Täter geständig

24. Mai 2012 16:20; Akt: 25.05.2012 09:17 Print

Entführer 33 Jahre nach Tat geschnappt

1979 war in New York der kleine Etan Patz spurlos verschwunden. Nun, mehr als dreissig Jahre später, hat die Polizei seinen Kidnapper verhaftet.

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Neue Wendung im Fall des seit fast genau 33 Jahren vermissten New Yorker Jungen Etan Patz: Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hat sich ein Verdächtiger zur Tötung des Sechsjährigen bekannt. Der Mann habe bei einer Vernehmung erklärt, Patz erwürgt zu haben. Darauf habe er die Leiche in eine Kiste gelegt und diese auf der Strasse zurückgelassen. Bis auf den heutigen Tag wurde allerdings weder die Leiche noch eine solche Kiste gefunden.

Eine Anklage sei bisher nicht erhoben worden, hiess es weiter. Der Verdächtige wurde den Angaben zufolge am späten Mittwochabend im US-Staat New Jersey festgenommen. Seine jüngsten Aussagen müssten noch geprüft werden.

Auf dem Weg zur Schule verschwunden

Der sechsjährige Etan Patz war 1979 in einer gefährlichen Gegend von New York auf dem Weg zu seinem Schulbus verschwunden. Der festgenommene Verdächtige arbeitete damals in einem Lebensmittelgeschäft in unmittelbarer Nähe von Patz' Wohnort, zog jedoch kurz nach Verschwinden des Jungen nach New Jersey.

Er war bereits in der Vergangenheit mit dem Fall in Verbindung gebracht worden. Nach einem telefonischen Hinweis kamen ihm die Ermittler schliesslich auf die Spur.

Lange Suche

Der Fall Etan Patz hatte einst in den USA für Aufsehen gesorgt und eine Debatte über die Sicherheit unbeaufsichtigter Kinder ausgelöst. Am Freitag sind es genau 33 Jahre, seit der Junge das letzte Mal gesehen wurde.

Als Hauptverdächtiger galt lange Zeit ein wegen Kindesmissbrauchs verurteilter Mann, der derzeit im Staat Pennsylvania in Haft sitzt. Im Jahr 2010 hatte ein Staatsanwalt in New York angekündigt, die Ermittlungen neu aufzurollen.

Im April hatte die Polizei zuletzt aufgrund von Hinweisen einen Kellerraum in Manhattan ausgegraben, in dem ein Bekannter von Patz' Familie damals eine Werkstatt hatte. Bei der Ausgrabung wurden aber keine menschlichen Überreste gefunden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Senta am 24.05.2012 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    R.I.P

    Jetzt haben seine Eltern endlich Gewissheit. Es muss schlimm sein nicht zu wissen was mit dem Kind ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Senta am 24.05.2012 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    R.I.P

    Jetzt haben seine Eltern endlich Gewissheit. Es muss schlimm sein nicht zu wissen was mit dem Kind ist.

    • Urs Berger am 24.05.2012 20:04 Report Diesen Beitrag melden

      Was meinen Sie?

      Sie wissen doch immer noch nicht, was mit ihrem Kind ist!?

    • Dänu am 24.05.2012 20:06 Report Diesen Beitrag melden

      Ungewiss

      Schön wär's ja aber leider haben die Eltern alles Andere als Gewissheit, denn der "Täter" hat sich selber mit der Tat in Verbindung gebracht und die Polizei hat keine Beweise gefunden. Die Eltern müssen sich alles wieder vor Augen führen und die Ungewissheit bleibt oder ist wieder da......

    • Antitheist am 24.05.2012 20:30 Report Diesen Beitrag melden

      "für tot" wurde er durchs gesetz erklärt, genau wie bruno manser (nie ein leichnam gefunden). zuerst gilt man als verschollen, und jahre später wird man quasi als "tot in abwesenheit" erklärt. die eltern haben auch heute keine gewissheit, leider.

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