Sonnenfinsternis

21. Mai 2012 16:39; Akt: 21.05.2012 17:49 Print

«Das sonst so stressige Tokio stand fast still»

Die Sonnenfinsternis zauberte am Montagmorgen einen Feuerring an den Himmel über Asien. Der Schweizer Christoph Bosshard konnte das Phänomen in Tokio von seinem Balkon aus mitverfolgen.

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Ringförmige Sonnenfinsternis über , festgehalten von Christoph Bosshard, Mitglied Astronomische Gesellschaft Zürcher Oberland, der derzet in Japan weilt. Dasselbe Phänomen kurz zuvor über , Taiwan. Pendler in bestaunen das Naturphänomen. Ein schönes Bild aus , Japan. Leser-Reporter Christian Nüesch schickt uns ein Lichtspiel an einer Wand in . Die verschiedenen Etappen der Sonnenfinsternis, wie man sie von aus gesehen hat. Die Sonnenfinsternis war zuerst im asiatischen Raum zu sehen. Danach «wanderte» sie westwärts. Hier eine gespenstische Impression aus , China. Die halb verdeckte Sonne spiegelte sich in der chinesischen Hauptstadt in einer Wasserpfütze. Hier der Blick durch ein Baugerüst, ebenfalls in . Dieser Mann in , China, lässt sich von der Sonnenfinsternis nicht abhalten: Ungerührt macht er seine Tai-Chi-Übungen. Die Sonnenfinsternis neben dem Oriental Pearl Tower in , China. Auch auf den Philippinen, hier in , konnte man die Sonnenfinsternis bewundern. Die halb verdeckte Sonne von der philippinischen Hauptstadt aus gesehen. Auch in der philippinischen Küstenstadt sah man das Naturschauspiel. Ein schon fast psychedelisches Bild aus , Philippinen Gespenstisch wirkte die Sonnenfinsternis in , Taiwan. Dem eindrücklichen Spektakel liess niemanden kalt. Ein Südkoreaner staunt in . Eine Schulklasse in , Japan. Staunende Blicke in , Japan. Ein bisschen näher an der Sonne ist dieser Geschäftsmann in , Japan. Helle Freude auch ennet dem Pazifik im kalifornischen . Wer das Glück hatte, die Sonnenfinsternis live mitzuerleben, war hingerissen. Dieser Mann steht in , Kalifornien, USA. In im US-Staat Utah war ein regelrechtes Volksfest im Gange. Mit den unterschiedlichsten Hilfswerkzeugen beobachteten die Menschen das Schauspiel. Hier ein Mann in , Utah. Dieses Hammerbild stammt aus dem Papago-Park in , Arizona. Völlig hingerissene Menschen in , New Mexico. Diese Aufnahme zeigt den Blick durch einen Feldstecher, sie stammt aus , Kalifornien. Dunkle Wolken zogen in , Oregon, auf. Im Victory-Park im kalifornischen hingegen war die Sicht wolkenfrei. Just hanging around: Die Sonne vom kalifornischen aus gesehen. Ein Gewitter verlieh dem Naturschauspiel in , Nevada, das gewisse Etwas. Ein Bild aus , Arizona. Immer noch in Arizona, diesmal in . In , Arizona, rahmen Kakteen die Sonne ein. Die Sonnenfinsternis über einem Highway bei , Arizona. Ein umwerfendes Bild aus dem , Arizona. Die Sonne mit Ecken und Kanten, aufgenommen in , Utah. Ein Riesen-Sonnenschnitz vom in Utah aus gesehen. Ebenfalls im in Utah. Malerische Wölkchen zieren das Bild in , New Mexico. Diese einmalige Aufnahme stammt ebenfalls aus , New Mexico. Ganz in Orange und Schwarz: Foto aus , New Mexico. Dieses Bild stammt aus , Texas. Natur und Technik: Die Sonnenfinsternis von einem Ölfeld im texanischen aus gesehen. Südwestlich der Stadt , im US-Staat Kansas, auch der Sonnenblumenstaat genannt. Hier eine Aufnahme aus , in Kansas. Das letzte Bild stammt aus , Wisconsin. Die nächste Sonnenfinsternis findet laut Wikipedia am 13. November 2012 statt. Sie beginnt in Australien und wandert danach westwärts Richtung Amerika. Wir Mitteleuropäer müssen uns noch bis zum 20. März 2015 gedulden. Dafür soll das Spektakel am Vormittag stattfinden.

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Der Feuerring zog am Montagmorgen Millionen in seinen Bann auf beiden Seiten des Pazifiks. Einer von ihnen war der Zürcher Christoph Bosshard. Der 37-jährige Hobbyastronom schoss in Tokio wunderbare Fotos und schickte sie an 20 Minuten Online (siehe Bildstrecke oben). Bosshard erlebte bereits zwei totale Sonnenfinsternisse in Europa, die ringförmige Finsternis war für ihn jedoch eine Premiere. «Es ist eindrücklich, wenn sich die Helligkeit verringert und am Schluss nur noch ein gespenstisch, fahles Licht übrig bleibt», sagt Bosshard.

Er lebt seit Anfang Monat in Tokio und verfolgte das Spektakel von seinem Balkon aus. Seine Wohnung liegt im Zentrum, ganz in der Nähe einer Metrostation. Deshalb konnte er nebst dem «Ring of Fire» die Menschen beobachten, die auf dem Weg zur Arbeit waren. «Die sonst so gestressten Pendler blieben stehen, packten ihre mitgebrachten Finsternisbrillen aus und staunten», so Bosshard. Die Medien hätten im Vorfeld sehr ausgiebig über das Thema berichtet, so dass sich viele Japaner mit Finsternisbrillen eindecken konnten. «Man bekam sie in allen Elektronikläden.» Die maximale Phase erreichte der Feuerring um 7.35 Uhr und da das Wetter über Tokio gut war, bot sich den Einheimischen ein spektakulärer Anblick.

Es war das erste Mal seit 173 Jahren, dass ein solches Schauspiel über der japanischen Mega-Metropole zu sehen war. In ganzen Land blieben Pendler und Schulkinder auf der Strasse stehen, die grossen Fernsehsender boten Live-Schalten an, die Fluglinie Japan Airlines organisierte einen Beobachtungsflug, der sofort ausverkauft war.

Affen reagierten auf die Finsternis

In einem japanischen Zoo trieb die Sonnenfinsternis 20 Affen zu ungewöhnlichen Reaktionen: Weil sie glaubten, die Nacht breche herein, sprangen die Lemuren wild auf und nieder. «Dies Verhalten zeigen sie in der Regel am Abend, um ihre Körpertemperatur zu erhöhen», sagte Zoo-Direktor Akira Kato.

Auch im Westen der USA zog die Sonnenfinsternis zahlreiche Schaulustige an. In Los Angeles zum Beispiel versammelten sich Tausende am Griffith-Observatorium in den Hügeln von Hollywood, um die spektakulärste Sonnenfinsternis über der kalifornischen Metropole seit 20 Jahren zu beobachten.

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA

(feb)