Hurrikan «Harvey»

28. August 2017 16:09; Akt: 28.08.2017 20:25 Print

Dallas bereitet sich auf Tausende Gestrandete vor

Wegen Hurrikan «Harvey» werden in Houston Vororte zwangsevakuiert. Präsident Trump hat auch für Louisiana den Katastrophenfall ausgerufen.

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Sorge um Giftstoffe: Mindestens fünf Giftmüll-Lager nahe Houston wurden überschwemmt, hier das Highlands Acid Pit. (31. August 2017) Geld aus Washington soll helfen: Überflutetes Haus in Texas. (1. September 2017) Firma bestätigt Vorfall: Zwei Explosionen in überfluteter Chemiefabrik in Texas. Explosionsgefahr bei Arkema: Ein Lastwagen bahnt sich einen Weg durch die Wassermassen, um die Chemiefabrik zu erreichen. (30. August 2017) Die Stiftung von Schauspieler Leonardo DiCaprio spendet eine Million Dollar für Betroffene des Sturms. Viele weitere Stars spendeten Geld für die Betroffenen des Sturms. Schauspielerin Sandra Bullock gab eine Million Dollar an das Rote Kreuz. Die Betroffenen brauchen jede Hilfe, die sie kriegen können: Zwei Frauen umarmen sich mitten in den Fluten von Houston. (30. August 2017) Harvey zieht nach Norden weiter: Anwohner bahnen sich ihren Weg durch die Strassen in Houston, Texas. (30. August 2017) Ein Helfer watet durch das kniehohe Wasser. Mit Booten und zu Fuss: Menschen bringen sich vor dem Sturm Harvey in Sicherheit. (28. August 2017) Kampf gegen die Fluten: Eine Gruppe von Männern schiebt einen Wagen durch die überschwemmten Strassen in Houston. (27. August 2017) Laut Vorhersagen soll die viertgrösste Stadt der USA auch in den kommenden Tagen von schweren Regenfällen heimgesucht werden. Kämpft mit dem Sturm Harvey: Die viertgrösste Stadt der USA – Blick auf Downtown Houston. (27. August 2017, Ortszeit) Zahlreiche Highways sind überflutet wie dieser in Houston. (27. August 2017) Die Skyline Houstons vom überfluteten Highway 288 aus gesehen. (27. August 2017) Menschen helfen sich gegenseitig im Quartier Hidden Valley in Houston. (27. August 2017) Eine Frau trägt ihren Hund Simba, nachdem sie ihr Haus in Houston verlassen musste. (27. August 2017) Auch das Harris County ist stark von den Überschwemmungen betroffen: Ein Sheriff des Bezirks eilt einem Mann zu Hilfe, der mit seinem Auto stecken geblieben ist. (27. August 2017) Der Autohalter kann aus den Fluten gerettet werden. Wegen der schweren Überschwemmungen in Texas hat der US-Staat 3000 Mitglieder der Nationalgarde und der Staatsgarde aktiviert. 500 Fahrzeuge und 14 Flugzeuge sind im Einsatz. Nachbarschaftshilfe: Mit ihren eigenen Booten helfen die Menschen in Friendswood einander bei der Evakuierung. Überfluteter Friedhof in Pearland. Verwüstung am Hafen von Port Lavaca: Dieses Boot fiel dem Unwetter zum Opfer. (27. August 2017) Der Fluss Brays Bayou ist übergelaufen: Zwei Männer in einem Kajak kämpfen gegen das Wasser an. Kein Land in Sicht: In Pearland steht eine Werbetafel einer Immobilienfirma unter Wasser. Hurrikan fegt über Texas: Nahe Victoria wurde ein Wohnmobil Opfer von Harvey. (26. August 2017) Auch dieser LKW nahe Edna konnte dem Sturm nicht standhalten. Der Sturm hat in Fulton, Texas, eine Schneise der Verwüstung hinterlassen... ...und Häuser abgedeckt. (26. August 2017) Der Hurrikan hat sich am Sonntagmorgen zu einem Tropensturm abgeschwächt, der andauernde Regen stellt aber noch eine grosse Gefahr dar: Auch Einhörner müssen als Rettungsboote herhalten. (26. August 2017, Ortszeit) Ein Restaurant im Süden Texas erlitt Totalschaden. Auch in Bayside hinterliess Harvey ein Bild der Verwüstung. Die Nasa veröffentlicht eindrückliche Bilder: Die Naturgewalt ist auch aus dem All von der ISS zu sehen. Hurrikan Harvey hat gewütet: Umgeknickte Ampel in Corpus Christi. (25. August 2017) Ein Baum blockiert eine Strasse in Corpus Christi. Harvey erreichte Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h: Ein Autofahrer bahnt sich seinen Weg durch Corpus Christi. Mit peitschendem Regen ist Harvey am späten Freitagabend auf Land getroffen. Die Nasa veröffentlicht eindrückliche Bilder: Das Auge des Hurrikans von der ISS aus gesehen. Harvey könnte der schwerste Sturm seit 12 Jahren werden. (25. August 2017) Noch halten sich einige Bewohner am Strand auf. (25. August 2017) Die Situation in Corpus Christi, Texas: Ein Lastwagen ist bereits in Schräglage geraten. (25. August 2017) In Crystal Beach sorgte Harvey bereits für meterhohe Wellen. (25. August 2017) Nicht mehr mobile Menschen wurden mit dem Krankenwagen evakuiert. «Sei nett, Harvey»: Für den Sturm wurde an der Wand eines Ladens in Port Aransas eine Botschaft hinterlassen. (24. August 2017) Lebensmittelläden sind bereits leer gekauft und ... ... die Bewohner von Corpus Christi bereiten sich auf die Evakuierung vor. Die Menschen warten auf einen Bus, ... ... der sie nach San Antonio bringen soll.

