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MeteoSchweiz vs. Kachelmann
28. August 2011 15:33; Akt: 28.08.2011 15:33 Print
«Ohne Warnung hätte es auch Kritik gehagelt»
Jörg Kachelmann hat mit seiner Kritik an MeteoSchweiz eine Diskussion ausgelöst. Die Sturmwarnung sei stümperhaft gewesen, finden die einen Leser. Lieber einmal zu viel warnen, die anderen.
Schnee statt Sturm: Das Wetter am 26. August 2011 hat zum Knatsch zwischen Jörg Kachelmann und MeteoSchweiz geführt. Die Wetterzentrale des Bundes warnte vor einem Sturm der Stufe 4 - «eine groteske Fehleinschätzung», findet Kachelmann.
Für die Sturmwarnung von Meteoschweiz und dem Bund am Freitag hat es Kritik gehagelt: «Diese Wetterprognose war eine groteske Fehlleistung», kritisiert Jörg Kachelmann gewohnt unverblümt in der SonntagsZeitung. Und Kollege Peter Wick von Meteonews doppelte im «Sonntagsblick» nach: «Es scheint, dass sich MeteoSchweiz eine Übung auf Kosten und auf den Schultern der Bevölkerung erlaubt hat.» Der Wetterdienst des Bundes hatte am Freitag erstmals eine Unwetterwarnung der Stufe 4 heraus, die über Fernsehen und Radio verbreitet werden muss. Zwar kam der Schnee, der grosse Sturm blieb aber aus. Die Fehleinschätzung und die Kritik lösten unter den Lesern von 20 Minuten Online eine heftige Diskussion aus. MeteoSchweiz kam dabei nicht gut weg.
Infografik Der Fall KachelmannLeser Dan M. etwa findet, dass die Warnung ein Beweis dafür sei, «dass Bundesorganisationen stümperhaft arbeiten und nur viel kosten». Er würde deshalb gleich zum drastischen Mittel greifen und «MeteoSchweiz schliessen». Fredi S. hat selbst etwas den Wetterfrosch gespielt und den Tag vor dem Wetter-Radar verbracht. «Und habe um 15 Uhr gesehen, das etwas nicht stimmen konnte. Die Gewitterwolken zogen bei Basel nach Deutschland weiter. (…) Das hätte MeteoSchweiz auch erkennen sollen.» Leser «Wanderer» fühlt sich durch die kritisierte Vorhersage in seiner Beobachtung bestätigt, dass «die Prognosen von Kachelmann besser sind». Er empfiehlt: «Keine Wandertour ohne Kachelmann-Prognose!»
«Unwetterwarnung? Ich habe keine Unwetterwarnung mitbekommen»
Peter findet, dass es keine Kunst sei im Nachhinein zu sagen, dass es nicht so schlimm komme. «Lieber eine Warnung zu viel als zu wenig.» Sein Urteil deshalb: «Gute Sache, MeteoSchweiz.» Unterstützung erhält er von Reto Steinhauser, der auf die Schwierigkeit der genauen Prognosen hinweist und Kachelmann rät, ruhig zu sein. «Eine meteorologische Fehleinschätzung ist immer möglich. Auch bei ihm», schreibt Steinhauser. «Sind wir doch froh, dass der grosse Sturm ausblieb.»
Leser «Mr. Doom» findet die Prognose gar nicht so falsch: «Ich wollte dieses Wochenende in die Berge. Ich war froh, dass die Warnung kam, weil dort hin wollte, wo es letztlich dann geschneit hat.» Walter Fuchs rät zu mehr Gelassenheit und fragt: «Na und? Schaden gab es ja keinen.» Was die Damen und Herren vom Restaurant Sonne allerdings nicht unterschreiben würden. Sie führen ein Restaurant mit riesiger Terrasse und erhielten aufgrund der Wetterprognose viele Absagen. «Und was passierte? Nichts - einfach lächerlich. Wir erwarten Schadensersatz!» Kohle wird es für den Schnee vom Freitag ganz sicher nicht geben. Der «Wetterfrosch» mahnt aber vor der «typisch schweizerischen» Reaktion: «Wäre der Sturm heftig gewesen und wäre nicht gewarnt worden, hätte es auch Kritik gehagelt.»
Es scheint, also Leser Rene Baumberger im Wetter-Chaos vom Freitag am besten davon gekommen ist: «Unwetterwarnung», schreibt er, «ich habe weder eine Unwetterwarnung im Radio gehört, noch im Fernsehen gesehen.»
(amc)
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Nachhinein:
Wenn schon hätten Sie, Herr Kachelmann, diese Meldung vorher von sich geben müssen, sicherlich nicht nachher! So schlau sind ALLE Besserwisser, nach dem Motto: Regnet es im mai - ist der April vorbei !!!
Rolf
Ähm, auf Twitter schrieb Kachelmann bereits am Freitag, dass die Unwettermeldung von MeteoSchweiz völlig übertrieben war und die Wettersituation falsch eingeschätzt wurde... UND klar in der Zeitung erscheint ein Interview im im Nachhinein ;-)
Ungerecht
Susanne Herr Kachelmann ist einer der besten Wetterfröschen die wir haben. Auf ihn konnte ich mich immer verlassen. Es ist möglich, dass sie ihn nicht mögen, ihm aber seine Topfähigkeiten abzusprechen ist einfach nur ....
lieber so als andersrum
hätten sie nicht gewrnt und es wäre gröber gekommen, dann könnte Kachelmann und die andern kritisieren. So ist es doch besser. Im Nachhinein sond doch eh alle immer gescheiter und der Kachelmann...was will der überhaupt noch.
wer will kachelmann schon hören?
Wer will den schon Kachelmann hören, braucht er Publicity? Er muss sich wohl wieder in Spiel bringen! lieber einmal zu viel als bei zu wenig, nachher den Schaden haben.