Schaffhausen

11. August 2017 11:26; Akt: 11.08.2017 12:01 Print

CSS-Filiale schliesst nach Kettensägen-Angriff

Die Versicherung CSS sucht in Schaffhausen neue Büros. Ende Juli sind zwei Mitarbeiter angegriffen und zum Teil schwer verletzt worden.

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Unterwegs in Schaffhausen: Dieses Foto zeigt den Angreifer unmittelbar vor der Tat. Peter Sticher (l.), Erster Staatsanwalt und Maj Ravi Landolt, Kantonaler Stv. und Leiter Sicherheitspolizei, sprechen am Mittwoch, 26. Juli 2017 an der Pressekonferenz der Polizei Schaffhausen. «Es war komisch»: Pizzeria-Chef Liman Kabashi konnte erst gar nicht glauben, dass der Gesuchte vorbeiläuft. Vor der Verhaftung des mutmasslichen Täters Franz Wrousis hat die Polizei das Bürogebäude in der Schaffhauser Vorstadt bewacht, in dem der Angriff stattgefunden hatte. (24. Juli 2017) Ein Polizeiwagen war vor dem Gebäude stationiert. Auch Einsätze im Kanton Thurgau: In Schlatt nahe der Grenze zu den Kantonen Zürich und Schaffhausen seien sechs Polizeiautos ausgerückt, berichtet eine Augenzeugin. (25. Juli 2017) Die Kantonspolizei Thurgau bestätigte den Einsatz. Umgebung von Schaffhausen: Beamte der Kantonspolizei Zürich machen sich für den Einsatz bereit. Ein Helikopter kreist über dem Einsatzgebiet. Die Polizei hat neue Fahndungsfotos von Franz W. veröffentlicht. Franz W. wurde international zur Verhaftung ausgeschrieben. Die Polizei stuft ihn als gefährlich ein und warnt vor dem Mann. Wo ist der Motorsägen-Angreifer von Schaffhausen? Ein Polizeibeamter überquert die Strasse mit einem Spürhund in Uhwiesen ZH. Die Fahndung wird bei strömendem Regen fortgesetzt. Hier hatte der Angreifer offenbar zuletzt gelebt: Einsatzkräfte suchen den Wald in Uhwiesen ZH nach dem mutmasslichen Täter ab. (24. Juli 2017) Einsatzkräfte schleppen den Wagen des mutmasslichen Täters ab. Die Polizei ist teilweise schwer bewaffnet und mit Schutzwesten ausgerüstet. Die Kontrollschilder des Wagens hatte die Polizei entfernt und eine Mitteilung auf der Frontscheibe hinterlassen: «Bitte dringend um Rückruf». Gezielter Angriff auf eine Krankenkasse: Polizist überwacht abgesperrtes Areal in Schaffhausen. Das Gebiet wurde grossräumig abgesperrt, Läden und Häuser wurden evakuiert. Der Täter hat Mitarbeiter der CSS-Krankenkasse angegriffen: Polizisten tragen eine Absperrung in der Schaffhauser Altstadt. Mitglieder einer Sondereinheit der Polizei im Einsatz in der Vorstadt in Schaffhausen. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch ein Büro der Helvetia-Versicherungen und Filialen von McDonald's und der Weltbild-Buchhandlung. Die Fahndung läuft: Schwer bewaffnete Polizisten riegeln die Altstadt ab. Der Täter hat mehrere Menschen mit einer Motorsäge angegriffen. Mediensprecherin Cindy Beer informiert Medienschaffende vor Ort. Die Polizei hat die Altstadt von Schaffhausen grossräumig abgeriegelt. Polizisten hatten einen Mann überwältigt, bei dem es sich aber nicht um den Täter handelte. Der Angriff erfolgte in einem Büro der Krankenversicherung CSS in der Vorstadt. Laut einem Leserreporter waren drei Polizei- und ein Sanitätswagen in der Nähe des Tatorts. Augenzeugen sagen, die Einsatzkräfte hätten eine Person auf einer Bahre weggetragen: Polizei- und Krankenwagen. Die Polizei hat Teile der Altstadt abgesperrt. Die Behörden sprechen von einer Sonderlage. Polizisten bewachen die Absperrungen. Fünf Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer: Die Rega hatte zwei Helikopter im Einsatz. Blick über die Schaffhauser Altstadt und auf die Kirche St. Johann.

