London

19. Juni 2017 08:47; Akt: 19.06.2017 16:02 Print

«Er wollte möglichst viele umbringen»

Nach der erneuten Attacke sitzt der Schock in London tief. Augenzeugen schildern ihre Eindrücke vom Unglücksort.

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«Wer immer das getan hat, wollte Menschen verletzen. Das ist eine Terrorattacke», sagt Mohammed Kozbar, der Vorsitzende der Moschee im Londoner Stadtteil Finsbury Park, der «Sun». In der Nacht ist ein Lieferwagenfahrer gemäss Zeugen mit rund 80 km/h in eine Menschengruppe gefahren. «Das war Absicht, das war kein Zufall», berichtet Boubou Sougou, der vor Ort war, dem «Guardian».

«Er fuhr einfach auf die Leute zu. Einige schleifte er ein paar Meter mit», schildert der Augenzeuge Abdiqadir Warra. «Ich sah verletzte Leute.» Manche hätten sich schlimme Verletzungen zugezogen.

Eine Augenzeugin, Cynthia Vanzella, schilderte bei Twitter ihre Eindrücke vom Unglücksort: «Schrecklich, Polizisten zu sehen, die Herzmassagen bei am Boden liegenden Menschen machen, verzweifelt hoffend, sie zu retten.»

Moschee als Ziel?

«Es gibt viele Menschen, die weinen, und viele Verletzte», sagte ein anderer Zeuge, David Robinson. «Es scheint so, als sei die Moschee das Ziel gewesen.»

Augenzeugen sagen dem Sender Sky News, dass drei Personen im Fahrzeug gewesen seien. Zwei seien weggerannt, ein Mann wurde von Passanten festgehalten. Wie die Zeugen weiter berichten, habe der Imam den Täter vor der wütenden Menge beschützt, bis die Polizei eingetroffen sei.

Die Polizei bestätigt eine Festnahme, es gebe jedoch keine Erkenntnisse zu weiteren Verdächtigen. Eine Person ist beim Vorfall ums Leben gekommen, zehn weitere wurden verletzt.

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(woz)