Pazifik-Irrfahrt

27. Oktober 2017 08:35; Akt: 27.10.2017 09:42 Print

Seglerinnen und Hunde treiben monatelang auf See

Sie wollten mit dem Segelboot von Hawaii nach Tahiti, dann fiel der Motor aus. Zwei Amerikanerinnen und ihre Hunde wurden nach fünfmonatiger Odyssee gerettet.

Die Seglerinnen wurden mitsamt ihren Hunden gerettet. (Video: Tamedia/AFP)
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Zwei US-Seglerinnen und ihre beiden Hunde sind nach einer monatelangen Odyssee auf dem Pazifischen Ozean gerettet worden. Sowohl die beiden Seglerinnen als auch ihre tierischen Begleiter seien wohlauf, teilte die US-Marine am Donnerstag mit. Sie waren bereits im Frühling vom US-Bundesstaat Hawaii aus Richtung Tahiti gestartet. Gerettet wurden sie schliesslich rund 1450 Kilometer südöstlich von Japan – etwa 8000 Kilometer von ihrem ursprünglichen Ziel entfernt.

Videoaufnahmen der US-Marine zeigten die Rettung von Jennifer Appel und Tasha Fuiaba am Mittwoch, die ebenso wie ihre Hunde Schwimmwesten trugen. «Sie haben unsere Leben gerettet», sagte Appel.

Seglerinnen und Hunde nach monatelanger Irrfahr gerettet

Notrufe blieben unbemerkt

Der Motor ihres Segelbootes war bereits Ende Mai ausgefallen, wie die US-Marine weiter mitteilte. Dennoch seien die beiden Seglerinnen davon ausgegangen, ihr Ziel im Südpazifik mit Hilfe des Windes weiter erreichen zu können.

Normalerweise dauere es etwa 21 Tage, diese Strecke zu überwinden, berichtete der Sender KITV aus Hawaii. Als die Seglerinnen Tahiti nach zwei Monaten noch immer nicht erreicht hatten, setzten sie täglich Notrufe ab.

Die Hilferufe blieben allerdings lange Zeit ungehört, weil das Segelboot zu weit von anderen Schiffen entfernt war. Erst am Dienstag entdeckte ein taiwanisches Fischerboot die Besatzung und informierte die US-Behörden. Der US-Marine zufolge schienen sowohl die Seglerinnen als auch die Hunde bei ihrer Rettung in guter körperlicher Verfassung. Sie überlebten demnach dank ihrer Meerwasserfilters und eines Jahresvorrats an Haferflocken, Nudeln und Reis.

(kfi/sda/afp)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritiker S. am 27.10.2017 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Segelboot und Motor kaputt?

    Ich bin zwar kein Profisegler, jedoch benötigt man den Motor nur um im Hafen herum zu fahren. Auf der hohen See wird mit einem Segelboot gesegelt (was der Name ja schon sagt). Diesen zwei Mädels müsste man gleich den Schein wegnehmen wegen Nichtbeherrschen ihres Fahrzeuges.

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  • Sailor am 27.10.2017 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Segeln

    Nähme mich ja schon wunder warum sie nicht die Segel gesetzt haben. Da war wohl mehr kaputt als nur der Motor!

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  • marco polo am 27.10.2017 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    mutig, mutig

    mutig sich ohne grundlegende seglerische und nautische kenntnisse aufs meer zu wagen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kei Experte am 29.10.2017 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Komischi Story

    Ich enthalte mich mit meiner Meinung wegen dem Segeln, da ich davon absolut nichts verstehe und es nicht beurteilen kann ob es wirklich nicht möglich gewesen wäre, vorher an Land zu kommen. Jedoch frag ich mich, ob die Frauen nicht vermisst wurden? Wenn jemand von meiner Familie oder Freunde/Arbeitskollegen für geplante 3Wochen wegfahren und ich dann viel länger nichts höre, würde ich mir schon sorgen machen. Von einer Suchaktion war ja keine Rede?

  • Martin Seeger am 28.10.2017 14:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    EPIRB & Satellitentelefon

    Unglaublich, diese Segelkompetenz in der Schweiz. Nach ungefähr 25k Seemeilen kann ich ihnen allen versichern, es gibt auf See immer etwas was schiefgehen kann. Richtig ist aber, das für eine solche Reise 1. ein Satelliten Telefon dabei sein muss, ebenfalls ein EPIRB (Funkboje, die via Satellit die Position weiterleitet) 2. Proviant und Wasser oder Salzwasserfilter für mindestens die dreifache Zeit der normalen Reisedauer. Und zuguter letzt minimale Kenntnisse in Navigation ohne technische Hilfsmittel wie GPS. Es gibt auch einfache Möglichkeiten via Satellit Emails zu verschicken.

  • gut geplant am 28.10.2017 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fraglich

    Weshalb nahmen die Damen, für 21 Tage Reisedauer (sh. Bericht) Proviant mit, der für mehr als 150 Tage reicht? Gestern internationale Presse. Geplante "Irrfahrt".

  • Marco von der Mühll am 28.10.2017 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Und nun...

    schreiben sie ein Buch darüber und in 2 Jahren erscheint der Film in Hollywood. Lassie und Flipper werden auch eine Rolle übernehmen. Wir freuen uns ;-)

  • CaMau am 28.10.2017 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Was ich mich frage ist.....

    ...wenn man den Hochseeschein hat, müsste man anhand der Sterne und auch nach alter Methode mit Kompass ect..., das Ziel finden? Denn mit Ausfälle der Technik muss immer gerehnet werden! Damals gabs ja keine Navigeräte wie heute, zumindest lernt man diese Art der navigation hier bei menem ehemaligen Segellehrer. Wenn man darüber keine Kenntnisse hat, sollte man es wirklich lieber bleiben lassen!