Unfreiwillig frei

21. November 2012 14:47; Akt: 21.11.2012 14:47 Print

Spanier will in den Knast, darf aber nichtSpanier will in den Knast, darf aber nicht

Er hat sich in den Ruin gewirtschaftet und sieht nur einen Ausweg - einen Bankraub. Der Staatsanwalt liess jedoch keine Gnade walten und liess den 35-jährigen Spanier frei.

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Ein ruinierter spanischer Unternehmer hat eine Bank überfallen, weil er ins Gefängnis wollte. Wie die Zeitung «Sur» am Mittwoch berichtete, hatte der 35-Jährige eine Bankfiliale in der südspanischen Hafenstadt Malaga mit den Worten betreten: «Ich bin bewaffnet. Dies ist ein Überfall.»

Wenig später beruhigte er die Angestellten: «Ich werde Ihnen nichts antun und auch nichts stehlen. Rufen Sie die Polizei!»

Einem Bankmitarbeiter vertraute der Mann an, dass die Schulden sein Unternehmen in den Ruin getrieben hätten und er in seiner Not einen Gefängnisaufenthalt als einzigen Ausweg sehe. Der «Bankräuber» liess sich widerstandslos von der Polizei festnehmen. Die Waffen unter seiner Jacke erwiesen sich als ein Holzknüppel und ein Küchenmesser.

Seine Rechnung ging jedoch nicht auf. Die Staatsanwaltschaft legte ihm keinen Bankraub, sondern nur eine Nötigung zur Last. Daraufhin ordnete der Haftrichter an, den Mann auf freien Fuss zu setzen.

(sda)

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
  • torheg am 22.11.2012 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Verzweiflungstat

    Wahrscheinlich wird er eine Geldstrafe bekommen um die Kassen zu füllen. Im Knast kostet er ja nur Geld.

  • Blindfisch am 21.11.2012 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ich glaube, sowas ähnliches hat schon

    ein Amerikaner gemacht. Er hatte kein Geld und eine Operation stand bevor. Er hatt dann die Bank tatsächlich 'ausgeraubt': er hat von den Angestellten 1$ verlangt. Damit wars offiziell ein Überfall und er musste ein halbes Jahr ins Gefängnis inkl. medizinischer Versorgung :-)

  • Christ am 21.11.2012 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist kein Überfall

    Theoretisch kann er sowieso nicht wegen Raubüberfall nicht angeklagt werden. Er wollte nicht mitnehmen und hat niemanden bedroht.