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Unablässiger Starkregen in der Folge des Hurrikans «Harvey» hat in der texanischen Metropole Houston Tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Die Meteorologen erwarten weiter steigende Wasserstände bis Ende der Woche.

In Houston, der viertgrössten Stadt der USA, kam der Flugbetrieb an den beiden wichtigsten Flughäfen zum Erliegen, darunter auch das vielbeflogene Luftverkehrsdrehkreuz George Bush Intercontinental Airport. Zwei Spitäler mussten evakuiert werden.

Allein das Rote Kreuz bereitete sich in der Nacht zum Montag auf die Versorgung von bis zu 28'000 Personen vor, die durch die Fluten obdachlos geworden sind. Das Sheriffsbüro des Landkreises Harris setzte zur Rettung Motorboote ein, andere Menschen wurden auf Lastwagen in Sicherheit gebracht.

Strassen unter Wasser

Auch die wichtigsten Schnellstrassen waren von den Überschwemmungen betroffen. «Es ist verrückt», sagte der Anwohner John Travis der Nachrichtenagentur AFP. «Die Strassen, auf denen du täglich fährst, sind vollständig unter Wasser.»

Hurrikan Harvey brachte in Houston über 1,3 Meter Niederschlag. (Video: Tamedia/AFP/Storyful)

Innerhalb von 15 Stunden wurden in Houston 56'000 Notrufe registriert – sieben Mal mehr als üblich. Die städtische Katastrophenschutzbehörde forderte die Einwohner auf, sich aufs Dach zu retten, wenn das oberste Stockwerk ihres Hauses nicht mehr sicher sei.

Zwangsevakuierung von Vororten

Die Behörden haben die Zwangsräumung der südwestlichen Vororte Houstons in Fort Bend County angeordnet. Sie gelten vor allem für die Deichbezirke entlang des Brazos Rivers. Die Wassermassen könnten Deiche überfluten und möglicherweise brechen. Bisher war den Einwohnern am Brazos nur dringend empfohlen worden, ihre Häuser zu verlassen und höher gelegene Orte aufzusuchen.

Die Stadt bot öffentliche Gebäude als Notunterkünfte für Menschen an, deren Häuser überflutet wurden. Der Sender ABC zeigte Bilder eines Vaters und seines sechsjährigen Sohnes, die per Helikopter aus dem zweiten Stock ihres Hauses gerettet wurden. Beide trugen nur einen Rucksack bei sich.

