Giftmord mit Polonium 210

10. März 2010 13:29; Akt: 10.03.2010 13:43 Print

Kremlkritiker erhält in Grossbritannien Recht

Der russische Milliardär Boris Beresowski hat in der Mordaffäre um den Ex-Agenten Alexander Litwinenko Schadensersatz in Höhe von 150 000 Pfund (240 000 Franken) zugesprochen bekommen. Ein staatlicher russischer Sender hatte ihn des Mordes bezichtigt.

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Ein Londoner Gericht verurteilte am Mittwoch den staatlichen russischen Sender RTR Planeta. Der Sender hatte den 63jährigen Beresowski im April 2007 als Mörder Litwinenkos hingestellt. Beresowski lebt in Grossbritannien im Exil.

Das Gericht stellte fest, es gebe keinerlei Hinweise, dass Beresowski etwas mit dem Giftmord an Litwinenko zu tun habe. Der Fall hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Der ehemalige Agent starb im November 2006 in London an einer Vergiftung mit radioaktiven Polonium 210. Der Fall ist bis heute nicht endgültig geklärt.

Beresowski bekam 2003 politisches Asyl in Grossbritannien und wurde in Russland in Abwesenheit unter anderem wegen Unterschlagung verurteilt. Beobachter halten die Prozesse gegen ihn für politisch motiviert. Beresowski macht seinerseits den Kreml für den Giftmord an Litwinenko verantwortlich.

(sda)