Costa Rica

31. Dezember 2017 21:57; Akt: 01.01.2018 09:30 Print

12 Menschen sterben bei Flugzeugabsturz

Ein Kleinflugzeug stürzte im Westen von Costa Rica ab. Zehn US-Bürger und zwei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Ein Bild des Schreckens: Bei der abgestürzten Maschine handelte es sich um eine Cessna 208. (31. Dezember 2017)
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Die Maschine vom Typ Cessna 208 sei nahe Punta Islita in der Provinz Guanacasta an der Pazifikküste in den Bergen abgestürzt und in Flammen aufgegangen, teilten die Sicherheitsbehörden des mittelamerikanischen Landes am Sonntag mit.

Bei den Toten handele es sich um zehn US-Bürger und zwei örtliche Besatzungsmitglieder, teilte das Ministerium für öffentliche Sicherheit am Sonntag mit. Derzeit liege lediglich die Passagierliste der Fluglinie Nature Air vor, die persönlichen Daten müssten noch bestätigt werden.

«Die Regierung von Costa Rica bedauert zutiefst den Tod von zehn US-Passagieren und zwei costaricanischen Piloten», erklärte Staatschef Luis Guillermo Solis. Ein Sprecher des US-Aussenministeriums bestätigte den Tod der US-Bürger. Unter den Opfern waren mehrere Angehörige einer Familie, die in einem Hotel in Punta Islita Urlaub machten. Einer der Piloten war ein Cousin von Costa Ricas früherer Staatschefin Laura Chinchilla, wie die Ex-Präsidentin am Sonntag bestätigte.

Pilot hatte viel Erfahrung

Medienberichten zufolge hatte das Flugzeug Probleme beim Start und stürzte kurz darauf ab. Offenbar gelang es den Piloten nicht, zügig genug an Höhe zu gewinnen und das Flugzeug über die Bergkette zu steuern. Der Chef der zivilen Luftfahrtbehörde, Enio Cubillo, sagte in einer Pressekonferenz, dass die Maschine von der Gemeinde Punta Islita unterwegs zur Hauptstadt San José gewesen sei, als es zu dem Vorfall kam. Ermittlungen zur Ursache seien eingeleitet worden.

Bereits am Morgen sei das Flugzeug auf umgekehrter Strecke im Einsatz gewesen, sagte Cubillo. Dabei sei es wegen starker Winde zu einer Verspätung gekommen. Der Pilot habe viel Erfahrung gehabt.

Ministeriumssprecher Carlos Hidalgo veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite Bilder von brennenden Wrackteilen.

(fal/sda/afp)