Crash mit Auto

11. November 2012 15:07; Akt: 11.11.2012 18:51 Print

«Jemand hat den Zaun geöffnet» - Maultier tot

von J.Büchi - Die Besitzerin von Elmo ist am Boden zerstört. Das Maultier ist am Sonntagmorgen überfahren worden, nachdem der Zaun auf der Weide vermutlich absichtlich geöffnet worden war.

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Ihre Maultiere bedeuteten Susanne Pfister und ihrem Partner alles. (Symbolbild: Colourbox.com) (Bild: Keystone)

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«Elmo war so ein super Tier – jetzt ist er tot», sagt seine Besitzerin Susanne Pfister geschockt. Das 16-jährige Maultier ist in der Nacht auf Sonntag zusammen mit seinem Artgenossen und Halbbruder Schabernack in Fürstenau GR von der Koppel entwichen.

Während Schabernack am frühen Morgen in Thusis von einem Bauern eingefangen werden konnte, ereilte Elmo auf der Autostrasse A13 ein schlimmes Schicksal. Das Tier wurde bei Cazis von einem Auto erfasst und tödlich verletzt.

Böser Verdacht

Für die Besitzerin der beiden Tiere ist klar: Elmo und Schabernack sind nicht einfach so ausgebüxt – sie wurden von jemandem von der Koppel gelassen. «Es war schon das vierte Mal, dass der Elektrozaun am Morgen offen war», erzählt die aufgelöste Frau. Vorher seien die beiden Männchen aber immer zu ihrem Wohnhaus gerannt, neben dem eine Stute weide.

Dass Elmo und Schabernack an diesem Wochenende verhängnisvollerweise einen anderen Weg eingeschlagen haben, kann sich Susanne Pfister nur damit erklären, dass die Tiere von jemandem in Richtung Autostrasse getrieben wurden – eine grauenhafte Vorstellung.

Grosse Pläne mit den Tieren

«Für uns ist das ein enormer Schock, die Tiere bedeuteten uns alles», erzählt Susanne Pfister weiter. «Elmo gehörte meinem Partner. Nur wegen seiner grossen Leidenschaft für Maultiere habe auch ich mir schliesslich eines angeschafft – meinen Schabernack.» In Kürze hätte sich das Paar einen Traum erfüllen und mit den beiden Tieren umziehen wollen - «In ein Haus mit grosser Weide», so Pfister.

Diese Pläne müssen die beiden Maultier-Liebhaber nun aber begraben. Die Koppel, auf der ihre beiden Tiere bis zum Unfall vom Sonntagmorgen gegrast hatten, ist nun leer. Schabernack, der nach dem Erlebten unter Schock steht, wurde zu einer renommierten Maultierzüchterin in Maienfeld gebracht, die sich nun liebevoll um das Tier kümmert. Denn das Tierschutzgesetz verbietet es, Maultiere alleine zu halten. Für Susanne Pfister ist aber sowieso klar: Solange nicht klar ist, wer Elmo und Schabernack von der Koppel gelassen hat, wird sie nie mehr Maultiere in Fürstenau halten.