Ungewöhnliche Bestellung

03. Januar 2017 02:04; Akt: 03.01.2017 14:08 Print

Fast-Food-Laden liefert Tabletten an Todkranke

Eine Fish-and-Chips-Bude in Nordirland erhielt eine ungewöhnliche Bestellung. Der Fall löste einen weltweiten Medienrummel aus.

storybild

Pillen statt Pommes: Fish-and-Chips-Küche in der englischen Stadt Leeds. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Scott Heppell/AP)

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Einfach nur verrückt»: So bezeichnet Alan Feeley den Hype um seinen Fish-and-Chips-Laden in der nordirischen Hauptstadt Belfast. Seit er vergangene Woche einen Bestellauftrag auf die Facebook-Seite seines Ladens gestellt hat, steht das Telefon nicht mehr still.

Die Bestellung, die so grosse Aufmerksamkeit hervorruft, stammt von einer jungen Frau. «Können Sie bitte bei Spar vorbeifahren und mir Benylin Erkältungs- und Grippetabletten mitbringen?», steht in der Spalte für Anmerkungen. «Ich bestelle nur etwas zu essen, damit ich die Tabletten bekomme. Ich bin todsterbenskrank.»

«Sogar aus Japan haben sie angerufen»

Das Online-Portal, über das die Bestellung erfolgte, bestätigte später, dass sie tatsächlich so eingegangen war. «Normalerweise bekommen wir eher Bestellungen für Burger oder Pizza, aber ein Mitarbeiter ist schliesslich losgefahren und hat ihr die Medikamente gebracht», sagte Alan Feeley der Nachrichtenagentur dpa.

Anschliessend postete Feeley ein Foto der Bestellung auf Facebook. Was dann folgte, kann der Mann noch immer nicht so ganz glauben. Tausende Facebook-Mitglieder klickten auf «Gefällt mir», Medien aus aller Welt wollten die Geschichte hören. «Sogar aus Japan haben sie angerufen», sagte der Imbissbesitzer.

Gratis-Mahlzeit nach Genesung

Die Kundin bedankte sich per Facebook. «Ihr seid Engel», schrieb sie. Feeley hat der der Frau eine Gratis-Mahlzeit versprochen, wenn sie sich nach ihrer Genesung wieder meldet. Aber bis dahin sehne er sich danach, einfach wieder in Ruhe arbeiten zu können.

(chi/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ueli am 03.01.2017 06:02 Report Diesen Beitrag melden

    Todkranke genesen nicht

    Die Frau hat(te) eine schwere Grippe. Sie war nicht todkrank, sondern einfach nicht in der Lage, in dem Zustand aus dem Haus zu gehen. Trotzdem nett, von der Frittenbude.

    einklappen einklappen
  • Rene Gartner am 03.01.2017 04:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das nenne ich Service am Kunden

    Leider ist der heutige Treiber lediglich die monetäre Bereicherung - meisst bleibt der Kunde auf der Strecke. Schöne Geechichte. Bravo!

    einklappen einklappen
  • SonjaA am 03.01.2017 05:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guter Wochenanfang

    Diese Woche fängt ja super an! Schöner Bericht voller Menschlichkeit! Ein grosses Danke dem Fastfood Laden Besitzer und möge das Karma existieren! Schöne erste Jahreswoche Euch allen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Berlingöre am 03.01.2017 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Totkrank war übertrieben...aber...

    ...In der Not sucht man Lösungen..klasse das sie der Frau geholfen haben die keinen anderen Weg wusste anscheinend....

  • kurt am 03.01.2017 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Generation Fratzenbuch

    Wie armseelig, da haben sie hunderte Leute in ihrer Freundesliste müssen aber bei einem Imbis anrufen damit ihnen jemand Medi's holt. Soviel zum ach so tollen Fratzenbuch - die vereinsamen VOR dem computer.

  • Elo am 03.01.2017 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Unsere Apotheke

    Unsere Apotheke bringt mir die Medis im Nofall auch nach hause! Das ist eben Service und das in Zürich. Deshalb kaufe ich in der Nachbarschaft.

    • Susso am 03.01.2017 14:22 Report Diesen Beitrag melden

      Hihi

      Genau, die Apotheke. Und nicht die Frittenbude :-)

    einklappen einklappen
  • Ohgott Doktor am 03.01.2017 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frittenbuden Zauber

    Bravo, gut gemacht! Nur in der Schweiz wäre man sicher mit dem Gesetz in Konflickt gekommen. Da hätte sicher einer oder mehrere gerochen - dass das nach unseren guten Gesetzen unerlaubt gewesen wäre u. bist schon verurteilt u. kriminell.

  • Spikey am 03.01.2017 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super Idee

    Ein Patient, alleine in einer WG wohnend, gibts immer mehr und wenn dann eine Grippe kommt... was machen wenn er keine Medis hat? Diese Idee des betroffenen Patienten ist ausgezeichnet und könnte Zukunft haben!!!

    • A.J. am 03.01.2017 10:31 Report Diesen Beitrag melden

      Wohngemeinschaft

      Gehört es nicht zur Definition einer WG, dass dort niemand allein wohnt?

    einklappen einklappen