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Spürhund im Spital
13. Dezember 2012 19:33; Akt: 14.12.2012 14:01 Print
«Cliff» jagt Keime statt Katzen
Der Beagle «Cliff» erschnüffelt am Amsterdamer Universitätskrankenhaus VUMC Klinikkeime. Die Ärzte sind mit dem Vierbeiner hoch zufrieden. Seine Trefferquote liegt bei fast 100 Prozent.

Spürhund Cliff ist Amsterdamer Universitätskrankenhaus VUMC aktiv. (Bild: VUMC)
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Hunde könnten künftig beim Aufspüren gefährlicher Krankenhauserreger helfen. Die Medizinerin Marije Bomers vom Amsterdamer Universitätskrankenhaus VUMC bewies mit dem Beagle «Cliff», dass die Tiere bestimmte Klinikkeime erschnüffeln können.
Bildstrecken Chemie im Trinkwasser Infografik Das GehirnDarmspiegelungTransplantationenBrustkrebsSchwangerschaft«Er spürt mühelos Infektionen mit dem Bakterium Clostridium difficile auf», sagte die Internistin der Nachrichtenagentur DPA. Ihre Erkenntnisse veröffentlichen die niederländischen Forscher im «British Medical Journal».
Nach nur zwei Monaten Training konnte Cliff den Erreger mit hoher Sicherheit in Stuhlproben entdecken. Um seine Fähigkeiten zu testen, legten die Wissenschaftler ihm 100 Proben vor - davon waren 50 mit dem Keim belastet, 50 unbelastet. Cliff erkannte alle der mit Clostridium difficile verseuchten Proben, bei den keimfreien zeigte er 47 von 50 richtig an.
«Er ist schneller, zuverlässiger und billiger als die meisten Labortests», sagte Bomers. Die Infektion könne somit schneller behandelt werden.
«Sitz» bei Bakterien-Fund
Der zweijährige Beagle kann Bomers zufolge noch mehr. «Er riecht die Infektion auch in der Luft.» Zwei Jahre lang liess sie den Hund in Amsterdamer Krankenhäusern schnüffeln. Insgesamt 300 Patienten besuchte Cliff. Von 270 Patienten, die das Bakterium nicht in sich trugen, erkannte der Beagle 265 (98 Prozent).
Bei mit Clostridium difficile Infizierten lag der Hund in 25 der 30 Fälle richtig - eine Erfolgsquote von 83 Prozent. «Wenn er sich hinsetzt, dann hat er was gefunden», sagte Bomers.
Clostridium difficile kann vor allem bei älteren Patienten nach einer Antibiotika-Behandlung zu einer gefährlichen Darminfektion führen. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr sind Infektionen in Krankenhäusern gefürchtet. Spürhunde könnten eingesetzt werden, um eine Verbreitung des Erregers zu verhindern, meinen die Forscher. «Cliff kann eine ganze Station in weniger als zehn Minuten screenen», sagte die Ärztin.
(sda)
Danke für den tollen, interessanten Bericht über diesen sympathischen Helfer! Ein Lichtblick in dieser Zeit, wo Hunden oft mit Ablehnung entgegengekommen wird. Ich trainiere meine Hunde auch in Nasenarbeit und bin immer wieder fasziniert von ihrer Leistung! – Angel Heart
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Alle 11 Kommentare

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Super Bericht
Ich hoffe, dass die Hunde wieder durch diesen Bericht wieder ein gutes Image erhalten. Hunde sind wirklich gut für den Mensch zumindest für mich
Helfer Hund
Danke für den tollen, interessanten Bericht über diesen sympathischen Helfer! Ein Lichtblick in dieser Zeit, wo Hunden oft mit Ablehnung entgegengekommen wird. Ich trainiere meine Hunde auch in Nasenarbeit und bin immer wieder fasziniert von ihrer Leistung!
Genau!
Genau! Merkt euch das!
Und der Hund?
Wird der nicht krank?
Zoonose
Die Übertragung von Krankheiten Mensch/Tier und umgekehrt ist durchaus möglich, man nennt dies Zoonose. Das Risiko ist sicher da, dass sich der Hund ansteckt, je nachdem was für Erreger in den Proben sind. Mich würde auch wunder nehmen, wie man den Hund davor schützt.