Weiblicher Serialkiller

13. April 2012 08:16; Akt: 13.04.2012 14:52 Print

«Schwarzer Witwe» droht Todesstrafe

Sie hat drei Männer skrupellos ausgeraubt und ermordet. Jetzt wurde die 37-jährige Japanerin Kanae Kijima von einem Gericht im Distrikt Saitama zum Tode verurteilt.

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Kanae Kijima wählte ihre Männer sorgfältig aus. Über Datingsites lernte sie ihre späteren Opfer kennen. Sehr schnell kam es zwischen ihr und den Männern zu Liebesbeziehungen. Dann verschwanden diese plötzlich unter mysteriösen Umständen.

Die Leiche von Yoshiyuki Oide, einem 41-jährigen Angestellten aus Tokio, wurde am 6. August 2009 in einem gemieteten Auto in Fujimi gefunden. Ermittler fanden heraus, dass ihn Kijima um 5 Millionen Yen erleichtert hatte. Der Mann wurde mit Kohlenmonoxid vergiftet. Die Polizei fand auch Spuren von Schlaftabletten in seinem Blut. Kijima wurde nur Tage zuvor mit dem Opfer gesehen.

Auch für die Morde an Takao Terada, einem 53-jährigen Mann aus Tokio, und am 80-jährigen Kenzo Ando aus Noda ist Kijima verantwortlich. Letztere Leiche fand die Polizei nach einem Hausbrand.

Motiv: Leben in Luxus

«Die Morde sind extrem skrupellos geplant», sagte Richter Okuma gegenüber dem «Tokyo Reporter». «Um ein Leben in Luxus zu führen, hat sie betrogen und Geld geklaut. Dann hat sie der Liebesbeziehung durch Mord ein Ende gesetzt.» Die Verteidigung machte geltend, dass es Selbstmorde gewesen seien. Die Männer hätten sich selber umgebracht, weil Kijima gedroht hatte, sie zu verlassen.

Aufgrund von Indizien wurde dann entschieden: Die «Schwarze Witwe», wie Kanae Kijima in den japanischen Medien genannt wird, fand keine Gnade und wurde zum Tode verurteilt.

(kub)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • der Mechaniker am 14.04.2012 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist Mensch?

    Keine Strafe der Welt, kann geschehenes Unheil ungeschehen machen. Gewisse Taten werden durch ihre immense Tragweite nie Gerechtigkeit widerfahren. Schlussendlich geht es ums Prinzip, die Tatsache was den Mensch zum Menschen macht nie zu vergessen. Nämlich den Grundsatz der Unantastbarkeit des Lebens, für alle Zeit und für jeden zu wahren.

  • Peter K am 13.04.2012 08:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch kommentar unter mir

    Ich war mehrere jahre in japan. Hat nichts mit den gesetzen zu tun. Sondern mit der kultur und den sitten in japan. Die gesetze sind zbsp in china oder thailand noch um einiges härter und doch sind die leute dort nicht so anständig wie die japaner...

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  • schlufi am 13.04.2012 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Schon vollstreckt?

    Gemäss Infografik werden in Japan zum Tode verurteilte erst am Morgen ihrer Hinrichtung informiert...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • der Mechaniker am 14.04.2012 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist Mensch?

    Keine Strafe der Welt, kann geschehenes Unheil ungeschehen machen. Gewisse Taten werden durch ihre immense Tragweite nie Gerechtigkeit widerfahren. Schlussendlich geht es ums Prinzip, die Tatsache was den Mensch zum Menschen macht nie zu vergessen. Nämlich den Grundsatz der Unantastbarkeit des Lebens, für alle Zeit und für jeden zu wahren.

  • B. F. am 13.04.2012 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schw. Witwe

    Keiner hat das Recht jemandem das Leben zu nehmen! Ich finde es auch nicht richtig dies mit einem Gesetz zu gerechtfertigen, im Grunde ist es noch ein Mord! Kinderschänder und Sexualtäter plädieten auf psychisch krank und werden nicht mal richtig eingesperrt, die "armen" sind ja krank....

    • Hanfred am 13.04.2012 14:28 Report Diesen Beitrag melden

      brain drain...

