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Politik im Film
03. November 2012 15:57; Akt: 03.11.2012 15:58 Print
5 Filme, die Sie vor den Wahlen noch sehen sollten
Am Dienstag finden die US-Präsidentschaftswahlen statt. Hollywood hilft, den amerikanischen Politwahnsinn zu verstehen – die schönste Lektion über Demokratie kommt aber aus China.
Am Dienstag wählen Herr und Frau Amerika wie alle vier Jahre ihren Präsidenten, entweder Amtsinhaber Barak Obama oder Herausforderer Mitt Romney. Wir Schweizer können dem Politspektakel gelassen entgegen sehen – für uns ist der Zirkus vor allem eines: eine gute Show – genau wie die fünf Filme, die wir für Sie als Stimmungsmacher ausgesucht haben.
Infografik Die US-Wahlen 2012So wählen die USA«Wag the dog» (1997) von Barry Levinson, (IMDb-Note: 7.1)
Kurz vor den Wahlen bedroht ein Sexskandal die Wiederwahl des Präsidenten. Nur ein Ablenkungsmanöver kann noch helfen: Ein Krieg. Doch wie startet, gewinnt und beendet man einen Krieg innerhalb von wenigen Tagen? Mit Hilfe eines Produktionsteams aus Hollywood und zahlreichen Spezialeffekten.
«Wag the Dog» glänzt mit einer Starbesetzung (Rogbert DeNiro, Dustin Hoffman, Anne Heche) und beissendem Zynismus. Wie bei allen schwarzen Komödien dürfte allerdings auch «Wag the Dog» ein Körnchen Wahrheit beinhalten.
«Wag the dog» - Trailer
(Video: YouTube/ryy79)
«Please vote for me» (2007) von Weijun Chen, (IMDb: 8.1)
Demokratie will gelernt sein. Und deshalb hat es auch ein Doku-Film in unsere Auswahl geschafft. In einer Grundschule in der chinesischen Grossstadt Wuhan lernen die Schüler den Begriff der Demokratie am Exempel. Die Schulklasse erhält den Auftrag, innerhalb weniger Tage per Wahl aus drei Schülern den Klassensprecher zu ermitteln. Während sich die Kandidaten zu Beginn noch kollegial zeigen, und gar erklären, Konkurrenten ihre Stimme zu schenken, entfacht schon bald ein erbitterter Wahlkampf mit Intrigen, Verrat und vielen Tränen – und am Ende schrecken auch die Eltern nicht vor Bestechung zurück. «Please vote vor me» zeigt spielerisch, herzergreifend aber auch kritisch die Chancen und Grenzen von demokratischen Wahlen auf, ohne sich in eine moralische Wertung zu versteigern.
«Please vote for me» - Trailer
(Video: YouTube/WhyDemocracy)
«Ides of March» (2011) von George Clooney, (IMDb:7.2)
Der idealistische und talentierte Wahlkampfhelfer Meyers (Ryan Gosling) gerät zwischen die Fronten seines Chefs Mike Morris (George Clooney) und dessen Gegenspieler bei den demokratischen Vorwahlen. Doch nicht er, sondern die 20-jährige Praktikantin Molly Stearns wird Opfer der gnadenlosen Polit-Schlacht. Nun vergisst auch Meyers seine Ideale – und wird damit im dreckigen Spiel zum Matchwinner.
So humorlos wie gnadenlos demonstriert «Ides of March» die dunklen Seiten politischer Machtkämpfe. In seiner Radikalität überzeichnet der Streifen vielleicht etwas zu stark – deshalb ging der Film trotz vier Oskarnominationen letztendlich auch leer aus.
«Ides of March» - Trailer
(Video: YouTube/nogoodflix)
«The Contender» (2000) von Rod Lurie, (IMDb: 6.9)
Nach dem Tod des Vizepräsidenten schlägt der US-Präsident (Jeff Bridges) eine attraktive Demokratin (Joan Allen) als Nachfolgerin vor. Ihre Nomination trifft auf harten Widerstand beim republikanische Gegenspieler Shelly Runyon (Gary Oldman), dem kein Mittel unrecht und kein Trick zu schmutzig ist. Der hemdsärmlige Präsident scheint dem gewieften Taktiker unterlegen. Doch im Spiel um Macht ist wenig, wie es zu Beginn den Anschein macht.
«The Contender» zeigt das ruchlose Ringen um Macht und den Versuch von einigen Idealisten, dabei ihre Würde nicht zu verlieren. Interessanter Politthriller mit einem überraschenden Plot.
«The Contender» - Trailer
(Video: YouTube/zhukaiww)
«Bulworth» (1998) von Warren Beatty, (IMDb: 6.8)
Der suizidale Senator Bulworth (Warren Beatty) setzt auf sich selber einen Killer an. Im Wissen, dass er nur noch wenige Stunden zu leben hat, spricht Bulworth plötzlich die ungeschönte Wahrheit – und das erst noch zu Hip-Hop-Beats in Reimform. Die reinigende Wirkung seiner Worte und die Bekanntschaft einer schwarzen Schönheit (Halle Berry) aus der Unterschicht verschaffen ihm neuen Lebensmut. Doch der Killer hat sich bereits an seine Fersen geheftet – und Bulworth weiss nicht, wen er engagiert hat.
«Bulworth» ist eine überdrehte Komödie mit hohem Unterhaltungswert in der auch der Sarkasmus nicht zu kurz kommt.
«Bulworth» - Trailer
(Video: YouTube/zuguidemovietrailers)
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(tog)
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Alle 19 Kommentare

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Ohh gott
Man bin ich froh wen die amis gewählt haben... Langsam geht mir das auf den sack das alle medien jeden tag irgend etwas über diese wahlen bringen... Es reicht langsam!!!
Finde ich auch
Bin ganz klar deiner Meinung. Bei keinem anderen Land wird so lange und ausführlich über die Wahlen berichtet.
Mutig, mutig, liebe Brüder,...
gebt die bangen Sorgen auf, morgen geht die Sonne wieder freundlich an dem Himmel auf. --- Mir genügt, wenn ich am Donnerstag Bescheid weiss, wer gewählt wurde. Warum schreiben die bei uns 8 Wochen lang über nichts anderes? Sie müssen nicht recherchieren, sondern können abschreiben und können ein wenig lockerlassen vom üblichen oberlangweiligen Amerika-Bashing.
Dave
Der Film "Dave" , der auf humorvolle Art zeigt, wie ein amerikanischer Präsident "gemacht" wird ist sehenswert.
Re; Dave
Stimmt. Das ist wirklich ein schöner Film.
Keine reine Show!
Dass wir nur Zuschauer einer Wahl seien, die uns nichts angehe, stimmt überhaupt nicht! Nicht von ungefähr nennt man den amerikanischen Präsidenten den mächtigsten Mann der Welt. Er beeinflusst auch unser Leben und unsere Politik. Ein Beispiel: die zugespitzte Feindseligkeit zwischen der Muslimischen Welt und dem Westen kommt aus der gewalttätigen Durchsetzung amerikanischer Interessen im mittleren Osten, Pakistan, Afghanistan. Ich wäre für ein Mitbestimmungsrecht für alle Europäer an der Wahl des US Präsidenten ;-)