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Nach dem Kettensägen-Angriff vom 24. Juli gibt die CSS-Versicherung ihre Büros in der Schaffhauser Vorstadt auf und sieht sich nach einem neuen Standort um. Die Suche nach den neuen Büros hat bereits begonnen.

CSS-Sprecherin Christina Wettstein bestätigte am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine entsprechende Meldung von Radio Top. «Nach diesem schrecklichen Vorfall wollten wir nicht weitermachen wie bis anhin», sagte Wettstein. «Aus Pietätsgründen haben wir uns entschieden, einen neuen Standort zu suchen.»

Beratung zu Hause

Wie lange diese Suche dauert, konnte sie noch nicht sagen. Die betroffenen Kunden werden momentan in Winterthur betreut. Diejenigen, die eine Beratung in Schaffhausen wünschen, erhalten bei sich zu Hause Besuch von den CSS-Mitarbeitern.

Ein 51-Jähriger hatte am 24. Juli mit einer Kettensäge zwei CSS-Mitarbeiter gezielt angegriffen und verletzt. Einer von ihnen wurde dabei schwer verletzt und musste operiert werden. Sein Kollege konnte das Spital kurz nach dem Angriff bereits wieder verlassen. Zwei weitere Personen erlitten einen Schock. Eine fünfte Person wurde zudem beim Polizeieinsatz leicht verletzt.

Trotz sofortigem Grossalarm und der Absperrung der Altstadt gelang dem Mann die Flucht. Die Polizei suchte mit einem Grossaufgebot intensiv nach dem Mann und konnte ihn schliesslich am Abend des 25. Juli in Thalwil verhaften. Er leistete keine Gegenwehr, hatte aber zwei geladene Pistolenarmbrüste bei sich. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eröffnet.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mitfühlender Bürger am 11.08.2017 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Handlung

    Ich finde es Top, dass die Geschäftsleitung so prompt reagiert! Ich habe das Gefühl, ich könnte an so einem Ort auch nicht mehr arbeiten, hätte ich diesen Vorfall auch miterlebt.

    einklappen einklappen
  • Bona am 11.08.2017 11:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso?

    Mich würde interessieren weshalb an einer CSS Filiale?

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  • Sergio am 11.08.2017 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Pietät?

    Was hat das mit Pietät zu tun? Werden Strassen geschlossen, wenn Unfalltote zu beklagen sind? Es hat einen ganz anderen Grund und das ist ein rein wirtschaftlicher.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mickey am 11.08.2017 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Statt praxis wird standort gewächselt

    Ich verstehe das so das die CSS sich jetzt besser schützen will da es möglich sei, das sich andere von der Versicherung schickanierte menschen, ein beispiel am Täter nehmen könnten. Und da die praxis und umgang mit menschen um sie zu schröpfen sicher nur mehr wird sorgen die halt schon mal vor. Oder wiso hören wir nichts vom motiv des täter's?!

  • Bürger am 11.08.2017 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bravo

    Und jetzt . Ein Wunder passieren nicht noch mehr solche sachen bei diesen "Gesslermethoden" . Für mich ein Tell der neuzeit

  • Sergio am 11.08.2017 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Pietät?

    Was hat das mit Pietät zu tun? Werden Strassen geschlossen, wenn Unfalltote zu beklagen sind? Es hat einen ganz anderen Grund und das ist ein rein wirtschaftlicher.

  • cabi am 11.08.2017 14:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    komisch

    ich finde es ein bisschen komisch waruf der mann aus gerastet ist ? wegen den prämien oder wolten sie etwas nocht bezahlen ? und warum wechseln die jz ihren standort ?? ncnc

  • Seggi am 11.08.2017 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Was wohl daraus wird?

    Das verstehe ich. Würde mich dann aber interessieren, wer nachher die Immobilie mieten will. Ich würde da nicht arbeiten wollen.