Unbekannter Giftstoff

21. Mai 2014 09:00; Akt: 21.05.2014 10:31 Print

1000 Hunde tot wegen China-Leckerli

Die USA warnt vor gefährlichen Giftstoffen in Tierleckerli aus China. In den vergangenen sieben Jahren sind in den USA über 1000 Hunde daran gestorben.

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Über 1000 Hunde sind in den USA an den gefährlichen Leckerli aus China gestorben. (Bild: Keystone/AP/Reed Saxon)

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Seit 2007 sind in den USA über 5600 Haustiere erkrankt, nachdem sie aus China importierte Leckerli verzehrt hatten. Über 1000 Hunde sind deswegen sogar gestorben. Auch 24 Katzen und selbst drei Menschen erkrankten laut einem Bericht des Senders CBS News. Doch obwohl Tausende Tests durchgeführt wurden, kann die Lebensmittelüberwachungsbehörde FDA nicht mit Sicherheit sagen, mit welchem Giftstoff die Tier-Leckerbissen verseucht sind.

Das Tiersterben war in den US-Medien bereits im Oktober vergangenen Jahres vermeldet worden. Damals hatte die FDA einen Aufruf an Haustierbesitzer und Tierärzte lanciert. Ein erneuter Anstieg der Vergiftungen macht den Behörden jetzt doppelt Sorgen: Trotz Warnung sind in den letzten sechs Monaten 1800 neue Krankheitsfälle eingegangen, hiess es in einem Communiqué.

Grippe-Medikament im Futter gefunden

Die Tiere leiden nach dem Verzehr von chinesischen Futterprodukten an Durchfall, Erbrechen, Leber- und Nierenversagen und inneren Blutungen. In den meisten Fällen hatten sie Leckerli aus Poulet, Ente oder Süsskartoffeln oder Trockenfleisch-Streifen bekommen. Die Produkte werden in den USA durch renommierte Marken wie Del Monte oder Nestlé Purina vertrieben.

Die Labortests zeigten bisher, dass das Futter kleine Mengen der Droge Amantadin enthielt, eines Arzneimittels, das zur Behandlung von Grippe und des Parkinson-Syndroms eingesetzt wird. Die FDA ist jedoch nicht der Ansicht, dass dieser Stoff die Ursache der Tiererkrankung ist. Untersuchungen bei den Futterherstellern in China haben auch keine Antwort auf das Rätsel ergeben.

Die FDA rät Tierhaltern vom Kauf von Tierfutter made in China ab. Für in den USA produzierte Produkte kann das Amt aber auch keine Garantie geben, denn oftmals werden diese mit Ingredienzen hergestellt, die aus China stammen.

(kle)