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Sonnen-Schredder
04. Mai 2012 16:16; Akt: 11.05.2012 15:19 Print
Schwarzes Loch verschlingt Stern
Ein letztes Aufflammen vor dem Tod. Dann wird eine Riesensonne von einem Schwarzen Loch verschluckt. Astronomen ist es gelungen, die «Verdauung» eines Gestirns in Echtzeit zu beobachten.
Die ersten Sekunden dieser Zeitraffer-Computersimulation zeigen, wie die Sonne von der Gravitation des Schwarzen Lochs angezogen wird und der Stern ab dem zwölften Tag zerreisst. (Quelle: NASA)
Astronomen haben beobachtet, wie ein gigantisches Schwarzes Loch einen Stern verschlingt. Vermutlich handelte es sich um eine Rote Riesensonne, die dem Schwarzen Loch zu nahe gekommen war und zerrissen wurde. Dies berichtet die Gruppe um Suvi Gezari von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore im Fachblatt «Nature».
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Schwarzes Loch schluckt riesige Gaswolke
Schwarzes Loch schluckt riesige Gaswolke, Teil 2Plasma-Stürme auf der Sonne
Die Sternmaterie flammte ein letztes Mal hell auf, bevor sie vom Schwarzen Loch verschluckt wurde. «Wir haben den Tod eines Sterns und seine Verdauung in Echtzeit beobachtet», erläuterte Co-Autor Edo Berger vom Harvard-Smithsonian Zentrum für Astrophysik in einer Mitteilung.
Im Zentrum der meisten Galaxien vermuten Astronomen gigantische Schwarze Löcher mit der Masse von Millionen Sonnen. Kommt ihnen ein Stern zu nahe, kann er von den gigantischen Gezeitenkräften zerrissen werden. Die Sternenmaterie wirbelt dann um das Schwarze Loch, erhitzt sich und leuchtet hell auf, bevor sie darin verschwindet.
Todeskampf des Sterns beobachtet
Solch ein Schauspiel haben die Astronomen im Sommer 2010 in einer knapp drei Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie beobachtet. Wegen der enormen Entfernung war der todgeweihte Stern nicht direkt zu sehen. Lediglich das Aufflammen seiner Materie diente den Wissenschaftlern als Forschungsgrundlage.
So konnten sie die Art des Sterns, den Zeitpunkt seines Zerreissens sowie die Masse des Schwarzen Lochs bestimmen. Dieses besitzt rund drei Millionen Mal so viel Masse wie unsere Sonne und ist damit etwa so gross wie das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstrasse.
Die Beobachtungen zeigten ausserdem, dass das Schwarze Loch der fernen Galaxie von dem zerrissenen Stern eine Menge Helium verspeiste, aber keinen Wasserstoff. Vermutlich handelte es sich daher um den Kern eines Roten Riesensterns, dem seine Wasserstoffhülle bereits bei einem früheren Umlauf entrissen worden war.
Seltenes kosmisches Drama
«Dieser Stern hat nur knapp eine Begegnung mit dem Schwarzen Loch überlebt, in der zweiten Runde kam dann sein unglückliches Ende», erläuterte Harvard-Forscher Ryan Chornock aus dem Team. Es ist nicht das erste Mal, dass Astronomen Zeugen werden, wie ein Schwarzes Loch einen Stern verschlingt.
Meist werden diese seltenen kosmischen Dramen jedoch erst bemerkt, wenn sie schon fortgeschritten sind. Das Besondere an der aktuellen Beobachtung ist, dass die Forscher den Prozess von Anfang an beobachten konnten. Daher konnten sie den Zeitpunkt, an dem der Stern zerrissen wurde, auf zwei Tage genau in das Frühjahr 2010 datieren.
(sda)
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Geschehen vor 3 Milliarden Jahren
Zitat: "Solch ein Schauspiel haben die Astronomen im Sommer 2010 in einer knapp drei Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie beobachtet." Demnach hat das Ereignis vor knapp 3 Milliarden Jahren stattgefunden und nicht im Jahr 2010. Mann konnte es erst 2010 sehen, aber das Ereignis ist vor 3 Milliarden Jahren passiert. Und vielleicht geht gerade jetzt in einem kosmischen Inferno das Universum unter - und wir sehen es erst in einem oder mehr milliarden Jahren. Zeit ist relativ - nach Einstein.
Real-time
Der Begriff "real-time" bedeutet in diesem Zusammenhang wohl, dass das Ereignis beobachtet wurde, als dessen Lichtsignal bei uns eintraf. Sie haben es quasi "durch das Teleskop" beobachtet, und nicht nicht im Nachhinein auf Photos festgestellt. Der Vergleich dazu wäre das Fussball Match das ich in "real-time" im Stadion sehe, oder als Aufzeichnung auf Video. Jedes Ereignis beobachten wir, ob Fussballmatch oder Sternexplosion, aufgrund der endlichen Lichtgeschwindigkeit immer erst wenn es schon passiert ist (Stichworte: Relativitätstheorie, Lichtkegel).
21.12.12
So wurde also der 21.12.12 berechnet, +- 2 Tage natürlich!
detail
im maya kalender ja. im gregorianischen, das ist unser kalendersystem ists der 23.
LOL
Lol überleg erst mal ein bisschen. Als ob die Maya damals schon in eine so weit entfernte Galaxie blicken konnten, wenn wir das heutzutage mit unserer Technik erst sehr spät erkennen können.
falsch herum
ausserdem schaut man in die Vergangenheit und nicht in die Zukunft -.-