Manchester-Anschlag

07. Oktober 2017 03:22; Akt: 07.10.2017 06:00 Print

Eine Spur führt nach Deutschland

Der Bruder des Attentäters soll in Leipzig und Weissenfels gewesen sein. Seine Besuche könnten auf einen libyschen Zirkel zur Terrorfinanzierung in Deutschland hindeuten.

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Hashem Abedi besorgte seinem Bruder und Attentäter Salaman Abedi den Sprengstoff: Eine Frau zündet eine Kerze für die Opfer des Attentats in Manchester an. (23. Mai 2017) Von einer Überwachungskamera aufgenommen: Salman Abedi am Tag des Anschlags in Manchester. (22. Mai 2017) Über seine Bewegungen versuchen Experten zu analysieren, ob Abedi Bauteile für die Bombe auf sich trug. Was befindet sich in dem blauen Rollkoffer? Beim Anschlag in der Manchester Arena hat Abedi 22 Menschen getötet und viele weitere verletzt. Der Polizeichef von Manchester informiert nach dem Anschlag die Medien. US-Präsident Donald Trump hat in Brüssel angekündigt, dass er die Verantwortlichen für die Weitergabe interner Ermittlungsergebnisse zum Anschlag in Manchester verfolgen werde. (25. Mai 2017) Die Bewohner der Stadt rücken zusammen: Trauernde bei einer Kundgebung im Zentrum von Manchester. (23. Mai 2017) Kerzen und Botschaften in Manchester zum Gedenken an die Opfer. Kamen Jugendlichen beim Anschlag zur Hilfe: Joan Grande (rechts) und ihre Tochter Ariana. Brachte Teenager in Sicherheit: Die 48-jährige Paula Robinson wird als Heldin gefeiert. Täter identifiziert: Forensiker durchsuchen das Gelände um das Haus, in dem Salman Abedi gewohnt hat. (23. Mai 2017) «Wir haben einen Job zu erledigen»: Trainer von Manchester United, José Mourinho, in Stockholm. (23. Mai 2017) Offenbar handelt es sich bei Abedis Haus um den Ort, wo die Polizei am Morgen eine kontrollierte Explosion vorgenommen hat. Einkaufszentrum evakuiert: Menschen vor dem Arndale Shopping Center in Manchester am Tag nach dem Anschlag am Konzert von Ariana Grande. (23. Mai 2017) Gerüchten zufolge war der Evakuierung eine Bombendrohung vorausgegangen. Polizisten auf einer Brücke am Victoria-Bahnhof in Manchester. Angespannte Sicherheitslage: Polizisten patrouillieren in der Nähe der Manchester Arena. Der Attentäter war unter den Opfern: Forensiker verlassen die Manchester Arena. (23. Mai 2017) Das Gebiet um die Manchester Arena und den Bahnhof Victoria Station bleibt während der forensischen Untersuchungen gesperrt. Ein Polizist sucht die Umgebung ab. Überlebende versuchen sich zu fassen. Während des letzten Songs ertönt ein lauter Knall: Polizei und Konzertbesucher vor der Manchester Arena. (22. Mai 2017) Explosion in Manchester: Die Polizei riegelt das Gebiet um die Konzertarena ab. (22. Mai 2017) Die Polizei ist auf dem Weg zur Veranstaltungsort. (22. Mai 2017) Noch ist das Ausmass der Explosion unklar. Zu Beginn war auch nicht klar, ob es sich um einen Anschlag oder einen andersartigen Vorfall handelt. (22. Mai 2017) Die Lage ist laut Polizei unübersichtlich. (22. Mai 2017) Die Bevölkerung von Manchester ist aufgerufen, den Bereich um den Veranstaltungsort zu meiden. (22. Mai 2017) Panik in Manchester: Fans von Ariana Grande rennen aus dem Konzertsaal. (22. Mai 2017) Laut einem Sprecher geht es ihr gut: Ariana Grande bei einem Konzert. (Archivbild) Polizei meldete zunächst einen «schwerwiegenden Vorfall» an einem Konzert von Ariana Grande. (Archivbild)

Fehler gesehen?

Nach dem tödlichen Anschlag auf ein Konzert in Manchester verfolgen die Ermittler einem Zeitungsbericht zufolge auch eine Spur nach Deutschland. Der Bruder und mutmassliche Komplize des Manchester-Attentäters Salman Abedi sei zwei Mal nach Leipzig und Weissenfels gereist, berichtete der «Kölner Stadt-Anzeiger» (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Sicherheitskreise. So habe die Bundespolizei Hashem Abedi am 17. Dezember 2016 ohne Fahrkarte im Zug von Weissenfels nach Leipzig kontrolliert. Dabei habe sich der Engländer mit libyschen Wurzeln gegenüber den Beamten mit seinem britischen Führerschein ausgewiesen.

Verdacht auf Libyschen Zirkel

Abedi, der seinem älteren Bruder Salman den Sprengstoff beschafft und ihn logistisch unterstützt haben soll, soll dem Bericht zufolge drei libysche Geschäftsleute in Sachsen-Anhalt und Leipzig kontaktiert haben, die unter anderem in Weissenfels dutzende Wohnungen angekauft hätten. Alle drei Investoren seien als Geldwäscher eingestuft, hätten britische Geheimdienstbehörden kurz nach dem Anschlag vom Mai ihre deutschen Kollegen informiert. Nach britischen Hinweisen würden die deutschen Behörden dem Verdacht nachgehen, die Reisetätigkeiten Abedis könnten auf einen libyschen Zirkel zur Terrorfinanzierung in Deutschland hindeuten.

Die Staatsanwaltschaft Halle durchsuchte nach Informationen des «Kölner Stadt-Anzeigers» vergangenen Juli die Geschäftsräume eines der drei Unternehmer in Weissenfels und Leipzig. Es gehe um Steuerhinterziehung und illegale Beschäftigung von Arbeitskräften.

