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AK-12, ein Volltreffer?
30. Januar 2012 18:22; Akt: 30.01.2012 18:22 Print
Todesmaschine reloaded
Höher, schneller, weiter: Mit der Kalaschnikow der fünften Generation setzt der russische Rüstungskonzern Ischmasch JSC auf eine tödliche Tradition - und schielt auf den Exportmarkt.
Es war wohl Russlands Glück, dass Michail Kalaschnikow 1941 an der Front verletzt und zu einem Entwicklungslabor für Handfeuerwaffen abkommandiert wurde: Von 1944 bis 1947 entwickelte er die berühmte AK-47. Hergestellt wurde das Sturmgewehr wie auch seine drei bisherigen Nachfolger von der Firma Ischmasch JSC, in der Mikhail Kalaschnikow früher angestellt war: Nun hat das Unternehmen den Prototyp zur fünften Generation der AK vorgestellt.
Die AK-12 muss noch getestet werden.
Das AK-12 soll moderne Gefechtsanforderungen erfüllen - ohne dabei unnötig kompliziert zu sein. Die «Pravda» berichtet, die Bauweise des Gewehrs sei relativ einfach gehalten, könne jedoch mit fast 20 Aufsätzen flexibel erweitert werden. Von Zielfernrohren über Entfernungsmesser und Nachtsichtgeräte bis hin zu Granatwerfern kann ein Spektrum an Zusatzgeräten installiert werden.
Weltmarktanteile zurückerobern
Auch ergonomisch ist das tödliche Werkzeug verbessert worden: Es kann für Links und Rechtshänder eingestellt werden und Funktionen wie Sicherung oder Feuermodus sind nun einhändig bedienbar. Apropos Feuermodus: Die AK-12 kann Einzelschüsse, drei Salven oder automatisch verschiedenste Kaliber abfeuern.
Im Laufe der Entwicklung habe Ischmasch JSC zehn Patente angemeldet, so die «Pravda». Laut Nachrichtenagentur Interfax will das Innenministerium die neue Waffe Ende 2012 oder Anfang 2013 testen. Der Rüstungsbauer zielt bei seinem Neuling aber explizit auf den Verkauf ins Ausland ab, heisst es in der Pressestelle. «Für die Entwicklung der Firma hat die Entwicklung einer neuen Familie automatischer Waffen Priorität. Das Unternehmen will seine Anteile auf dem internationalen Markt zurückgewinnen.»
Natürlich würde Ischmasch JSC aber auch lokale Aufträge nicht verachten. «Die AK-12 ist für den Export entwickelt worden. Sie erfüllt aber auch die Anforderungen des Verteidigungsministeriums. Sollte es eine Bestellung geben, wird das Unternehmen für die Auslieferung bereit sein», heisst es.
(phi)

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