Alte Riesenschildkröte

25. Juni 2012 04:07; Akt: 25.06.2012 11:23 Print

Lonesome George ist tot

Die über 100 Jahre alte Galapagos- Riesenschildkröte Lonesome George ist gestorben. Sämtliche Versuche einer Fortpflanzung mit ihm sind in all den Jahren gescheitert.

Lonesome George machte Probleme. Da konnte auch eine Schweizerin nicht helfen. (Video: YouTube/BBC)
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Die nach Schätzungen über 100 Jahre alte Galápagos-Riesenschildkröte «Lonesome George» ist tot. Der «einsame Georg» war der letzte seiner Art. Er wurde am Sonntag von seinem Wärter auf einer Forschungsstation der Galápagosinseln tot im Gehege entdeckt.

Der Wärter Fausto Llerena fand das 90 Kilogramm schwere Tier leblos vor dem Trinknapf, wie die Naturpark-Verwaltung mitteilte. Die Todesursache sollte untersucht werden.

Mit «Lonesome George» ist die Riesenschildkröten-Unterart Chelonoidis abingdoni ausgestorben. Damit sind mittlerweile fünf von einst 15 Unterarten der Riesenschildkröten auf den Galápagosinseln verschwunden.

Das männliche Exemplar war 1972 von Ziegenhirten auf der nördlichen Insel Pinta gefunden worden. Bis dahin galt seine Unterart als ausgestorben. Erfolglos blieben Expeditionen auf der unbewohnten Insel im extremen Norden des Archipels, um weitere Artgenossen von George zu finden.

Wie alt der Koloss tatsächlich wurde, ist unbekannt. Aber die Experten gehen davon aus, dass das Tier mit dem langen Hals und dem dunkel gefärbten, etwa einen Meter grossen Panzer vor mehr als 100 Jahren geboren wurde.

Erfolglose Fortpflanzungsversuche

Auf der Forschungsstation der Insel Santa Cruz wurde mehrfach versucht, die Gene von «Lonesome George» durch Paarung mit Riesenschildkröten-Weibchen einer verwandten Unterart vom Vulkan Wolf der Insel Isabela zu erhalten.

Die Weibchen legten zwar nach 15-jährigem Zusammenleben mit «Lonesome George» mehrere Eier, die jedoch alle unbefruchtet waren. Während der letzten Jahre wurden Weibchen der noch näher verwandten Unterart der Insel Española im selben Gehege untergebracht, doch auch diese Paarungsversuche blieben bis zum Tod von «Lonesome George» ergebnislos.

Georges Artgenossen wurden über viele Jahre hinweg gejagt und ausgerottet. Seefahrer luden die Tiere als Nahrungsmittel aufs Boot, weil sie auch ohne Pflege lange Zeit bis zum Schlachten frisch blieben.

Auf die zu Ecuador gehörenden Galápagosinseln eingeschleppte Ratten fressen Eier und Nachkommen der urtümlichen Reptilien. Vielerorts wurde der Lebensraum der Riesenschildkröten zerstört.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • K. J. am 25.06.2012 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nie mehr alleine

    Nun verlierst du deinen Titel. Denn dort wo du nun bist, sind auch deines Gleichen. Nun bist du nicht mehr alleine, George! Ruhe in Frieden...

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  • sebi am 25.06.2012 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    byebye george

    und wieder einmal müssen wir uns von einer sehr beeindruckenden und alten tierart verabschieden... es stimmt much traurig..

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  • Handeln statt weinen am 25.06.2012 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Klonen

    Man könnte doch jetzt Blut oder Zellen oder was weiss ich nehmen und diese Risenschildkröte Klonen!? Oder geht das etwa nur bei Schafen? (Dolly)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Andy Meisser am 26.06.2012 16:58 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Habe stets gehofft dass es noch klappen würde. Hatte ihn auch mal besucht. Da können wir Menschen uns an der eigenenen Nase nehmen, denn dass diese Tiere dort nun neue Feinde haben (Ratten, Katzen usw) ist eindeutig unsere Schuld.

  • Bonny am 25.06.2012 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einsam....

    Habe ihn zum glck noch persönlich kennen lernen dürfen! Er war Schon damals leider einsam. R.i.p.

  • Gerd am 25.06.2012 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Es war mir eine Ehre

    Ruhe in Frieden, lieber George. Es war mir eine Ehre, Dich persönlich kennengelernt und Deinen Panzer getätschelt zu haben.

  • Martin am 25.06.2012 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    immer diese Mediengeilen Schildkröten!

    Hätte er sich fortgefplanzt hätte er nicht diese Aufmerksamkeit die er jetzt über seinen Tod hat. Merkt ihr es nicht? Geroge war doch nur Mediengeile und wollte dies asunützen bis zum bitteren Ende und wir haben nun den Salat...

  • Martin am 25.06.2012 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    100 jährig?

    Also mit 100 Jahren "könnte" ich wohl auch nicht mehr...