Vatikan

16. April 2017 12:42; Akt: 17.04.2017 10:12 Print

Der Papst erteilt den Ostersegen

Franziskus verurteilt das tägliche Blutvergiessen in der Welt als Schande für die Menschheit. Und er wählt für die Fusswaschung ehemalige Mafiosi aus.

Ostersegen: Papst Franziskus hat zur Eindämmung der Konflikte und zu einem Ende des weltweiten Waffenhandels aufgerufen. Video: Tamedia/AFP
Zum Thema
Fehler gesehen?

Papst Franziskus hat am Sonntag vom Balkon des Petersdoms aus den traditionellen Ostersegen «Urbi et Orbi» («Der Stadt und dem Erdkreis») erteilt. Zehntausende Gläubige verfolgten die Zeremonie auf dem Petersplatz in Rom. Zuvor hatte der Papst die Ostermesse gefeiert.

Papst Franziskus erteilt in Rom den Ostersegen

Die Zeremonie zum Ostersegen wurde live in zahlreiche Länder übertragen. Franziskus rief zum Frieden in Syrien auf, wo der Krieg nicht aufhöre, «Tod und Schrecken» zu verbreiten. Er bat unter anderem für diejenigen um Gottes Hilfe, die sich für die leidende Zivilbevölkerung in Syrien einsetzten.

Gläubige müssen sich Kontrolle unterziehen

Nach den Anschlägen auf koptische Christen in Ägypten vor einer Woche wurde die Zeremonie auf dem Petersplatz von einem massiven Polizeiaufgebot gesichert. Die Gläubigen mussten sich strengen Kontrollen unterziehen. An allen Eingängen waren Sicherheitsschleusen wie am Flughafen aufgestellt.

Der Papst hatte die Osterfeierlichkeiten am Gründonnerstag mit der traditionellen Fusswaschung begonnen. Dafür hatte Franziskus in diesem Jahr inhaftierte ehemalige Mafiosi ausgewählt, die in einem Gefängnis der Kleinstadt Paliano südöstlich von Rom einsitzen.

Eine Schande für die Menscheheit

In seinem Karfreitagsgebet verurteilte der Papst das tägliche Blutvergiessen in der Welt als Schande für die Menschheit. Er ging dabei besonders auf das Leid von Flüchtlingen, verfolgten Christen und Opfern von Rassismus ein. «Schande für all diese Bilder der Verwüstung, der Zerstörung und des Ertrinkens, die in unserem Leben normal geworden sind», sagte der Papst nach der traditionellen Kreuzweg-Zeremonie am Kolosseum in Rom.

Am Sonntag vergangener Woche waren bei Anschlägen auf zwei koptische Kirchen in Ägypten 45 Menschen getötet worden, zu der Tat bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Der Papst besucht am 28. und 29. April Ägypten.

(oli/afp)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Doris L. am 17.04.2017 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Päpstlicher Ostersegen

    "Der Papst erteilt dem ganzen Erdkreis seinen Oster-Segen." Schön. Nützt aber konkret nichts. Er sollte lieber mal dran denken all das (gestohlene!) Hab und Gut das alles im Vatikan "lagert" den Bedürftigen zu verschenken. Bekämpft das Elend, statt nur darüber zu referieren.

    einklappen einklappen
  • Samy am 16.04.2017 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt und Frieden

    Ob Urbi et Orbi , der Frieden kommt auch mit diesen ausgesprochenen Worten vom Papst nicht? Die Menschen müssen sich gegenseitig mehr respektieren !!!

    einklappen einklappen
  • Simi am 16.04.2017 21:35 Report Diesen Beitrag melden

    Heuchelei

    Die Kirche der Heuchelei. "Wasser predigen und Wein trinken". Wir sehen ja was sie mit ihrer Macht anstellt.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • DBec am 21.04.2017 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hast du dich ums Wissen und Verstehen gekümmert?

    Es fehlt vielen Christen in der 3. Welt am wahrhaften Glauben. Uns ist es wohlzu lange zu gut gegangen. Wir haben uns um alles gekümmert, aber zu wenig um den Kern. Schade, dass durch Unwissenheit und Gleichgültigkeit so viel von unseren tiefgreifenden, wertvollen Zeichen, Ritualen und schönen Traditionen verloren gehen. Und sie werden noch schlechtgeredet, von denen, die sie ohnehin nicht verstehen. O Herr, sieh und segne dein Volk!!

  • DBec am 21.04.2017 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr und Gott, sieh und segne dein Volk!

    Danke Papst Franziskus! Selig die glauben! Wir Christen sollten zusammenhalten, anstatt das Christentum mit den eigenen Gläubigen, oder die, die sich so nennen, von innen her zu zerstören! Wie wenn der Probleme nicht genug wären! Herr und Gott, sieh und segne dein Volk! Lass es den Papst tun und die vielen deiner Helfer!

  • A. Gnosticus am 17.04.2017 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    die sollten besser

    Die sollen besser mal ihr Geld für nachhaltige Entwicklung locker machen. Orbi et urbi hilft niemandem.

  • Mäki am 17.04.2017 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Bester Geisterbahn ever!

    Geht mal auf Google und schreibt "Vatikan Audienzhalle" und schaut euch die Bilder an und schaut, was Pericle Fazzini gemacht hat. Dann lest in der Bibel in der Offenbarung 9,11 und staunt, wer die Bibel identifiziert!! Echt schaurig was dort abgeht. Katholizismus ist teuflisch und NICHT biblisch, obwohl dem Papst ständig ne Bibel im Arm klemmt lol

    • Katholike am 17.04.2017 18:32 Report Diesen Beitrag melden

      Schwachsinn!

      Was soll das? Die Skulptur zeigt lediglich Jesus mit seinen Engeln, wie sie aus dem Abgrund emporsteigen. So wie es die Inschrift neben der Skulptur erklärt!

    • Walter am 17.04.2017 21:54 Report Diesen Beitrag melden

      Denken sie nochmals darüber nach.

      Mir gefällt die Skulptur auch nicht. Zeigt aber nur dass der schlechte Geschmack was Kunst anbelangt offensichtlich auch bei Papst Paul IV angelangt war, der das Werk enthüllte. Sie sollten den Teufel nicht in einem Kunstwerk suchen. "An den Früchten werdet ihr sie erkennen": Totalverlust von Sitte und Ordnung im Sinne des Evangeliums, Abtreibung, Euthanasie usw. Die einzige Organisation die entschieden dagegen ankämpft ist die katholische Kirche. (Auch wenn sich immer wieder Mitglieder verfehlen). Schauen sie mal was die ref. Bischöf(e)Innen so predigen in Schweden. Das ist echt schaurig.

    einklappen einklappen
  • Jerry F. am 17.04.2017 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bibelspruch

    "Ein Glaube ohne Werke ist tot." (Jakobus 2,14-20)