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Vogelschlag extrem
20. Januar 2012 15:30; Akt: 20.01.2012 16:28 Print
Albatros reisst Riesenloch in Kleinflugzeug
Ein Meeresvogel, der zur falschen Zeit am falschen Ort war, sorgte bei einer japanischen Flugzeug-Crew für einen Schreckensmoment dreihundert Meter über dem Boden.

Der Kadaver des Albatrosses in der Nase des Patrouillenflugzeuges. (Bild: Japan Coast Guard)
Dass Vogelschlag ein grosses Problem für die weltweite Fliegerei ist, weiss man nicht erst seit der spektakulären Notlandung eines Airbus auf dem Hudson-River im Janaur 2009. Damals war eine Maschine der US-Airways kurz nach dem Start in einen Schwarm kanadischer Wildgänse geraten. Der resultierende Treibwerksausfall zwang den inzwischen zum Helden avancierten Piloten Chesley Sullenberger zu einem spektakulären Manöver vor Manhattan. Dass es keinen ganzen Vogelschwarm braucht, um ein Flugzeug ernsthaft zu beschädigen, bewies am Mittwoch ein Albatros, der zu seinem Unglück die Flugbahn eines Patrouillenflugzeugs der japanischen Küstenwache kreuzte.
Beim betroffenen Flugzeug handelte es sich um eine Dash 8 des kanadischen Herstellers Bombardier. (Bild: PD)
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Airbus stürzt in Hudson River
Die Bombardier DHC8-315 mit neun Personen an Bord war über der ostchinesischen See unterwegs, als es auf 300 Metern Flughöhe den grossen Meeresvogel rammte, wie die Nachrichtenagentur Kyodo News berichtete. Der Albatros, der zu den schwersten flugfähigen Vögeln zählt und bis zu 12 Kilogramm schwer sein kann, riss ein Loch von gegen einem Meter in die Flugzeugnase. Die Crew konnte jedoch trotz des augenscheinlichen Schadens ihren Flug bis zum vorgesehenen Zielort Ishigaki in der Präfektur Okinawa fortsetzen und landete dort wohlbehalten fünfzig Minuten später. Weniger Glück hatte der Albatros, dessen Kadaver nach der Landung immer noch im Flugzeugrumpf verkeilt war.
Das japanische Transportministerium hat inzwischen Experten nach Ishigaki entsandt, die den Schaden begutachten sollen. Auf Tokios Haneda-Flughafen wird derweil eine neue Radaranlage installiert, die ab April die Vogelschwärme in der Nähe überwachen und Ausweichrouten für Flugzeugen berechnen soll. Zwischenfälle wegen Vogelschlags haben zuletzt auf Japans meistgenutztem Flughafen deutlich zugenommen.
(jcg)
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Alle 25 Kommentare

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Nicht wirklich erstaunlich
Wenn man ein bisschen was über flugzeuge und physik weiss, dann ist es auch logisch, das auch ein vogel der etwas grösser und schwerer ist ein genug grosses loch in ein flugzeug reissen kann. Da die aussenhüllen der flugzeuge nur aus relativ dünnem aluminium sind. Und obwohl aluminium sehr strapazierfähig ist, gibt es halt nach wenn es mit hoher geschwindigkeit auf ein objekt wie einen vogel trifft... Aber vogelschläge sind an der tagesordnung in der luftfahrt...
Gleichnis
Gut erklärt, man bedenke, dass uns bis zum heutigen Tage erzählt wird, dass ein Flugzeug ein Loch ins Pentagon gerissen habe durch mehrere Wände und Schichten des Gebäudes, obwohl bereits ein Vogel die Hülle aufreissen lässt.
Geschwindigkeit, Masse und Benzin
Na ja, das Flugzeug besteht ja nicht nur aus Hülle, oder? Und vollgetankt mit hoher Geschwindigkeit ist auch ein Flugzeug mit dünner Aluminiumhaut ein panzerbrechendes Geschoss... Sagt ja niemand, dass das Flugzeug bis ins hinterste Büro unversehrt blieb.
der arme
armer vogel, nicht einmal in seinem element war er sicher... RIP Albatros
eher das Flugzeug
Es ist wohl eher das Flugzeug zur falschen Zeit am falschen Ort, immerhin sind die Lüfte der natürliche Lebensraum von Vögel
Sie haben Recht.
Ja, da bin ich ihrer Meinung. Der Luftraum ist Lebensraum der Vögel. Wir müssten dafür sorgen, dass die Tiere sicher sind wenn wir da oben uns bewegen.