Staatsanwalt fordert

29. Oktober 2012 19:59; Akt: 29.10.2012 20:32 Print

Fünf Jahre Knast für «Facebook-Mord»

Für den mutmasslichen Auftraggeber des Mordes an der 15-jährigen Winsie fordert die Staatsanwaltschaft im niederländischen Arnheim eine fünfjährige Freiheitsstrafe. Der heute 18-Jährige soll wie ein Erwachsener verurteilt werden.

storybild

Der Mord an die 15 Jahre alten Winsie hatte die Niederlande schwer erschüttert. Das Mädchen soll auf Facebook Gerüchte über ihre beste Freundin Polly W. verbreitet haben.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der mutmassliche Auftraggeber des sogenannten Facebook-Mordes soll für fünf Jahre ins Gefängnis. Das forderte die Staatsanwaltschaft am Montag im niederländischen Arnheim. Der Angeklagte hatte gemeinsam mit seiner damaligen Freundin den Killer mit der Tötung der 15-jährigen Winsie beauftragt, weil das Mädchen auf Facebook Gerüchte verbreitet haben soll.

Winsie war im Januar in Arnheim erstochen worden. Der Mord hatte in den Niederlanden Entsetzen ausgelöst.

«Es ist unvorstellbar, kaltblütig und eiskalt, dass Teenager einen Mordplan aushecken, um einen Streit zu beenden», hiess es im Plädoyer der Anklage. Für die Ex-Freundin des heute 18 Jahre alten Angeklagten hatte die Staatsanwaltschaft bereits am Freitag fünf Jahre Haft gefordert. Bei den mutmasslichen Auftragsmörder soll zudem eine Zwangstherapie auferlegt werden.

Der 15-jährige Auftragsmörder war bereits im September zur Höchststrafe für jugendliche Straftäter in den Niederlanden verurteilt worden: Ein Jahr Jugendgefängnis und drei Jahre Zwangstherapie.

Urteilsspruch am 12. November

Die beiden mutmasslichen Auftraggeber waren zum Zeitpunkt der Tat ebenfalls minderjährig. Da es aber um eine so schwerwiegende Tat gehe, sollen sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nach dem Strafrecht für Erwachsene verurteilt werden. Das Urteil gegen beide ist für den 12. November vorgesehen.

Der Angeklagte gab zu, dass er Kontakt zu dem Täter aufgenommen hatte. Seine Ex-Freundin habe ihn unter Druck gesetzt. «Ich hatte keine Wahl», sagte er dem Gericht. Er habe nie geglaubt, dass es zu dem Mord kommen würde.

Das liess die Staatsanwaltschaft nicht gelten. Er habe gegenüber seiner Freundin angeben wollen. Auf die Frage «Wusstest du, was geschehen würde?» antwortete er kurz «Ja.»

In einem emotionalen Schlusswort wandte sich die Mutter des Opfers an die Eltern des Angeklagten: «Es ist doch unvorstellbar, dass euer Sohn dies getan hat. Warum? Warum?», sagte sie unter Tränen.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus am 31.10.2012 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    5 Jahre?

    Wieder mal ein Witz. Lebenslang ist ca. 18 Jahre und gute Führung 10 Jahre. Komisch, wir werden immer älter und lebenslang in den Gesetzen immer kürzer.

  • Ds am 30.10.2012 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Für jeden Mord sollte man lebenslänglich bekommen.

    Ich kann jemand umbringen, und das ist alles an Strafe? Das heisst, ein Menschenleben ist nur so wenig wert? Pro Lebenslänglich, bei JEDEM Mord!

  • Linsensuppe am 29.10.2012 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Seltsam...

    Ich finde es komisch, dass der Junge, den sie gezwungen und zum Mord erpresst haben, schlimmer behandelt wird als die "Auftragsgeber". Die sollten die härtere Strafe kriegen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus am 31.10.2012 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    5 Jahre?

    Wieder mal ein Witz. Lebenslang ist ca. 18 Jahre und gute Führung 10 Jahre. Komisch, wir werden immer älter und lebenslang in den Gesetzen immer kürzer.

  • Ds am 30.10.2012 15:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Für jeden Mord sollte man lebenslänglich bekommen.

    Ich kann jemand umbringen, und das ist alles an Strafe? Das heisst, ein Menschenleben ist nur so wenig wert? Pro Lebenslänglich, bei JEDEM Mord!

  • Linsensuppe am 29.10.2012 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Seltsam...

    Ich finde es komisch, dass der Junge, den sie gezwungen und zum Mord erpresst haben, schlimmer behandelt wird als die "Auftragsgeber". Die sollten die härtere Strafe kriegen.

    • odis am 29.10.2012 20:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      das geht zuweit

      das geht zu weit nur weil ein mädchen ein paar gerüchte. erbreitet,es ist aber nicht richtig,deswegen musste jemand sterben

    einklappen einklappen