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Seltsamer Deal
01. November 2012 22:16; Akt: 01.11.2012 22:17 Print
«Bring uns 60 Ratten - und du erhältst ein Handy»
Alexandra ist das ärmste Viertel von Johnannesburg - für die meisten die Hölle, für Ratten jedoch ein Paradies. Das soll sich ändern. Wer 60 Tiere einfängt, bekommt darum als Belohnung ein Handy.
Im südafrikanischen Johannesburg grenzt das reichste Viertel Sandton an das wohl ärmste Township Alexandra. In Sandton steht die Börse und das grösste Einkaufszentrum des Landes. In Alexandra teilen sich schon mal zehn Familienmitglieder ein Einraum-«Haus», für jeweils hunderte von Einwohnern stehen gerade mal fünf Toiletten zur Verfügung (siehe Bildstrecke oben).
Infografik Südafrika - Vom Apartheidsregime zur RegenbogennationUnd doch ist Alexandra, wo keiner der rund
Mit Eulen gegen Ratten
Laut dem südafrikanischen «Mail & Guardian» verwandeln sich die Abfallberge nachts in lebende Rattenhaufen. Die Tiere tun sich nicht nur am Müll gütlich, sie nagen Löcher in Autos und Kleider und beissen gar in Finger von Schlafenden. Nur vom Rattengift lassen sie die Zähne. Da sie nicht nur einfach eklig, sondern im eh schon verschmutzen Stadtteil ein zusätzliches Gesundheitsrisiko sind, gilt es, den Nagern den Garaus zu machen.
Ein Versuch, die Ratten von Eulen auffressen zu lassen, ist gescheitert. Damals haben die Stadtbehörden die Vögel in drei Schulen fliegen lassen (siehe zweites Video unten). Doch bevor sie sich sattessen konnten, wurden die Uhus von Anwohnern getötet. Denn Eulen verkörpern nach traditionellem Aberglaube das Böse.
Ein Handy für 60 Ratten
Es liegt also wieder an den Menschen, die Ratten zu eliminieren. Um sie zum Jagen anzuspornen, hat sich die Wohltätigkeitsorganisation «Lifeline» der Sache angenommen. Seit einiger Zeit verteilt sie Käfige, mit denen die Plagegeister gefangen werden können. Hat man 60 Stück beisammen, tot oder lebendig, kann man diese abgeben und erhält dafür ein Handy. Im Gegensatz zum gescheiterten Eulen-Projekt, scheint die Idee mit den Gratistelefonen zu funktionieren. So sagte Joseph Mothapo, ein Bewohner des Elendviertels, er habe bereits zwei Handys bekommen, sein Plan sei es, jedes Familienmitglied mit einem auszurüsten: «Es ist einfach», sagte er der Zeitung gegenüber. «Du legst Essensreste in den Käfig, die Ratten klettern rein, die Falle schnappt zu.»
Bereits seien tausende von Tieren von einem Spezialisten im Sportzentrum vergast worden. Dank den detaillierten Angaben der Rattenfänger wir ausserdem ersichtlich, wo die grössten Nagernester sind. Diese werden dann ausgeräuchert.
Die Aussichten auf ein rattenärmeres Alexandra stehen also gut. Ausser natürlich, die Tierschützer, die bereits ihren Unmut kundgetan haben, gewinnen die Oberhand. Zusammen mit den Ratten.
Rattenplage in Alexandra:
Quelle: YouTube.com
Eulen sollen Ratten fressen:
Quelle: YouTube.com
(lue)
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Alle 36 Kommentare

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Gab es bei uns auch
Ich kann mich noch daran erinnern als es bei uns auf der Gemeinde für jeden Mäuseschwanz einen Batzen gab um das Sackgeld aufzubessern. Da es eine Mäuseplage gab.
häää??
Ja und die Handy's sicher gleich noch an ein Abo gekopplet. Traurig, wirklich traurig.. was sollen die mit einem Handy??
Abokosten
Ich schätze die Handy abos kosten da nicht 50.- im Monat. Ich weiss es zwar nicht, ich vermute aber dass auf den Handys ein geringes Prepaid Guthaben drauf ist. Wenn das aufgebraucht ist müssen sie es entweder aufladen oder 60 neue Ratten abliefern um noch eins zu kriegen. Ev. kriegen sie auch direkt Prepaid Guthaben gegen Ratten
Tierschutz tzzzzzz
Die tierschützer... Mal wieder sinnlose aktionen am drehen. Eine gruppe für sich! Lächerlich...