Puppen mit Augen

29. Juli 2013 10:47; Akt: 02.08.2013 15:27 Print

Auch beim Shoppen werden wir überwacht

Die Spionage von NSA und Co. im Internet ist hinlänglich bekannt. Doch auch im nicht virtuellen Leben werden Menschen bespitzelt – manchmal sogar von Schaufensterpuppen.

Eine interaktive Werbung in London zeigt die Möglichkeiten personalisierter Werbung.
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Websites wie Facebook, Google oder Amazon nutzen eine Vielzahl an Informationen ihrer Nutzer, um möglichst personalisierte Werbung anbieten zu können. Dass man im Internet ein gläserner Bürger ist, ist nicht neu. Dass aber eine elektronische Werbetafel das Geschlecht des Betrachters erkennt und daraufhin den Werbespot anpasst, dürfte wenigen bekannt sein. Genau dies geschieht aber schon an drei BP-Tankstellen in der Schweiz, wie der «Tages-Anzeiger» in seiner Ausgabe von heute Montag schreibt.

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Stört es Sie, wenn Sie beim Einkaufen überwacht werden?
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Hinter der Werbefläche versteckt sich eine Kamera, die Daten über die Kunden des Tankstellen-Shops sammelt. Diese kann nicht nur zwischen Männern und Frauen unterscheiden, sondern auch die Altersgruppe einschätzen. Dereinst soll auch der Gesichtsausdruck und damit die durch die Werbung ausgelösten Gefühle analysiert werden. Hinter diesem System steckt die britische Firma Amscreen. Mittelfristig will Amscreen neben den bisherigen Standorten im Zürcher Flughafen, in Zürich-Wollishofen und Baar im Kanton Zug 60 solche Spitzel-Kameras installieren.

Handy-Ortung und filmende Puppen

In den USA ist derartige Privat-Spionage gang und gäbe. In manchen Läden werden die Laufwege jedes Kunden verfolgt, beispielsweise um festzustellen, wie lange jemand braucht, bis er zur Kasse schreitet. Die italienische Firma Almax baut Kameras sogar in Schaufensterpuppen ein. 4000 Euro kostet ein Exemplar. Eine weitere Taktik ist das Handy-Tracking. Mithilfe von Handysignalen wird untersucht, wie häufig ein Kunde zum Shoppen kommt. Grundlage für diese Technik ist die persönliche Handy-Signatur jedes Smartphones, das nach drahtlosen Netzwerken sucht.

In der Schweiz ist diese Entwicklung allerdings noch nicht fortgeschritten. Getestet wurde allerdings auch dieses System – im Globus am Zürcher Bellevue. Sprecher Jürg Welti sagte gegenüber dem «Tages-Anzeiger» jedoch, dass das Projekt von keinem Erfolg beschieden war. Die Grossverteiler Coop und Migros konzentrieren sich währenddessen auf die Datenerfassung mit Super- respektive Cumuluskarte. Hiermit wird zumindest aufgezeichnet, wer welche Produkte kauft.

(bro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Junge Verkäuferin am 29.07.2013 11:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues

    Das ist nicht wirklich etwas Neues, schon als ich vor 6 Jahren die Verkaufsausbildung machte wurde uns gesagt das es dies gibt um die "Warenpräsentation" zu verbessern. Da man sehen könne wo der Kunde als erstes hinschaut und welche Dinge besonders ansprechend seien.

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  • danijel r. am 29.07.2013 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    old

    Das ist ja jetzt wirklich nichts neues. Mich stört das nicht.

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  • goldy am 29.07.2013 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    langsam brauchen wir wirklich aluhüte!

    wenn das so weitergeht muss man sich wirklich einen aluhut basteln. Was lauftm mit dieser Welt? Leben wir schon in der totalen Kontrolldiktatur? Hatte Orwell recht? wie lange lassen wir uns noch so manipulieren?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Beobachter am 29.07.2013 22:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt?

    Gibt's seit Mitte der Neunzigerjahre!

  • Debbie S am 29.07.2013 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tricksen bei Sammlern

    Eine Super/Kumuluskarte pro Familie und das Sammeln wird ungenau.

  • Freier Konsument am 29.07.2013 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Werbewust

    Die Puppen dienen doch weniger der Analyse sondern sollen Diebe ertappen. Die Kundenkarten liefern viel genauere Daten, so bekommen wir als Konsumenten per Post die passende Werbung. Aber eben - entscheiden, ob wir den Kram brauchen, dürfen wir noch selbst!

    • peter bader am 30.07.2013 19:23 Report Diesen Beitrag melden

      kunden sind nicht machtlos

      werft diese karten weg und kauft in einem geschaeft ein, das sich diese ueberwachungssysteme nicht leisten kann. oder halt im ausland.

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  • sad am 29.07.2013 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Niemanden interessierts aber wir werden dümmer

    So wie in diesem Film siehts in Zukunft aus: Idiocracy!

  • anonymus am 29.07.2013 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt?

    Als würde es etwas ausmachen? Ihr shoppt, werdet analysiert, tahts it. Alles nur für die personalisierte Werbung und für nichts anderes.