Virtueller Krieg

03. November 2015 13:06; Akt: 03.11.2015 15:00 Print

Anonymous droht Ku-Klux-Klan mit Pranger

Die Hacker von Anonymous haben 1000 Mitglieder der rechtsextremistischen Organisation in den USA identifiziert. Sie wollen sie im Internet entlarven.

Digitaler Krieg: Am 1. November 2015 stellte Anonymous ein Video ins Netz und kündigte die Veröffentlichung der Namen von Ku-Klux-Klan-Mitgliedern an. (Quelle: YouTube / AnonIntelGroup)
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Die Computerfreaks von Anonymous führen einen digitalen Krieg gegen den Ku-Klux-Klan in den USA. Die Hacker haben Twitter-Konten der rechtsextremistischen Gruppierung gehackt und so 1000 Mitglieder ausfindig gemacht. Am 5. November wollen sie Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen veröffentlichen, gaben sie in einem Video bekannt.

Angeschwärzte Politiker dementieren

Noch vor der Veröffentlichung durch Anonymous hat ein anderer Hacker namens Amped Attacks einen Artikel veröffentlicht und unter anderem mehrere US-Politiker beschuldigt, Verbindungen zum Ku-Klux-Klan zu haben, berichtet Huffingtonpost.com. Anonymous hat sich von der Liste distanziert. Zwei genannte Politiker dementierten die Vorwürfe bereits.

Das Hackerkollektiv nahm den Ku-Klux-Klan im November 2014 ins Visier. Damals war es in Ferguson im US-Staat Missouri zu Unruhen gekommen, nachdem ein weisser Polizist einen unbewaffneten Schwarzen erschossen hatte. Der Ku-Klux-Klan hatte zur Waffengewalt gegen die Demonstranten aufgerufen. Daraufhin startete Anonymous die «Operation KKK».

(ij)