China

24. November 2016 12:11; Akt: 24.11.2016 12:14 Print

67 Arbeiter sterben beim Einsturz eines Baugerüsts

Bei einem schweren Unfall in einer Kraftwerksanlage im Zentrum von China sind mindestens 67 Menschen ums Leben gekommen. Sie wurden durch den Einsturz eines Kühlturms verschüttet.

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Beim Einsturz eines Baugerüsts eines Kohlekraftwerks im Osten Chinas sind 67 Personen ums Leben gekommen. Aus grosser Höhe stürzte am Donnerstagmorgen eine Plattform mit 70 Arbeitern in einem Kühlturm ein.

Dies berichtete die Online-Ausgabe der Zeitung «Jiangxi Xinwen». Auch der staatliche TV-Sender CCTV bezifferte die Zahl der Toten auf 67. Eine Person werde vermisst, zwei seien verletzt worden.

Viele Arbeiter waren bei dem Unglück unter einem Haufen aus verbogenen Gerüsten, Brettern, Zement und Baustahl begraben worden. Die Ursache des Unglücks war nicht bekannt.

Arbeiten unter Zeitdruck

Verantwortliche der Baufirma Hebei Yineng räumten ein, dass der Bau in Eile vorangetrieben worden sei, wie die Zeitung «Pengpai Xinwen» berichtete. «Wir haben unter Zeitdruck gearbeitet», sagte demnach eine nicht näher genannte Quelle.

Das Unglück ereignete sich in Fengcheng in der zentralen Provinz Jiangxi auf einer Anlage, die sich gerade im Bau befindet. Das Kraftwerk sollte planmässig Anfang 2018 fertiggestellt sein. In China sind schwere Unfälle im Industriesektor keine Seltenheit, da vielerorts die Sicherheitsstandards unzureichend sind.

(bee/dapd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tobias am 24.11.2016 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Geiz ist geil

    Ja, viel spass bei der Inbetriebnahme. Bestimmt wurde beim Bau weder gespart noch gepfuscht. Da bin ich überzeugt, irgendwie.

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  • Peter Kalkbrenner am 24.11.2016 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Alle gegeneinander

    Wir stimmen hier über die Abschaltung von AKW's ab, aber in China werden froh und munter neuer Kohlekraftwerke gebaut.... Lustig neue Welt die wir hier haben!

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  • Innerschweizer am 24.11.2016 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Über Leichen gehen

    Und in ein paar tagen ist das ganze schon wieder vergessen und China wird dafür gelobt wie schnell es solche Bauen kann.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • die Ritterin am 24.11.2016 23:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratismenschen

    Nun, die chinesische Regierung wirds nicht kümmern. Menschenmaterial ist gratis und es steht zu Milliarden zur Verfügung. Solange kein teures Gerät beschädigt ist, lacht die Regierung über unser Entsetzen.

  • Innerschweizer am 24.11.2016 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Über Leichen gehen

    Und in ein paar tagen ist das ganze schon wieder vergessen und China wird dafür gelobt wie schnell es solche Bauen kann.

    • Franz Bauer am 24.11.2016 19:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Innerschweizer

      Die Chinesen schlafen schon lange nicht mehr. Die Bauen längst in einem guten Standard. Wenn man von einem Unfall aus China hört, dann passiert das in einem 3x grösseren Markt als ganz Europa. Ich habe in der Innerschweiz durchaus auch schon Baupfusch gesehen. Darum gibt es da wenig Grund zur Schadenfreude.

    • Innerschweizer am 24.11.2016 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franz Bauer

      Ich arbeite schon mein ganzes Leben lang im Baugewerbe, du musst mir sicher nicht beibringen wie dort die Zustände sind, ich habe selber schon eine Baustelle mit Hilfe der SUVA vorübergehend schliessen lasse, weil die Arbeitssicherheit nicht gegeben war. Nur kannst du mir auch nicht weismachen das der Schutz der Arbeiter in China genauso gut ist wie bei uns.

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  • Peter Kalkbrenner am 24.11.2016 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Alle gegeneinander

    Wir stimmen hier über die Abschaltung von AKW's ab, aber in China werden froh und munter neuer Kohlekraftwerke gebaut.... Lustig neue Welt die wir hier haben!

    • Xiaomi78 am 24.11.2016 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Kalkbrenner

      Applaus..Applaus geschrieben auf ihrem Smartphone,PC "Made in China" wie vieles.Mir ist es sehr bewusst das es fast keine Alternative gibt weil fast alles mittlerweile aus China kommt,aber das macht ihre Aussage nicht minder heulchlerisch.

    • Peter Kalkbrenner am 24.11.2016 14:56 Report Diesen Beitrag melden

      Xiaomi78 unnötiger Senfgeber

      @Xiami78 Wenn Sie die Grundaussage meines Kommentars nicht verstehen, sollten Sie evtl. die Antwort-Funktion nächstes Mal einfach sein lassen ;) Es geht nicht um Chinesische Smartphones, mir ist das sowas von egal woher mein Smartphone kommt. Es geht darum, dass wir über die Stilllegung von AKW's abstimmen, und in China bauen Sie weiterhin neue Kohlekraftwerke. Warum soll man überhaupt AKW's abschalten, wenn auf der anderen Seite des Planeten die Leute genau in die andere Richtung lenken? Wir leben alle auf der gleichen Erde! Alle am gleichen Strang, alles andere hat keinen Sinn.

    • Josef am 24.11.2016 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Kalkbrenner

      24 AKWs werden ZZ gebaut und 42 sind in Planung und werden wohl auch gebaut. Der Kraftwerksbau geht dort in Richtung "Atom", weg von der Kohle.

    • Praktikus am 25.11.2016 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Kalkbrenner

      Kernkraftwerke, nicht Kohlekraftwerke. In den letzten 5 Jahren sind in China 50 neue KKWs gebaut worden um die Zahl der Kohlekraftwerke zu reduzieren und um die Elektro-Mobilität zu fördern. In Shenzhen, eine der größten Städte in China sind seit 2014 nur noch Elektro-Taxis und-Busse in Betrieb. In sehr vielen Grossrädten sind benzingetriebene seit mehreren Jahren Motorräder verboten. In Peking und Umgebung wurden 250 Mio. USD für "Elektrotankstellen" investiert. Und was machen wir in dieser Richtung? Verkehresabgaben und Steuern die andersweitig verwendet werden. Waren Sie schon mal in China?

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  • Tobias am 24.11.2016 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Geiz ist geil

    Ja, viel spass bei der Inbetriebnahme. Bestimmt wurde beim Bau weder gespart noch gepfuscht. Da bin ich überzeugt, irgendwie.

    • max62 am 24.11.2016 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tobias

      Zum Glück wird hier nicht gepfuscht auf dem Bau.

    • Josef am 24.11.2016 22:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tobias

      Pfusch gibt es wenig, aber es fehlt eben manchmal auf 70 Metern Höhe ein Geländer. Abfall bleibt liegen und wird zur Gefahr. Gerüste werden nicht genügend verankerte, usw. Man baut schnell und vernachlässigt die Sicherheit. So läuft es in China

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