Frauen wegretuschiert

25. Oktober 2012 11:32; Akt: 25.10.2012 11:55 Print

Feministinnen protestieren oben ohne gegen IKEAFeministinnen protestieren oben ohne gegen IKEA

In Saudi-Arabien wurden alle Frauen aus IKEA-Katalogen wegretuschiert. Das erzürnte die Frauenrechts-Gruppe Femen: Die Aktivistinnen machten ihrer nackten Wut in einer Filiale in Hamburg Luft.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

In einer Filiale des schwedischen Möbelriesen Ikea in Hamburg haben Aktivistinnen am Mittwoch für Frauenrechte protestiert - oben ohne, und bemalt in den Farben der deutschen Flagge.

Die Mitglieder der aus der Ukraine stammenden Gruppe Femen wandten sich mit entblössten und in den deutschen Farben bemalten Brüsten gegen das Verhalten von Ikea in Saudi-Arabien, so die Nachrichtenagentur AFP. Im dortigen Katalog wurden auf allen Fotos die Frauen wegretuschiert. Ikea überprüft nach eigenen Angaben von Anfang Oktober den Fall.

«Allah hat mich sichtbar geschaffen» und «Ihr könnt uns aus dem Katalog wegschaffen, aber ihr schafft uns nicht aus der Realität», stand auf den Transparenten, welche die Aktivistinnen in der Sitzmöbel-Abteilung in die Höhe hielten.

Ursprünglich aus der Ukraine

Die Femen-Bewegung stammt ursprünglich aus der Ukraine. Die Organisation prangert Prostitution, Sextourismus und die sexuelle Belästigung von Frauen an.

Saudi-Arabien hat eine äusserst strenge Geschlechtertrennung. Das ultrakonservative Königreich ist das einzige Land der Welt, in dem Frauen das Autofahren verboten ist. Frauen brauchen die Erlaubnis eines männlichen Aufpassers, bevor sie medizinische Hilfe in Anspruch nehmen oder reisen dürfen.

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
  • Toni J am 26.10.2012 22:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Werbung

    Das Alles ist eine gute gratis Webung für Ikea! Die ganze Welt spricht über den Ikea Katalog ohne einen Rappen auszugeben! Millionen Dollar an Werbung gespart dankt diesen Brüste!:-)))) oder werden vielleicht diese AKTivisten von Ikea finanziert?

  • Toni J am 26.10.2012 22:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brüsten zeigen

    Probiert es doch in Saudi Arabien ihre Brüste zu zeigen, vielleicht gibts mehr Erfolg..........

  • Chris am 26.10.2012 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    Lachnummer Femen

    Ich habe Femen schon einige Mails mit konkreten Fragen geschrieben, aber nie eine Antwort erhalten. Einerseits sollen Frauen nicht als Sexobjekte in der Werbung dienen, wegretuschieren ist aber nun auch nicht ok. Und wie sich Femen zu der Brasilianerin stellt die sich für 78000$ verkauft näme mich auch brennend wunder. Gegen Sextourismus ist femen, aber es gibt ja Frauen die sich absichtlich verkaufen weil es viel Kohle gibt und keine Arbeit macht (Eskort). Für mich ist Femen deshalb mittlerweile eine unglaubwürdige Lachnummer, weil sie den Fünfer und das Weggli wollen, je nach Laune.