Whitsunday-Inseln

23. März 2016 16:21; Akt: 23.03.2016 16:21 Print

Schweizerin löst Masern-Alarm in Australien aus

Eine junge Schweizer Touristin kam auf den australischen Whitsunday-Inseln mit Masern ins Spital. Die Bewohner sollen sich nun impfen lassen.

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Die Whitsunday-Inseln in Australien: Hier sorgt eine an Masern erkrankte Schweizerin unfreiwillig für Wirbel. (Bild: Wikipedia)

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Wegen einer Schweizerin herrscht auf der Whitsunday-Inselgruppe, die zum australischen Bundesstaat Queensland gehört, Aufregung: Die 24-jährige Touristin ist an Masern erkrankt und wird nun in einem Spital behandelt, wie das australische Nachrichtenportal ABC berichtet.

Der Gesundheitsdienst der Inselgruppe ruft alle Bewohner, die nicht oder nicht ausreichend gegen gegen die hochansteckende Krankheit geimpft sind, dringend dazu auf, dies nachzuholen.

«Sie hatte viele Kontakte»

Der Arzt Steven Donhue vom öffentlichen Gesundheitsdienst sagte zu ABC: «Wir wissen, dass die Frau eine grosse Zahl von Kontakten hatte – die meisten davon zu anderen Touristen, die die Küste rauf und runter reisen.» Zwar gehe es der Patientin bereits wieder besser, doch eine Ansteckung könne bei vielen anderen Menschen zu Komplikationen führen.

Laut Donhue wird es einen Monat dauern, bis die Masern-Ansteckungsgefahr auf den Inseln ausgemerzt ist. Auch die Gesundheitsbehörden im übrigen Australien wurden über den Fall informiert.

Masern waren in Australien ausgerottet

Vermutet wird, dass die Schweizerin sich in Indien angesteckt hat, wo sie sich vor ihrer Reise auf die Whitsunday-Inseln aufhielt. Die Weltgesundheitsorganisation hatte im Jahr 2014 erklärt, die Masern seien in Australien ausgerottet.

Einen ähnlichen Fall gab es erst vor wenigen Monaten: Im September 2015 erkrankte eine Schweizer Touristin in Kolumbien an Masern – sie wurde unter Quarantäne gestellt. Auch in dem südamerikanischen Land gilt die Krankheit als ausgerottet.

(lüs)