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Von wegen Vollgas
25. November 2011 07:21; Akt: 25.11.2011 10:17 Print
So holen Piloten Verspätungen auf
Weihnachtszeit ist Reisezeit und damit auch Verspätungszeit. Da beruhigt die Durchsage aus dem Cockpit, man werde versuchen, Zeit wettzumachen. Doch schneller fliegen ist gar nicht so einfach.

Kurz aufs Gas gedrückt - ganz so einfach ist es nicht, Verspätungen im Flugverkehr aufzuholen. (Symbolbild: Colourbox)
Verspätungen gehören zum Flugverkehr wie das Lächeln zur Stewardess. Wer die kalte Weihnachtszeit lieber in wärmeren Gefilden verbringt, sollte auch genügend Geduld einpacken. Egal ob ein verspäteter Anschlussflug, lange Schlangen vor der Sicherheitskontrolle oder ein verdächtiges Gepäckstück: Schnell verzögert sich der Abflug um eine halbe Stunde. Dann die erlösende Durchsage des Captains: «Wir werden versuchen, die Verspätung aufzuholen.» Doch können Piloten wirklich schneller fliegen, wenn sie wollen?
«Ja, aber...», sagt Pilot Daniel Pope, der dem US-Magazin «Slate» zu dieser Frage Rede und Antwort stand. In Amerika ist rund um Thanksgiving Hauptreisezeit. Die naheliegendste Vermutung, dass der Pilot einfach mehr «Gas gibt», ist praktisch ausgeschlossen.
Auf jedem Flug berechnet ein sogenanntes Flight Managament System die ideale Geschwindigkeit aufgrund verschiedener Faktoren wie Passagierzahl und Flughöhe. Sollte ein Pilot über dieses Optimum hinaus beschleunigen, wird er höchstwahrscheinlich mehr Treibstoff verbrennen. Für viele kommerzielle Airlines, die naturgemäss am Rand der Profitabilität operieren, keine Option.
Keine Chance bei Gegenwind
Was der Pilot hingegen tun kann, ist bei der Flugkontrolle eine Abkürzung zu beantragen. Standardrouten folgen meistens keiner geraden Linie und bieten somit einen gewissen Puffer. Ob diese Möglichkeit im konkreten Fall besteht, hängt allerdings vom Reiseziel, dem aktuellen Überlastungsgrad der Luftverkehrswege – und dem Wetter ab.
Das Wetter ist der wichtigste Faktor, der die Flugzeit beeinflusst. Bei starkem Gegenwind kann der Pilot wenig tun, ausser auf eine andere Flughöhe auszuweichen, wo günstigere Verhältnisse herrschen. Auch diese Möglichkeit hängt davon ab, wie stark die Luftverkehrswege überlastet sind. Flugzeuge müssen aus Sicherheitsgründen einen gewissen vertikalen Abstand zueinander einhalten. Rückenwind hingegen erlaubt ihnen, «gratis» schneller zu fliegen und somit Zeit gutzumachen.
Zu schnell kann allerdings auch Probleme verursachen: Sollte ein Flug sein Ziel zu früh vor seinem Landefenster ereichen, muss sich der Pilot über dem Flughafen in die Warteschlaufe einreihen. Gleiches gilt für Nachtflüge nach Zürich. Zu früh morgens einzutreffen ergibt aufgrund des Start- und Landeverbots von 23:30 bis 06:00 Uhr keinen Sinn.
Was sind Ihre Erfahrungen mit verspäteten Flügen und Aufholmanövern? Diskutieren Sie mit.
(kri)
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Alle 131 Kommentare

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zu früh!
Das beste ist wen man schon um halb sechs dank Rüvkenwind über den frisch verschneiten Alpen den Sonnenaufgang erleben kann =D
Fliegen, nein danke!
Ich fliege nicht, da mir die vielen Verspätungen beim Fliegen und dass ich beim Einchecke als potentieller Schwerstverbrecher behandelt werde zuwider sind. Mit der Bahn ist das Reisen dann doch noch viel kalkulierbarer. Meine bevorzugten Reiseziele im Ausland sind mit dem Zug auch immer schneller erreichbar und ich komme mitten in den Städten an. Velo- und Kulturferien in Europa bieten mir auch mehr als auf den Maledivenstränden herumzuliegen.
Verspätungen!!
Bis jetzt habe ich keine schlechten Erfahrungen wegen Verspätungen gemacht. Einmal mussten wir auf dem Rückflug AB von PM-ZRH 1h am Dock warten (Luftraum ZRH überlastet) und dann in ZRH wurden wir mit dem "Traktor" ans Dock befördert!! Ein andermal 1h warten wegen Gepäck zuviel (ohne Leute!) in ZRH -AYT. Hat aber eine halbe h aufgeholt! (mit XQ) Alle anderen Flüge waren +- on time