Jahrhundertflut in Texas

30. August 2017 14:17; Akt: 30.08.2017 14:17 Print

Jetzt geht die Angst vor Alligatoren um

Die Menschen rund um Houston haben nicht nur Angst um ihr Hab und Gut. Durch die Flut drohen auch Hunderte Reptilien aus einem Tierpark zu entkommen.

Ameisen, Alligatoren, Fledermäuse: Sturm Harvey hat auch Einfluss auf die Tierwelt. (Video: Tamedia/Storyful)
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Die unter der Hochwasser-Katastrophe leidenden Menschen in Texas müssen auch noch befürchten, dass wegen des steigenden Wassers Hunderte Alligatoren aus einem Tierpark ausbrechen. Denn auch der Abenteuerpark Gator Country nordöstlich von Houston wurde überschwemmt.

Das Wasser stieg bis kurz unter die Zäune der Alligatorengehege, wie Parkchef Gary Saurage dem Fernsehsender KFDM sagte. «Wir wissen nicht, was wir tun sollen», gestand Saurage ein. Die Zäune sind die einzigen Barrieren, die die rund 350 Alligatoren zurückhalten.

Nur die zwei grössten Alligatoren des Parks, Big Al und Big Tex, wurden sicherer untergebracht. Auch andere gefährliche Tierarten wie Giftschlangen und Salzwasser-Krokodile hatten die Mitarbeiter des Tierparks wegen des Sturms Harvey vorsorglich aus ihren Gehegen in Käfige gebracht.

Experte beschwichtigt

Alligatoren kommen im Südosten von Texas auch in freier Natur vor und können einen Menschen problemlos töten. Der Alligatoren-Beauftragte des Bundesstaates Texas, John Warren, versuchte, die Sorgen der Anwohner mit einer eher fatalistischen Äusserung zu zerstreuen. «Wenn manche ausbrechen, ist das nur ein Tropfen auf den heissen Stein angesichts der wild lebenden Population», sagte Warren am Dienstag der Zeitung «Houston Chronicle».

Ausserdem würden die Alligatoren des Tierparks sich wahrscheinlich nicht allzu weit von ihrer üblichen Futterquelle weg bewegen. Er verstehe aber, dass die Furcht vor den Alligatoren «eine legitime Sorge» sei, sagte der Reptilien-Experte.

(mlr/sda)