Eishockey-Girls

08. Februar 2018 16:06; Akt: 08.02.2018 16:07 Print

Weltpolitisch speziell, dennoch unbeeindruckt

von Marcel Allemann, Pyeongchang - Es wird mehr als ein Spiel. Es wird das Spiel der Spiele gegen das vereinte Korea. Doch unsere Eishockey-Frauen geben sich unbeeindruckt.

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Das Stadion wird voll sein, die mediale Beachtung riesig. Wenn die Schweizer Frauen-Eishockey-Nati am Samstag (13.10 Uhr MEZ) auf das vereinte Korea trifft, dann wird das ein herausragender Moment. Denn sie trifft auf eine Mannschaft von Südkorea, die nach den jüngsten politischen Annäherungen unmittelbar vor den Heim-Winterspielen durch Spielerinnen aus Nordkorea ergänzt worden ist. Es ist das grosse Thema. Auf CNN. Auf BBC. Auf der ganzen Welt.

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Stalder: «Letztendlich ist es ein Eishockeyspiel»

Doch das grosse Muffensausen herrscht deswegen bei den Schweizerinnen nicht. «Wir freuen uns riesig und sind stolz, in diesem Spiel das Schweizer Fraueneishockey zu repräsentieren. Wir wollen diesen Spirit und diese Emotionen aufnehmen und mitnehmen», sagt etwa Trainerin Daniela Diaz.

Stürmerin Lara Stalder meint derweil: «Weltpolitisch ist es speziell, dass wir gegen ein gemeinsames Korea spielen. Man sieht, dass es eine gute Sache ist, wenn Sport vereint. Doch letztendlich ist es ein Eishockeyspiel – wir fokussieren uns auf uns und versuchen, dieses Spiel zu gewinnen.»

Dem pflichtet auch Captain Livia Altmann bei: «Es ist schön, wenn der Sport verbindet. Dass es voll und laut wird, wollen wir nutzen, um diese positive Energie mitzunehmen.» Wirklich anstecken lassen sich die Schweizerinnen durch die ganze Hektik um Koreas Hockeyanerinnen jedoch nicht.

Ein schwierigerer Weg als 2014

Vielmehr wollen sie die sportlichen Ziele ins Zentrum stellen. Und diese sehen so aus, dass die Schweizerinnen sich in ihrer Vorrunden-Gruppe mit Korea, Japan und Schweden durchsetzen und in die Viertelfinals einziehen wollen.

2014 in Sotschi überraschten die Hockey-Girls mit Bronze. Das verpflichtet einerseits, macht aber auch Lust auf mehr. Allerdings sind die Voraussetzungen anders. Damals war die Schweiz in der stärkeren Gruppe eingeteilt und brauchte letztendlich nur zwei Siege, um das Bronze-Wunder zu schaffen.

Dies wird in diesem Jahr nicht reichen, da die Schweizerinnen aufgrund der bescheidenen Resultate an den letzten Weltmeisterschaften zunächst in der schwächeren und somit ungesetzten Gruppe antreten und sich erst einmal dort durchsetzen müssen. Die beiden Gruppenersten erreichen die Viertelfinals, wo dann wohl ein Gegner wie beispielsweise Finnland, aber noch nicht die unbezwingbaren USA und Kanada warten.

Trainerin Diaz zur Marschroute der Schweizerinnen: «Wir gehen mit der Einstellung in unsere Vorrundengruppe, dass wir jedes dieser drei Spiele gewinnen wollen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • EBAF am 08.02.2018 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage mich..

    ..wie viele der NordkoreanerInnen nach den Spielen noch in die "Heimat" zurückkehren. Denke und hoffe, dass da so mach eine/einer das Weite suchen wird..

    einklappen einklappen
  • Waterpolo1s am 08.02.2018 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .... liebe Girls ... :-))

    Liebe Girls gebt euer Bestes ... ich freue mich ... Go for ....? :-))

  • sina am 08.02.2018 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Vereintes Korea?

    Habe ich etwas verpasst? Ist Kim tot? Wann hat die Vereinigung von Korea stattgefunden?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Hofmann am 09.02.2018 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Leistungen Viel Glück

    Freue mich auf Andrea Brändli... Die wird sicher viel Spielen.. Weiter so. Hat extremer Ergeiz und zeigt manchem Mann wo die Frau die Pücks holt.

  • Kim J. am 09.02.2018 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    fragwürdiges Vorgehen

    Ich finde es eine Frechheit, dass die Olympischen Spiele in Nordkorea stattfinden und die Südkoreaner jetzt alles probieren, damit sie in den Norden dürfen.

  • Eidgenosse am 09.02.2018 05:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    weltpolitisch speziell und dennoch unbeeindruckt

    Bitte liebe Leser, lasst für einmal überflüssige Kommentare weg!!! Und fiebert mit unserer Damen Nati mit.Die jungen Damen tragen mit Stolz das Schweizer Kreuz.Somit gibt es nur eines zu Sagen.HOPP SCHWIIZ.Wünsche den Damen viel Glück und alles Gute.Falls es nicht gelingt,macht nichts, keiner von uns Schreiber kann es besser.Ihr ward dabei.Nochmals HOPP SCHWIIZ

  • EBAF am 08.02.2018 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage mich..

    ..wie viele der NordkoreanerInnen nach den Spielen noch in die "Heimat" zurückkehren. Denke und hoffe, dass da so mach eine/einer das Weite suchen wird..

    • Phil BE am 09.02.2018 10:17 Report Diesen Beitrag melden

      viel zu kurz gedacht... typisch.

      Und das Leben der Eltern, der Geschwister und der Freunde so aufs Spiel setzt? Wir Schweizer haven ja schon das Hefühl, die Welt sei rosarot und aus Zuckerwatte...

    • EBAF am 09.02.2018 17:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Phil BE

      Es gibt/gab bereits Tausende "Überläufer" - Offensichtlich stand bei diesen Personen das eigene Wohlergehen im Vordergrund. Wieso sollte es also keine Sportler geben, die es ihnen gleichtun? Wenn man aus einer von Armut und Zensur geplagten Diktatur stammt, ist das für mich in einem gewissen Masse auch nachvollziehbar. In diesem Sinne: Wenn jemand nicht über die eigene Nasenspitze hinaus denkt, dann sind es Sie.

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  • Waterpolo1s am 08.02.2018 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .... liebe Girls ... :-))

    Liebe Girls gebt euer Bestes ... ich freue mich ... Go for ....? :-))