Mutter von Bub aus H&M-Werbung

11. Januar 2018 20:43; Akt: 11.01.2018 20:43 Print

«Beruhigt euch mal wieder!»

Nach dem Eklat um die H&M-Werbung mit dem dunkelhäutigen Bub meldet sich nun seine Mutter zu Wort. Sie hält die Rassismusvorwürfe für übertrieben.

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Terry Mango, die Mutter des Jungen aus der umstrittenen H&M-Kampagne, stellt sich auf Seite des schwedischen Modekonzerns. Auf Facebook konterte sie die Kritik jener, die den Aufdruck «Coolest Monkey in the Jungle» («coolster Affe im Dschungel») auf dem Pulli ihres Sohnes als «rassistische Verunglimpfung» für Farbige sehen.

«Beruhigt euch mal wieder» und «Hört auf, Alarm zu schlagen», schrieb Mango laut «Daily Mail» in diversen Posts. Die Frau, ursprünglich aus Kenia, wohnt mit ihrer Familie in Stockholm. Ihr Sohn habe in verschiedenen Kleidungsstücken für H&M posiert – der grüne Kapuzenpulli mit dem umstrittenen Text sei nur eines davon. Sie sei beim H&M-Fotoshooting dabei gewesen, erklärt sie ausserdem.

Alle gegen H&M – ausser die Mutter

Unter Social-Media-Usern sorgte die distanzierte Position der Mutter für Verwirrung. Einige können nicht verstehen, wieso Mango das «rassistische» Motiv befürwortet. Darauf nahm die Frau erneut Stellung: «Ich verstehe wirklich nicht, was das Problem ist», schrieb sie. «Nicht, weil ich nicht will, sondern weil ich einfach anderer Meinung bin.» Jeder dürfe denken, was ihm passt, beendete Mango die Debatte.

Auch Roman Hirsbrunner, CEO der Werbeagentur Jung von Matt, nimmt die Sache weniger tragisch: «Selbstverständlich ist das Motiv sehr unglücklich gewählt. Man darf aber, glaube ich, hier H&M keine böse Absicht unterstellen, sondern bloss eine grobe Unsorgfältigkeit», sagte der Werbe-Experte zu 20 Minuten.

Boykott aufgerufen

Seit Tagen sorgt die Affäre um den Pulli für einen Shitstorm auf sozialen Plattformen. Der kanadische Sänger The Weeknd, das Werbegesicht von H&M, beendete sofort seine Zusammenarbeit mit der Marke. Manchester-United-Star Romelu Lukaku und Basketball-Legende LeBron James sowie H&M-Kunden auf der ganzen Welt riefen zum Boykott auf.

Am Dienstag erhielt das Kindermodel sogar ein Angebot des US-Rappers und Unternehmers Sean Combs alias P. Diddy: Combs besitzt eine eigene Modemarke und schlug dem Jungen einen Werbevertrag von über einer Million Dollar vor. Ob die Mutter des Buben den Millionen-Deal überhaupt schon angenommen hat, ist nicht bekannt.

H&M entschuldigte sich mittlerweile für den Fauxpas: «Wir haben falsch gehandelt, und deshalb wurde das Bild von all unseren Kanälen entfernt», sagte eine Sprecherin gegenüber 20 Minuten, kurz nachdem Kritik aufgekommen war. «Wir haben uns ausserdem entschieden, das Sweatshirt vom Markt zu nehmen.» Im Zuge des Skandals war die H&M-Aktie zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit fast neun Jahren gefallen.

(kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oliver am 10.01.2018 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macht euch locker

    Macht nicht mehr draus als es ist! Man sieht das, was man sehen möchte und da mich persönlich Rassismus nicht interessiert und mir Farbe und Religion egal sind, sehe ich einen Jungen mit witzigen Shirt!

  • Grodd am 10.01.2018 20:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heuchlerisch

    Und mit einem weissen Jungen wärs dann ok gewesen oder wie?

    einklappen einklappen
  • Genervter am 11.01.2018 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hä??

    Hätte H&M einen weissen Jungen genommen wäre es diskriminierung, jetzt ist es Rassismus. Hauptsache mann kann ein Problem daraus machen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Adrian Jäggi am 11.01.2018 15:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Mücke und der Elefant

    Man kann auch aus einer Mücke einen Elefanten machen. Ich versteh jetzt echt nicht diesen Aufstand. H&M hat sich ja für den Beitrag Entschuldigt. Ich könnte Wetten der Junge weiss wahrscheinlich nicht mal um was es geht..

  • Alles wird gut am 11.01.2018 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Affe schwarz, rassistisch. Affe weiss, normal

    Wäre der weisse Knabe der coolste Affe, dann wäre es nicht rassistisch, oder irre ich mich?

  • Benjamin am 11.01.2018 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird immer AFFIGER!!

    "Stop monkeying around" ist ein üblicher Spruch den Eltern zu ihren Kindern sagen, wenn sie einen Gang runter schalten sollen. Sogar afroamerikanische und asiatische Kinder bekommen das zu hören. Schlimm? Natürlich nicht. Aber geniale Publicity!

  • John Hunki am 11.01.2018 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    So ein Drama

    Hätte genauso gut der weisse Junge im Pullover mit aufgetrucktem Monkey Anschrifft stecken können. Ich persönlich sehe 2 Jugendliche die für Pullover Reklame machen.

  • Silvie am 11.01.2018 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hip & M

    Als Reaktion auf diesen Hip-Hop-Mist kaufe ich ab jetzt nur noch bei H&M ein !