Argentinien

21. September 2017 17:26; Akt: 21.09.2017 17:47 Print

12-Jährige isst Mandarine und stirbt

In Argentinien ist ein Mädchen an einer tödlichen Dosis des Pestizids Furadan gestorben. Die Ermittlungen sind im Gang.

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Das Mädchen hat die Frucht auf einem Weg gefunden: Eine Strasse in Mburucuyá. (Google Street View)

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Ein Mädchen in Argentinien ist womöglich an einer pestizidbelasteten Mandarine gestorben. Nach Angaben der Justiz vom Mittwoch zeigte die Autopsie, dass die Zwölfjährige im Nordosten des Landes an einer tödlichen Dosis des Pestizids Furadan starb, nachdem sie eine Mandarine gegessen hatte. Es wurden Ermittlungen dazu eingeleitet, ob Mandarinenplantagen in der für den Anbau von Zitrusfrüchten bekannten Region das verbotene Pestizid benutzen.

Das Mädchen hatte die Mandarine vor rund zwei Wochen auf einem Weg in Mburucuyá in der Provinz Corrientes gemeinsam mit ihrem Neffen gefunden und gegessen.

200 Hunde tot

Daraufhin musste es erbrechen und begann stark zu zittern. Noch bevor das Mädchen ins Krankenhaus kam, starb es. Wie Staatsanwalt Osvaldo Ojeda mitteilte, musste sich auch der Knabe übergeben, aber nur das Mädchen hatte eine tödliche Menge des Pestizids aufgenommen.

Wo die Frucht herkam, ist noch unklar. Mitarbeiter einer nahe gelegenen Plantage wurden befragt, Festnahmen gab es aber zunächst keine. Die Ermittler zogen die Möglichkeit in Betracht, dass die Mandarine von einem Lastwagen gefallen war.

Bereits im Juli soll die gleiche Substanz in einem kleinen Dorf zum Tod von 200 Hunden geführt haben.

(woz/afp)