Blackout im Goldspiel

13. Februar 2018 14:18; Akt: 13.02.2018 14:32 Print

Perret kann sich nicht an fatalen Stein erinnern

Das Curling-Duo Jenny Perret und Martin Rios unterliegt Kanada im Olympiafinal und muss sich mit Silber begnügen.

Ein kapitaler Stein entscheidet den Final. (Video: Tamedia/SRF)
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Bei der Olympia-Premiere des Mixed-Doppels haben die Schweizer Curler Jenny Perret und Martin Rios eine Medaille gewonnen. Die goldene hätte es werden können, die silberne wurde es. Die Kanadier Kaitlyn Lawes und John Morris waren im Final zu stark und siegten 10:3. Nach sechs von acht Ends gaben die Schweizer den Kampf gegen die hoch favorisierten Kanadier in hoffnungsloser Lage auf.

Da sie die Round Robin im 1. Rang abgeschlossen hatten, startete das Duo aus Winnipeg (Lawes) und Calgary (Morris) mit dem Vorteil des letzten Steins in die Partie. Sie nutzten die Vorgabe mit einem schön herausgespielten Zweier. Diesen Rückstand machten Perret/Rios zwar umgehend wett, aber bereits im 3. End fiel die Vorentscheidung, als die Kanadier eine Reihe von Schweizer Fehlsteinen konsequent ausnützten und mit einem Viererhaus auf 6:2 davonzogen. Rios spielte einen fatalen Stein, der am Haus vorbeizog. «Ich kann mich nicht an diesen Stein erinnern. Aber unser Spiel war einfach zu fehlerhaft, wir kamen nie richtig in die Partie», sagte Perret nach der bitteren Niederlage.

Vor 20 Jahren in Nagano erlebte das moderne Indoor-Curling der Viererteams seine olympische Feuertaufe. Die Formation von Lausanne Olympique um Skip Patrick Hürlimann gewann Gold. Dieser Tage in Japans Nachbarland Südkorea ist das erst vor zehn Jahren vom Curling-Weltverband WCF mit WM-Turnieren lancierte gemischte Doppel die brandneue Disziplin in den olympischen Curling-Wettkämpfen. Und wieder hat sich eine Schweizer Crew mit Edelmetall in den Vordergrund gespielt.

Schon in der Vorrunde unterlegen

Die 26-jährige Seeländerin Perret und der zehn Jahre ältere Glarner Rios, die aktuellen Weltmeister, hatten gegen die übermächtig scheinenden Kanadier in der Vorrunde 2:7 verloren. Damals kam Jenny Perret bei weitem nicht an ihr mögliches Können heran. Die Seeländerin aus Sutz nahm sich nach eigenen Worten vor, sich im Final zu steigern. Dies glückte ihr jedoch nur, so dass die hochdekorierten kanadischen Curler – Morris und Lawes wurden 2010 respektive 2014 jeweils als Nummern 3 in den Teams von Kevin Martin und Jennifer Jones Olympiasieger – abermals früh im Match eine deutliche Differenz herstellen konnten.

Der 2. Platz des Duos Perret/Rios trägt dem Schweizer Curlingsport die sechste Medaille seit der Wiederaufnahme ins Olympia-Programm 1998 ein. Die stolze Sammlung umfasst einmal Gold (Patrick Hürlimann 1998), zweimal Bronze und nunmehr dreimal Silber.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniel N. am 13.02.2018 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Gold verpasst, sondern

    Silber gewonnen. Gratuliere herzlich!

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  • Fritzli am 13.02.2018 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Titel

    Nicht verloren! Silber Gewonnen!

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  • Hi am 13.02.2018 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    Gratulation an die Beiden

Die neusten Leser-Kommentare

  • Uganov am 14.02.2018 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Silber stat Gold

    Das hatte Gold werde mussen! Aber man hat nich immer Gluck im Lebe. Kop hoch.

  • Fritz Schreiner am 13.02.2018 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja gerne

    Hobeln bis die Tränen kommen :)

  • Motard am 13.02.2018 22:57 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Sportler -

    wenn nicht auf dem 1. Platz ist gleich alles verloren! Wo bleibt die Dankbarkeit und Freude um an einer Olympiade teilnehmen zu können? Ich würde alles geben um diese Atmosphäre einmal als Sportler zu erleben!

  • marko 33 am 13.02.2018 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kopf hoch

    Kopf hoch wir sind stolz auf euch!

  • Hunter1959 am 13.02.2018 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation... aber

    Grossartige Leistung der zwei Curler. Was mir weniger gefällt, sind die Kommentare von Michael Stäuble. Er regt mich schon in der F1 und im Skispringen auf, dass er jetzt auch noch die Curling Übertragungen unerträglich macht, kann nur den No Billag Befürwortenden entgegen kommen.

    • Urs Hofstetter am 13.02.2018 22:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hunter1959

      Man könnte auch gerne wieder einmal etwas erleben, konsumieren, geniessen, ohne daraus ein politisches Argument machen zu müssen.

    • Hunter1959 am 13.02.2018 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs Hofstetter

      Einverstanden

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