Laut Vorhersagen soll die viertgrösste Stadt der USA auch in den kommenden Tagen von schweren Regenfällen heimgesucht werden. Die Stadt Dallas bereitet sich auf Tausende Gestrandete vor. Sie machte ihr Kongresszentrum zu einer Herberge für Flutopfer, wie CNN berichtete. Bis zu 5000 Menschen können dort unterkommen.

Trump will Katastrophengebiet besuchen

Präsident Donald Trump will sich am Dienstag vor Ort ein Bild von der Lage machen. Auf Ersuchen des texanischen Gouverneurs Greg Abbott hatte Trump bereits am Freitag für Teile von Südtexas den Notstand ausgerufen. Damit können rascher Bundeshilfen ins Katastrophengebiet fliessen. Trump rief auch für den Bundesstaat Louisiana den Katastrophenfall aus

Abbott erklärte 50 Bezirke zu Notstandsgebieten. Ihm zufolge sind 3000 Angehörige der Nationalgarde aktiviert und 250 Fernstrassen geschlossen worden. Insgesamt gab der Nationale Wetterdienst der USA (NWS) Flutwarnungen für ein Gebiet von New Orleans bis nahe San Antonio heraus. Betroffen wären damit etwa 13 Millionen Menschen.

Der Gouverneur von Texas hat angekündigt, weitere 1000 Soldaten der US-Nationalgarde in die von Hurrikan «Harvey» getroffene Stadt Houston zu entsenden. Diese sollten am Montag dort eintreffen, wie Greg Abbott auf Twitter mitteilte. Texas habe 3000 Mitglieder der National- und Staatsgarde im Einsatz.

Auswirkungen übersteigen alle Erwartungen

Der texanische Gouverneur Greg Abbott sagte, auch nach der Herabstufung von «Harvey» zu einem Tropensturm verschlimmere sich die Lage in den betroffenen Gebieten weiter. Die Zustände seien «schlecht und werden schlimmer», sagte Abbott am Sonntag dem US-Nachrichtensender Fox News.

Hurrikan Harvey sorgt auch für Spass

Nach dem Abflauen des Sturms droht die Gefahr nicht mehr durch Windböen, sondern durch die massiven Regenfälle, die sich über Texas ergossen. Der Nationale Wetterdienst der USA gab am Sonntag eine dramatische Warnung heraus: Die Auswirkungen des Sturms seien «beispiellos» und überstiegen «alle Erwartungen». Die Bürger müssten allen Anordnungen der Behörden Folge leisten.

Trump lobt die Texaner

Am Montag hat US-Präsident Donald Trump auch für den Bundesstaat Louisiana den Katastrophenfall ausgerufen. Das Weisse Haus verkündete die Entscheidung, auf deren Grundlage Bundesmittel zur Behebung von zu erwartenden Sturmschäden freigegeben werden können. Zuvor hatte Trump bereits den Katastrophenfall für den Bundesstaat Texas ausgerufen, der bislang am stärksten von den Sturmfolgen betroffen ist.

In einer Serie von Tweets hat US-Präsident Donald Trump die Reaktion seiner Regierung auf Hurrikan «Harvey» herausgestellt. Trump erklärte am Sonntag, die Regierung bewältige ihre Aufgaben sehr gut. Der Präsident lobte ausserdem die Hilfsbereitschaft der Texaner untereinander und pries das Buch eines Unterstützers zum Thema Kriminalität in Amerika an.

Trump beschrieb immer wieder den Verlauf des Unwetters, das besonders in der Millionenstadt Houston schwere Überschwemmungen auslöste. «Wow - Experten bezeichnen #Harvey als schlimmstes Hochwasser seit 500 Jahren», schrieb der Präsident. Später fügte er hinzu: «Sogar Experten sagen, sie hätten so etwas noch nicht gesehen.» Trump bezeichnete die schweren Regenfälle als historisch.


Stärkster Wirbelsturm in zwölf Jahren

Laut Vorhersagen soll die viertgrösste Stadt der USA auch in den kommenden Tagen von schweren Regenfällen heimgesucht werden. Harvey hatte Texas am Freitagabend (Ortszeit) als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie erreicht.