Hashem Abedi wurde nach dem Manchester-Attentat in seiner libyschen Heimat festgenommen. Er räumte laut libyscher Polizei ein, von den Anschlagsplänen seines Bruders gewusst zu haben. Er soll wie Salman Abedi Mitglied der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sein. Bei dem Anschlag im Mai starben 22 Besucher eines Pop-Konzerts sowie der Attentäter.

(foa/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Scirocco am 07.10.2017 07:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hypothese

    und die libysche Hass-Imame in der Schweiz könnten damit zu tun haben, ist diese Frage abwegig? Winterthur und Biel lassen grüssen... Natürlich weiss man das nicht. Überrascht wäre ich nicht. Worauf wird gewartet, diese Elemente auszuweisen? Deren Familien können mitreisen. Rechtstaat hin oder her: wer unsere Vernichtung wünscht, braucht den Rechtstaat nicht, hat keinen Anspruch.

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  • Bs am 07.10.2017 08:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Invasion in Europa

    Italien hat schon mehrmals Deutschland gewarnt, dass in Leibzig und Duisburg sich IS Sympathisanten verstecken und diese Europa jederzeit angreifen können. Deutschland redet alles hinunter, der Ball schön flach halten, sonst wäre die Merkel nicht nochmals gewählt worden.

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  • DS am 07.10.2017 08:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es bleibt so

    Ich sehe es wie eigentlich alle meine Vorredner. Striktes und hartes durchgreifen bei allen die ursprünglich nicht von hier stammen und sich (um es kurz zu halten) daneben benommen haben. Nur leider können wir reden wie wir wollen, fordern was wir wollen und uns über die Situation in Europa aufregen wie wir wollen.....Es ändert sich eh nichts. Europa wird sich verändern, zum negativen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Freund von 007 am 07.10.2017 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Facts & Figures : viel zu teuer

    Die ganze Geheimdienst- Schosse und all die nationalen Sondereinheiten sind im Verhältnis zu "Effizienz" und "Vorbeugung" viel zu teuer. Und zu schwerfällig in der Aktion. Wir erinnern uns an die Pressemitteilungen nach all den fürchterlichen Anschlägen, dass die oder zumindest ein Teil der Täterschaft eben diesen "Diensten" bekannt (!) war... Da muss zwingend mal eine klärende Reorganisation durch die Reihen - zwar top down und rundum.

  • Niklaus am 07.10.2017 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich nichts bemerkt?

    Man kann denen nicht vorwerfen hier zu seinn schliesslich wurden sie eingeladen und alle haben gejubelt jetzt einen auf empört machen ist unehrlich anders sieht es mit ihren taten aus ist ja wohl klar hier stellt sich die frage warum sie nicht bemerkt wurden?ich glaube kaum dass eine solche gruppe nicht irgendwo auffällt sei es durch benehmen oder ansichten in gesprächen das wunschdenken der politiker probleme würden mit der masse verdünnt hat sich hiermit wohl erledigt

  • M.G. am 07.10.2017 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Deutsche Austeritätspolitik

    Sei vielen Jahren wird das Personal bei Polizei und Justiz systematisch reduziert um Kosten zu sparen. Dazu kommt eine dichte Geflecht an Beziehungen zwischen legaler Wirtschaft und organisierter Kriminalität. Das Baugewerbe in NRW ist heute ein Tummelplatz der sizilianischen Cosa Nostra. Aus dem Libanon vertriebene Clans setzen heute in Deutschland ihr uraltes kriminelles Gewerbe fort: Früher raubten sie Pilger aus, heute stehlen sie im grossen Stil teure Autos. Diese Leute haben auch kein Problem damit Terrorzellen zu finanzieren solange ihre Rendite dabei stimmt.

  • Rennat am 07.10.2017 09:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ?????

    Genau so ist es! Wir wissen alle nicht, was in unsere Länder eingereist ist unter dem Asylstatus. Und immer heisst es danach, dass diese Leute und deren Kreise den Behörden bekannt waren, wegen anderen Delikten etc. Es ist höchste Zeit an unseren Gesetzen zu schrauben, dass die Bevölkerung besser geschützt wird, als diese Menschen. Erwacht doch endlich. Aber immer wieder wird uns gesagt, man könne solche Leute nicht ausweisen, weil sie im Heimatland an Leib und Leben bedroht seien! Ja dann lieber WIR?????

  • Steff am 07.10.2017 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Wir können das nur ändern wenn wir die Personenfreizügigkeit auf kündigen! Wer glaubt dass da nur friedliche Flüchtlinge kommen ist wohl im Dornröschen Schlaf. Nur mit Grenzkontrollen und Visum ist für solches beizukommen. Aber wir werden erst begreifen wenn es zu spät ist.

    • ACP45 am 07.10.2017 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Steff

      Personenfreizügigkeit hat nichts mit asyl zu tun. Aber das asylrecht muss dringend angepasst werden. Kann nicht sein, dass asyl sämtliche grenzen öffnet. Asyl ins nächste sichere land, sicher nicht auf einen anderen kontinent. Wenn diese änderungen nicht endlich gemacht werden, dann verliert das asylwesen vollends die akzeptanz der heimischen bevölkerungen. Ebenso muss nach beendigung eines konflikts das ziel sein, dass die leute zurückgehen. Ohne wenn und aber.

    • meins ist nicht deins am 07.10.2017 11:50 Report Diesen Beitrag melden

      Es ist doch schon zu spät

      die Schweiz gibt es nicht mehr. Das waren unsere Türen bei den Wohnungen offen, heute müssen die aus Sicherheitsgründen alle zu sein.

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