Bruder des Las-Vegas-Schützen

02. Oktober 2017 16:59; Akt: 02.10.2017 17:57 Print

«Mit Steve schien alles in Ordnung»

Er soll mehr als 50 Menschen erschossen und über 400 verletzt haben: Stephen Paddock, Buchhalter, Hobbyjäger, unbescholtener Bürger. Das wissen wir über den Täter von Las Vegas.

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Die Tat in Vegas ist das schlimmste Schusswaffenmassaker der US-Geschichte. Verantwortlich dafür ist Stephen Paddock, ein 64-jähriger US-Bürger, der rund 80 Meilen nördlich von Las Vegas offenbar ein unauffälliges Leben führte. Dort bewohnte er gemeinsam mit seiner Partnerin ein Haus in einer Wohnanlage für Rentner. Die 62-jährige Frau wurde zunächst gesucht, wird aber nicht als Verdächtige gehandelt, wie die Polizei mitteilte.

Was weiss man über den 64-Jährigen? Paddock galt als unbescholten und war nicht vorbestraft. Die Polizei fand lediglich einen Eintrag in seiner Kartei, der Jahre zurückliegt, ein Verkehrsdelikt. Von Beruf war er Buchhalter oder Rechnungsprüfer. In seiner Freizeit ging er dem Fliegen und Jagen nach.

Im Hotelzimmer in Las Vegas, aus dem Paddock mindestens 50 Menschen erschoss, hatte er mehr als zehn Gewehre bei sich. Über seine Motive ist noch nichts bekannt. Gemäss ersten Polizeierkenntnissen stand er nicht in Verbindung mit einer radikalen Gruppierung oder Organisation.

«Es muss etwas passiert sein. Er ist ausgerastet.»

Sein Bruder Eric Paddock lebt in Florida. Er ist fassungslos. «Wir haben keine Ahnung, was da passiert ist. So viel wir wussten, war mit Steve alles in Ordnung», sagte er der «Daily Mail».

«Es muss etwas passiert sein. Er ist ausgerastet.» Steve Paddock habe keinerlei politische oder religiöse Zugehörigkeiten gehabt, so der Bruder.

Paddock buchte Hotelzimmer am 28. September

«Wir denken an die Opfer. Unserer Familie geht es gut. Wir sitzen hier und hoffen, dass uns niemand angreift. Meine Mutter ist 90 Jahre alt, lebt nur die Strasse runter. Wir sind alle total schockiert», so der Bruder weiter.

Hatte Paddock die Tat schon länger geplant? Dafür sprechen die Unmengen an Waffen und Munition, die er bei sich hatte. Sein Hotelzimmer im Mandalay Bay hatte er am 28. September gebucht – drei Tage vor der Tat.


(gux/kko)