      @B.F wollen Sie Mörder Straffreiheit geben, oder wie ist ihr Post zu verstehen?!? Sie sollten dringend die Strafprozessordnung + StGB lesen - vielleicht kuriert Sie dies vom Humbug, den Sie schreiben! Kinderschänder sind übrigens SexualSTRAFtäter - und werden sehr wohl eingesperrt - entweder im Knast oder in der geschlossenen. Nach der "offiziellen" Strafe folgt oft eine Verwahrung. Googlen Sie Frank Urbaniok. Ist diesbezüglich eine Korephäe.

    • L.R. am 13.04.2012 15:02 Report Diesen Beitrag melden

      Auge um Auge:Zahn um Zahn

      Und wie soll mann in der Ch vorgehen wenn jemand eine andere Person umbringt????Ich bin ganz klar für die Todesstrafe sofern die Beweise vorliegen!!!!Angst vor solcher Strafe muss ja nur jemand haben der "Schuldig " ist!!!Und daher würde es sicher mehr "abschreckung" bringen wenn man so bestraft wird(klar wird mann niemals alle Verbrechen damit verhindern können, aber sicher die Mehrheit!!!

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  • Jens Agerer am 13.04.2012 08:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Japans Gesetze vergleichbar mit den unseren

    Warum sollen Steuerzahler für diese Verbrecher aufkommen? 3 Menschen auf dem Gewissen, die Gesetze in Japan sind nicht härter als bei uns, in diesem Fall geht es auch nicht um einfachen Totschlag

    • Sunking The am 13.04.2012 11:46 Report Diesen Beitrag melden

      mehr kosten

      Lebenslang im Gefängnis ist billiger als die Todesstrafe...

    • CH-Bürger am 13.04.2012 12:21 Report Diesen Beitrag melden

      @Sunking The

      Das mag ich nicht so recht glauben. Schon gar nicht ist dies weltweit der Fall.

    • Tom Nemus am 13.04.2012 12:23 Report Diesen Beitrag melden

      Wie bitte?

      Das lebenslang billiger sein soll als die Todesstrafe finde ich nicht logisch..Quelle?

    • A.J. am 13.04.2012 15:06 Report Diesen Beitrag melden

      Gerechte Strafe.....

      @SUNKING wieso soll die Todesstrafe teurer sein als Lebenslängliche Haft??Wie rechnen Sie den....???

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  • schlufi am 13.04.2012 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Schon vollstreckt?

    Gemäss Infografik werden in Japan zum Tode verurteilte erst am Morgen ihrer Hinrichtung informiert...

    • schnügl am 13.04.2012 09:03 Report Diesen Beitrag melden

      nicht ganz

      Nein, das ist so zu interpretieren, dass sie erst am Morgen der Hinrichtung informiert wird das es heute passiert.

    • ellle am 13.04.2012 09:09 Report Diesen Beitrag melden

      eher nicht

      der todeskandidat wird über das datum nicht informiert.. das er sterben soll, wurde mitgeteilt. man lebt einfach mit einer unangenehmen ungewissheit.

    • Billy Blue am 13.04.2012 09:51 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ganz

      Sie werden schon zuvor darüber informiert, dass sie zum Tode verurteilt sind, das Datum wird aber nicht preisgegeben. Erst am Tag der Hinrichtung. Ich finde das noch heftig, da man nicht weiss, wann das letzte Stündlein geschlagen hat...

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  • Peter K am 13.04.2012 08:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch kommentar unter mir

    Ich war mehrere jahre in japan. Hat nichts mit den gesetzen zu tun. Sondern mit der kultur und den sitten in japan. Die gesetze sind zbsp in china oder thailand noch um einiges härter und doch sind die leute dort nicht so anständig wie die japaner...

    • Japankenner am 13.04.2012 09:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Aug' um Auge, Zahn um Zahn

      Aber tot ist tot - ob Opfer oder Täter - auch in Japan, oder?

    • Hans Oden am 13.04.2012 11:45 Report Diesen Beitrag melden

      @japankenner

      Sind Sie auch für die Todesstrafe bei fahrlässiger Tötung? Denn tot ist ja tot - ob Opfer oder Täter - auch bei Unfällen, oder?

    • Skeptiker am 13.04.2012 15:19 Report Diesen Beitrag melden

      Moment mal...

      Anständige Japaner? Reden Sie etwa von denen, die die Fehler von Fukushima vertuschen wollten, um ihr Gesicht zu wahren, die falsche Fakten über Wale verbreiten, nur um den versiegenden Markt wieder aufzupäppeln, oder die Frauen nach der Geburt 3 Monate aus ihrem Haus verbannen, weil sie "unrein" sind???

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