Es war der stärkste Wirbelsturm seit zwölf Jahren, der das US-Festland traf. Am Sonntag wurde ein dritter Todesfall bestätigt: Ein Frau starb in Houston, als sie sich auf einer überfluteten Strasse aus ihrem Auto retten wollte.

(oli/sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Prof.Donnerwetter am 28.08.2017 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Klimaabkommen

    Hallo Houston ! Wir haben ein kleines Problem : Donald Trump erklärt den Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen.

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  • HpM am 28.08.2017 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kalt geduscht

    Für Herr Trump gibt es aber keine Klimaveränderung:-(

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  • Holzwurm am 28.08.2017 09:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1,5 lt/m2 Wasser !

    .. wenn ich mir die Bilder anschaue, behalte ich unser Ferienschlauchboot doch noch! Zum Glück sind nicht mehr Menschen zu Schaden gekommen, und wohin sind alle Tiere geflüchtet?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anton Zumstein am 29.08.2017 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Houston

    Man darf eben nicht Hochwasser-gefährdete Gebiete zu Bauland erklären.

  • ohnmachr am 28.08.2017 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    danke allen helfern

    was hier in den kolumnen so alles verurteilt wird ist unfair den vielen helfern gegenüber die unter einsatz ihrer ganzen kräfte auch noch leib und leben riskieren. auch wenn mein lob die helfenden und betroffenen nicht erreicht, sie alle verdienen ein grosses Danke!

  • Markus R. am 28.08.2017 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wer nicht hören will muss fühlen !

    Al Gore hat früher und Leonardo Di Caprio immer auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam gemacht. Aber die Amerikaner wollten nicht auf die Rufer in der Wüste hören, und ihr Präsident will noch aus dem Klimaabkommen aussteigen, und die Kohleindustrie anfeuern, dann müssen sie sich nicht Wundern wenn die Natur zurückschlägt.

  • Kap Verde am 28.08.2017 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    West - Ost Durchmesser ca. 450km

    Auch wenn viel über Houston berichtet wird, so ist zu berücksichtigen dass es die Gegend von Corpu Christi mit gegen 132mph getroffen hat. Houston wurde hauptsächlich vom Flutregen überrascht, wie das gesamte Land in einem Gebiet von ca. 450km. Da Wasser immer Richtung Meer fliesst, dürften die Überschwemmungen noch andauern/zunehmen.

  • Karma am 28.08.2017 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Klimaanlagen und anderes

    Wenn ein so grosses Land permanent Millionen von Klimaanlagen auf ca. 15 Grad kühlen lässt, sich dermassen beschämend im Umgang mit Nahrungsmitteln verhält, dann schlägt die Natur wohl einmal zurück.

    • Norbert am 28.08.2017 16:36 Report Diesen Beitrag melden

      @ Karma

      DAs mit den millionen Klimaanlagen haben sie nicht nur in der USA...waren sie mal in einer asiatischen Grossstadt (Bangkok oder Singapur). Aber fairerweise muss man auch sagen, so eine Hitze wie in Südostasien, Texas oder Florida kennen wir hier gar nicht...

    • Kap Verde am 28.08.2017 16:48 Report Diesen Beitrag melden

      Der Sturm hat sich auf der Strecke

      von Afrika (in Kap Verde war es schon ein Sturm), über den Atlantik, Venezuela und Golf von Mexiko (fast 9000km) aufgeladen. In Texas wurde eigentlich nur noch entladen. Somit spielen ein paar Klimaanlagen kaum eine Rolle in diesem Ereignis.

    • Frage am 28.08.2017 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Karma

      Hmmm und was haben die Bewohner von Bondo falsch gemacht ?

    • Markus R. am 28.08.2017 18:58 Report Diesen Beitrag melden

      Die ganze Schweiz hat den Energiewandel

      @Frage verschlafen. Die Schweizer inklusive Bondo hätte viel früher auf erneuerbare Energieträger und was gegen den Klimawandel machen können. Nun kommt die Quittung !

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