27. August 2017 17:01; Akt: 27.08.2017 18:39 Print

Seilschaft in Österreich abgestürzt – 5 Tote

Im österreichischen Bundesland Salzburg ereignete sich das folgenschwerste Bergunglück dieser Saison. Auch in den Schweizer Bergen gab es tödliche Unfälle.

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Hier sterben jedes Jahr Dutzende Bergsteiger: Die Mannlkarscharte in den östrreichischen Alpen. (Bild: Keystone/Google Maps)

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Bei einem schweren Bergunfall bei Krimml im Salzburger Land ist nach österreichischen Angaben eine sechsköpfige Seilschaft aus Deutschland verunglückt. Fünf Menschen starben. Ein Bergsteiger überlebte schwer verletzt und wurde von einem Rettungshubschrauber ins Spital nach Salzburg geflogen.

Martin Reichholf von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See bestätigte der Nachrichtenagentur dpa: «Wir gehen davon aus, dass alle Bergsteiger Deutsche sind.» Die Gruppe dürfte 200 Meter abgestürzt sein. Einer der Bergsteiger kam auf blankem Eis an einem Gletscher ins Rutschen und riss die anderen mit.

Unfall beobachtet

Eindeutig identifiziert wurde nach dem Unfall laut Reichholf zunächst nur einer. Es handle sich um einen 34-jährigen Deutschen aus Bayern.

Eine Gruppe von Bergsteigern, die etwa 30 bis 50 Meter hinter der verunglückten Seilschaft ging, beobachtete den Unfall demnach. Der Letzte in der Seilschaft wollte offenbar umkehren, weil ihm der Aufstieg zu riskant wurde. Die Gruppe soll zugestimmt haben und wollte umdrehen. Dabei soll der Zweite am Seil ausgerutscht sein.

Schwieriger Helikoptereinsatz

«Die letzten Zwei versuchten den Sturz noch mit Pickeln zu halten, jedoch vergeblich», schilderte Franz Gensbichler, Einsatzleiter der Bergrettung Krimml laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Ein Bergführer, der im Gebiet war, sah den Absturz und alarmierte kurz nach 10 Uhr morgens die Rettungskräfte. Gegen 15.40 Uhr wurde die letzte Leiche mit dem Rettungshelikopter ins Tal gebracht. Der Einsatz gestaltete sich schwierig, da die Unfallstelle steinschlaggefährdet war.

(chi/afp)