Heisse Spur

16. August 2011 04:50; Akt: 16.08.2011 08:45 Print

Erste Festnahme nach «Bomben»-Erpressung

Zehn Stunden hing die australische Studentin Madeleine Pulver Anfang August an einer vermeintlichen Bombe. Jetzt hat die Polizei in den USA einen Verdächtigen festgenommen.

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Das Schicksal von Madeleine Pulver hielt vor zwei Wochen ganz Australien in Atem. Fast zehn Stunden lang bangte die 18-jährige Studentin aus dem reichen Vorort Mosman um ihr Leben, nachdem ein vermummter Mann einen vermeintlichen Sprengsatz an ihr angebracht hatte. Dann stellten Sprengstoffexperten fest, dass es sich bei der Bombe um eine ausgeklügelte Attrappe handelte.

Zwei Wochen später hat die Polizei nun offenbar eine heisse Spur. In den USA wurde ein Verdächtiger festgenommen, der in Zusammenhang mit der Bombenattrappe gebracht wird. Der 50-Jährige sei um 5.30 Uhr Ortszeit in einem Appartement in Louisville im US-Staat Kentucky gefasst worden, erklärte die australische Polizei. Man werde die Auslieferung nach Australien beantragen.

Verbindungen zwischen Verhaftetem und Familie

Polizeisprecher Dave Hudson erklärte, es gebe Verbindungen zwischen dem Verdächtigen und der Familie des Opfers, «allerdings keine direkten Verbindungen». Der Verdächtige habe Angehörige in Australien und den USA. Der Mann flüchtete wenige Tage nach dem Überfall aus Australien.

Nach dem Überfall erklärte die Polizei, sie gehe von einem Erpressungsversuch aus. Der maskierte Mann, der tagsüber in das Haus von Madeleine Pulver eindrang und ihr den vermeintlichen Sprengsatz um den Hals befestigte, habe eine Liste mit Forderungen hinterlassen, bevor er flüchtete.

(meg/dapd)