der Frauen dennoch für so absurde Bedingungen, dass es im ersten Lauf nur 5 der 25 Fahrerinnen sturzfrei ins Ziel schafften.

Meteorologin Denise Praloran von Meteo Schweiz hat für 20 Minuten eine Prognose der nächsten Tage erstellt. Grundsätzlich sei das Wetter in Pyeongchang von einem umfangreichen Tiefdruckgebiet über der russischen Halbinsel Kamtschatka dominiert. Es ist dieses Tief, das kalte Luft und starke Winde auf die Koreanische Halbinsel trägt.

Bis Mittwoch ruhe das Tief an Ort und Stelle – und deswegen bleibe auch die Situation an der Winterolympiade grundsätzlich windig. An exponierten Stellen – wie zum Beispiel am Start eines Skirennens – erwartet Praloran bis Mittwoch Windböenspitzen zwischen 80 und 90 Kilometern pro Stunde. Am Dienstagmorgen (Ortszeit) sollen der Snowboard Halfpipe-Final der Frauen (2 Uhr MEZ) und die Ski Kombination der Männer (3.30 Uhr MEZ) stattfinden. Am Nachmittag folgt dann noch die Halfpipe-Qualifikation der Männer (5 Uhr MEZ).

Am Mittwochmorgen (Ortszeit) stehen der Slalom der Frauen (2.15 Uhr MEZ) sowie der Halfpipe-Final der Männer auf dem Programm (2.30 Uhr MEZ). Der zweite Lauf der Frauen startet am frühen Nachmittag (5.45 Uhr MEZ). Am späteren Nachmittag erreichen die Windböen voraussichtlich ihren Höhepunkt: «Gemäss unseren Modellen wird es an exponierten Stellen Böenspitzen zwischen 100 und 110 Kilometern pro Stunde geben.»

«Es sind die Winde, die einen Strich durch die Rechnung machen»

Das Tief schwächt sich voraussichtlich in der Nacht auf Donnerstag ab und zieht weiter östlich. «Dass die Rennen auf Donnerstag verschoben wurden, macht also durchaus Sinn», erklärt Praloran. Zusammen mit dem Tief sollten auch die Winde abschwächen – und vermutlich werde es auch einige Grad wärmer in Pyeongchang.

Probleme wegen Niederschlägen erwartet Praloran nicht. «Es sind hauptsächlich die Winde, die einen Strich durch die Rechnung der Organisatoren machen.»

Die kältesten Spiele seit 1994?

Mit Temperaturen von bis zu minus 20 Grad sind sind die Spiele in Südkorea auf Kurs, die kälteste Winterolympiade seit 1994 im norwegischen Lillehammer zu werden. Allerdings sind solche Vergleiche keine exakte Wissenschaft, zumal die Spiele jeweils an mehreren Ortschaften ausgetragen werden.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sinai am 12.02.2018 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Typischer Winter in Korea

    Das ist in den Bergen ein ganz typischer Winter. Die extremen Winde und die dadurch entstehenden Temperaturen sind total normal in dieser Gegend der Welt. Wie viel Geld floss wohl zwecks Korruption um die Spiele dort auszutragen?

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  • Bea Studer am 12.02.2018 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Verhältnisblödsinn

    Anstatt in den Bergen die bestehende Infra zu benützen buttert man 8 Mia nach Korea, gibt die Spiele dort hin, die haben keine Ahnung, dafür fahren mehr SRG Leute nach Korea (160) als die Langläufer Zuschauer haben; ein totaler Verhältnisblödsin; bis Donnerstag geht (fast) nichts mehr, und jeder hat es gewusst; benützt doch einfach in den bestehenden Winter-Stationen die Infrastruktur, geht doch alles viel besser; wer will denn nach Korea.....

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  • Didier Doffey am 12.02.2018 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Schön warm

    Bin dafür dass man die Winterolympiade in Dubai verlegt.Sie haben genug Geld um die Streif zu sich zu verlegen ,und Hallen für alle andere Sportarten zu bauen ;-)!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zaffke am 12.02.2018 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Bedenklich

    Weshalb vergibt man die Spiele an Orte mit solchen möglichen Wetterextremen. Es soll keiner sagen, das wäre zum ersten mal so stürmisch. Da ist was faul!!!

    • Tschuli am 12.02.2018 21:29 Report Diesen Beitrag melden

      Wie wäre das nur im Januar bei uns ...

      Spiele in Zermatt wären diesen Januar aber auch ziemlich extrem geworden. Von drei windigen Tagen auf eine Vergabe zu schliessen ist nicht kausal.

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  • Brumm am 12.02.2018 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Manchmal einfach nur noch zum lachen

    Das Gewürge für Spiele im Irgendwo, unendliche Investitionen, tausende Menschenameisen die sich den Hintern aufreissen für etwas das dann nicht funktioniert obwohl man weiss dass es Probleme geben wird (z.B. Wetter). Und wie ist das wohl für die Athleten die von Olympia träumen und dann vor leeren Rängen ihren Wettkampf bestreiten.

  • Bea Studer am 12.02.2018 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Verhältnisblödsinn

    Anstatt in den Bergen die bestehende Infra zu benützen buttert man 8 Mia nach Korea, gibt die Spiele dort hin, die haben keine Ahnung, dafür fahren mehr SRG Leute nach Korea (160) als die Langläufer Zuschauer haben; ein totaler Verhältnisblödsin; bis Donnerstag geht (fast) nichts mehr, und jeder hat es gewusst; benützt doch einfach in den bestehenden Winter-Stationen die Infrastruktur, geht doch alles viel besser; wer will denn nach Korea.....

    • RoSi am 12.02.2018 13:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bea Studer

      Sie haben vollkommen recht, ein weiterer Grund JA zu No Billag

    • Ulrich am 12.02.2018 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @RoSi

      Was hat die Olympiavergabe mit no Billag zu tun? Hauptsache irgendwas rauslassen!!

    • marko 33 am 12.02.2018 14:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bea Studer

      Das ist super krass

    • RoSi am 12.02.2018 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ulrich

      Haben Sie das Gefühl,dass die SRG gratis in Südkorea ist???????

    • Mario am 12.02.2018 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bea Studer

      Gratulation mehr als Verhältnisblödsin

    • Ulrich am 12.02.2018 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @RoSi

      Nein aber auch nicht gratis in der Schweiz oder Österreich oder wo auch immer! Glauben sie, irgend ein Privatsender wäre gratis in Südkorea oder was?

    • marko 33 am 12.02.2018 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ulrich

      Ok

    • marko 33 am 12.02.2018 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bea Studer

      Genial

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  • Sinai am 12.02.2018 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Typischer Winter in Korea

    Das ist in den Bergen ein ganz typischer Winter. Die extremen Winde und die dadurch entstehenden Temperaturen sind total normal in dieser Gegend der Welt. Wie viel Geld floss wohl zwecks Korruption um die Spiele dort auszutragen?

    • marko 33 am 12.02.2018 14:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sinai

      Schrecklich

    • Giancarlo am 12.02.2018 15:56 Report Diesen Beitrag melden

      @Sinai

      Etwa ähnlich wie die Vergabe der Fussball-WM nach Katar...

    • marko 33 am 12.02.2018 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Giancarlo

      Genau

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  • Didier Doffey am 12.02.2018 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Schön warm

    Bin dafür dass man die Winterolympiade in Dubai verlegt.Sie haben genug Geld um die Streif zu sich zu verlegen ,und Hallen für alle andere Sportarten zu bauen ;-)!

    • marko 33 am 12.02.2018 14:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Didier Doffey

      Schrecklich

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