Österreich

21. März 2017 15:23; Akt: 21.03.2017 15:44 Print

Trauerfamilie entdeckt falsche Leiche im Sarg

Kurz vor der Einäscherung wollte sich eine Familie in Österreich von ihrem 90-Jährigen Grossvater verabschieden. Dieser lag jedoch bereits unter der Erde.

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Vor der Einäscherung: Sarg im Krematorium Nordheim in Zürich. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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90-jähriger Grossvater in Österreich versehentlich schon drei Tage zuvor begraben. Der Sarg stand schon zur Einäscherung bereit, da bemerkte die Familie, dass nicht ihr 90-jähriger Grossvater, sondern ein anderer Leichnam darin lag. Diese Verwechslung ist einem Bestattungsunternehmen in Österreich passiert, wie die «Kleine Zeitung» am Dienstag berichtete.

Die Familie habe den 90-Jährigen noch ein letztes Mal sehen wollen, ehe der Leichnam ins Krematorium kommen sollte. Dabei entdeckten die Angehörigen, dass der Falsche im Sarg lag. Es handelte sich dem Bericht zufolge um einen 86-Jährigen aus St. Ruprecht in der Steiermark, der eigentlich bereits drei Tage zuvor hatte beerdigt werden sollen. An diesem Tag sei aber stattdessen der 90-Jährige aus Weiz zu Grabe getragen worden.

Leiche des 90-Jährigen exhumiert

Der Bestatter Andreas Adlmann gab gegenüber der «Kleinen Zeitung» zu, dass ein Mitarbeiter seines Unternehmens dem Fusszettel an der Leiche zu wenig Beachtung geschenkt hatte. Dadurch sei es zu der Verwechslung gekommen. «Es war ein menschlicher Fehler, der so nicht vorkommen darf», sagte Adlmann.

Nach der Entdeckung des Irrtums wurde die Leiche des 90-Jährigen exhumiert und nach Weiz gebracht. Die Leiche des 86-Jährigen wurde derweil im richtigen Grab in St. Ruprecht beigesetzt. Als Konsequenz aus der Verwechslung führte das Bestattungsinstitut die Regel ein, dass künftig zu jedem Todesfall ein Protokoll zu führen ist, das zwei Mitarbeiter unterschreiben müssen.

(chi/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andy Honegger am 21.03.2017 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Je nach Blickpunkt

    Für die Angehörigen schockierend, für den Bestatter oberpeinlich - nur den Leichen dürfte das ziemlich egal sein

  • Radix am 21.03.2017 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hätten die nicht nachgeschaut

    wäre wohl bald Gras über die Sache gewachsen.

  • Sulejka am 21.03.2017 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verwechslung

    bald gibts wohl wieder ein neuer Witz über Österreicher... für die Hinterbliebenen tut es mir leid, dass ihnen solche Unannehmlichkeiten widerfahren ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • F. Uneralix am 22.03.2017 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm

    Wenn jemand stirbt ist das für Ihn selber nicht schlimm, denn er bekommt es ja nicht mit. Aber für alle Anderen um Ihn herum ist das sehr schlimm denn Sie bekommen es mit. Das gleiche ist es übrigens auch wenn man blöd ist.

  • Julchen am 22.03.2017 11:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verwechslung

    Hätte sowie so nichts mehr genützt. Tot ist tot, wäre nicht mehr zurück gekommen.

  • Stefan am 22.03.2017 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Da würde ich die teuren Bestattungskosten nicht zahlen !

  • Kowalski am 22.03.2017 05:05 Report Diesen Beitrag melden

    Verwechslung

    Ich habe mal gehört, dass es gar nicht mal so selten vorkommt, dass man die "falsche" Asche in die Urne macht, bzw. dass noch etwas Restasche vom Vorgänger mit in die Urne kommt. Wenigstens ist man dann nicht mehr so alleine ...

    • Zollikerin am 23.03.2017 11:00 Report Diesen Beitrag melden

      Fuer wen haben wir unser Familiengrab

      gerade gekauft? somit koennte praktisch jeder, der in der selben Woche gestorben ist wie unser Vater und unsere Mutter mit in unserem Familiengrab beigesetzt sein, nicht wahr?

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  • Alfons Zitterbacke am 22.03.2017 00:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spass im Jenseits

    Die beiden verstorbenen Herren lachen sich drüben sicher einen Schranz und werden wohl noch über Jahrhunderte über dieses malheur grinsen.