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«First Dog» Barney
02. Februar 2013 11:30; Akt: 02.02.2013 11:56 Print
George W. Bushs bester Freund ist tot
George W. Bush hatte ihn portraitiert, mit einer eigenen Kamera ausgestattet und an die wichtigsten Treffen der Welt mitgenommen. Nun ist der Scottish Terrier Barney tot.
Der frühere «First Dog» der USA, George W. Bushs schwarzer Scottish Terrier Barney, ist tot. Barney starb im Alter von zwölf Jahren an einer Lymphknotenerkrankung, wie Ex-Präsident Bush am Freitag mitteilte. Damit verlor der 43. Präsident der Vereinigten Staaten mehr als nur ein Haustier. Während Bushs Amtszeit von 2001 bis 2009 war Barney stets an dessen Seite und genoss einen solch hohen Stellenwert wie wohl nur selten ein Hund vor ihm.
Von Bushs enger Bindung zu Barney zeugen zahlreiche Fotoaufnahmen und Souvenirs aus seinem Privatbesitz, die er der Öffentlichkeit auf Facebook zugänglich machte (siehe Auswahl oben). Auf der Seite sind Dutzende, wenn nicht sogar Hunderte Fotos des Vierbeiners zu finden: Barney beim Herumtollen im Garten des Weissen Hauses, Barney am Weihnachtsfest der Familie Bush, Barney beim Valentinstags-Portrait und Barney in den Armen seines Herrchens.
Eigener Zutrittsausweis am G-8-Gipfel
Dass Barney kein normaler Hund war, sondern eben ein «First Dog», beweisen zudem Erinnerungsstücke von politischen Anlässen aller Art. So bekam «Barney Bush» am G-8-Gipfel in Sea Islands 2004 – wohlgemerkt einem der wichtigsten politischen Treffen des Jahres – einen eigenen Zutrittsausweis, inklusive Vor- und Nachname sowie einem «Personalfoto».
Damit das amerikanische Volk am Leben ihres obersten Hundes teilhaben konnte, veröffentlichte George W. Bush zudem einst an Weihnachten Videos, die das Leben im Weissen Haus mittels einer «Barney-Cam» aus der Hundeperspektive zeigten.
Barney hatte seinen eigenen Bereich auf der Website des Weissen Hauses und sogar ein Facebook-Konto.
«Er begrüsste Königinnen und Ministerpräsidenten»
Auf Facebook trauerte Bush denn auch um seinen besten Freund: «Laura und ich müssen euch tieftraurig mitteilen, dass unser Scottish Terrier, Barney, gestorben ist. Der kleine Kerl hat an einer Lymphknotenerkrankung gelitten und nach zwölfeinhalb Jahren hat sein Körper den Kampf gegen die Krankheit verloren.»
«Barney und ich waren so gerne draussen. Er liebte es, mich zu begleiten, wenn ich auf der Ranch Barsche fischte. Er war so ein guter Gürteltierjäger und liebte es, auf Camp David Golfbällen nachzujagen», heisst es in der Todesanzeige weiter.
Barney habe den Eingang zum Weissen Haus stets bewacht, als ob er ein Agent des Secret Service wäre, zollt Bush seinem vierbeinigen Freund in einer Erklärung Tribut. «Barney begrüsste Königinnen, Staatsoberhäupter und Ministerpräsidenten. Er war stets höflich und sprang nie auf ihren Schoss.» Ausserdem habe er «nie über Politik diskutiert und war immer mein treuer Freund. Laura und ich werden unseren Kumpel vermissen.»
Bush malte Barney in Ölfarbe
Anlässlich von Barneys Tod veröffentlichte Bush auf seinem Facebook-Konto auch erstmals ein Kunstwerk aus eigener Hand: Ein Ölgemälde, das der Ex-Präsident von seinem Haustier angefertigt haben soll.
Alle US-Präsidenten des 20. Jahrhunderts mit Ausnahme von Woodrow Wilson hielten im Weissen Haus einen Hund. Präsident Harry Truman wird gar das Zitat zugeschrieben: «Wenn Du in Washington einen Freund willst, schaff Dir einen Hund an.»
Barney - der Star in Bushs Weihnachtsvideo: (Quelle: Youtube.com/whitehousedotorg)
Der Hund verzieh es seinem Herrchen auch, als ihn dieser einst fallen liess:
(Quelle: Youtube.com/jnerebel)
Barney selbst hatte schliesslich auch einiges auf dem Kerbholz. Bei Sekunde 24 beisst er einen Reporter:
(Quelle: Youtube.com/ kherman54)
(jbu/sda)

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