Wegen 50 Cent gefeuert

22. Februar 2017 22:48; Akt: 22.02.2017 22:48 Print

Burger King zahlt 46'000 Dollar an Ex-Angestellte

Fast ein Vierteljahrhundert hatte eine Frau für Burger King geschuftet und flog dann wegen einer Lappalie raus. Jetzt wurde die 55-Jährige entschädigt.

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In dieser Burger-King-Filiale in Vancouver arbeitete Usha Ram bis sie wegen eines Missverständnisses entlassen wurde. (Bild: Google Maps)

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Usha Ram ist Gerechtigkeit widerfahren: Die 55-jährige Einwanderin von den Fidschi-Inseln arbeitete knapp 25 Jahre bei Burger King im kanadischen Vancouver, als sie im Dezember 2013 ihre Kündigung erhielt. Der Grund: Sie soll ein Menü aus Burger, Pommes frites und Limonade gestohlen haben.

Ein Gericht verurteilte ihren Ex-Arbeitgeber in der vergangenen Woche zur Nachzahlung eines Jahresgehalts und zu einer Entschädigungszahlung – insgesamt 46'000 Dollar. Im Verlauf des Prozesses zeigte sich, dass die Frau nicht einmal einen Diebstahl begangen hatte, sondern ein sprachliches Missverständnis vorlag, wie die «Vancouver Sun» schreibt.

Sprachliche Schwierigkeiten führten zur Anzeige

Die Burger-King-Mitarbeiter in der Filiale haben während ihrer Schicht Anspruch auf Gratis-Getränke sowie Mahlzeiten zum halben Einkaufspreis. Als Ram eines Abends Hunger bekam und feststellte, dass sie ihr Portemonnaie vergessen hatte, bat sie ihre Vorgesetzte darum, sich einen «Fisch» mitnehmen und am nächsten Tag bezahlen zu dürfen.

Daraufhin packte sich die langjährige Angestellte ein Menü, bestehend aus Fisch-Burger, Pommes und einem Getränk, ein. Als sie einen Tag später ihre Kündigung erhielt, war ihr Erstaunen gross: Ihre Kollegin, die ebenfalls von den Fidschi-Inseln stammt, hatte sie des Diebstahls bezichtigt, denn sie war davon ausgegangen, Ram habe nur einen Burger, nicht ein ganzes Menü nehmen wollen. Beide hatten sich in ihrer Landessprache unterhalten, weil Ram nur schlecht Englisch spricht. Das Wort «Burger» oder «Sandwich» gibt es nicht auf Fidschi-Hindi.

(mlr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • marart am 22.02.2017 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Wer solche "Kollegen" braucht keine Feinde mehr. Unglaublich

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  • Doni am 22.02.2017 23:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viele offene Fragen

    Was ist das für eine Arbeits"kollegin"? Wieso wird man wegen so etwas gleich gefeuert? Und wieso kann man nach 25(!) Jahren nicht genug gut englisch, um eine simple Bestellung zu machen?

    einklappen einklappen
  • Peter J. am 22.02.2017 23:29 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständliches Vorgehen

    Wie wärs, wenn man erst mal mit den "Beschuldigten" spricht? In den USA hätte das wohl eine Millionen Entschädigung nach sich gezogen, was ich in diesem Fall sogar verstehen würde. Nicht mal den Sachverhalt klären, nein sofort kündigen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • R. Hess am 23.02.2017 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    Moderne Sklaverei

    Die Kleinen erhängt man und die grossen lässt man laufen! :( die können Milliarden versenken und kriegen noch ne Millionen Abfindung. Legaler Diebstahl!

  • Ruedi am 23.02.2017 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konsequenzen

    Und was lernen wir daraus ? Burger King ist gestorben, werde nicht mehr dort einkehren.

  • Despicable me am 23.02.2017 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    One fish

    Wenn es das Wort 'Burger' nicht in ihrer Sprache existiert, was haben die bei einer einfachen Burger Bestellung ausgegeben? Und wenn dann, warum hat sie nicht einfach 'Menu' gesagt? Existiert überhaubt ein Wort, dass die Lady in 25 Jahren in Bezug auf ihrer Arbeit gelernt hat? Ich shs vor mir: one fish...und erhalte ein menu :))

  • ThinkAbout am 23.02.2017 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erschreckend

    Dieses Denunziantentum (sowieso wegen Lappalien!) ist einfach zum K.....! Weshalb kann nicht einfach jeder vor seiner eigenen Haustüre kehren? Dann gäbe es wohl weniger Hass und Gewalt auf dieser Welt.

  • Angela Ce. am 23.02.2017 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Gut so, auch der Schweiz würde es gut anstehen, wenn Arbeitgeber für klare Verfehlungen kräftig zur Kasse gebeten würden. Dies würde gewiss ein Umdenken fördern.