ExoMars

14. März 2016 11:32; Akt: 14.03.2016 12:23 Print

Hier fliegt Technik aus Bern ins All

Die ESA und ihr russischer Partner haben eine Rakete mit einem Forschungssatelliten ins Weltall geschickt. Mit an Bord ist eine Berner Kamera.

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Russland hat ein Mars-Raumschiff der europäischen Raumfahrtagentur ESA auf die Reise zum Roten Planeten geschickt. Die russische Trägerrakete startete am Montag mit dem Satelliten ExoMars vom Raumfahrtzentrum in Baikonur in Kasachstan.

Die Expedition ist ein Gemeinschaftsunternehmen von ESA und der russischen Agentur Roskosmos, soll den Mars im Oktober erreichen und nach Spuren von Leben suchen. Im zweiten Teil des Projekts soll 2018 eine mobile Landeeinheit auf dem Mars abgesetzt werden.

Sieben Monate unterwegs

Die Proton-M-Rakete hob am Montag vom russischen Kosmodrom Baikonur in Kasachstan ab und erreichte nach etwa zehn Minuten planmässig den Erdorbit. Der Start galt als eine erste schwierige Hürde auf dem siebenmonatigen Flug zum Mars.

Die Rakete brachte einen Forschungssatelliten und ein Testlandemodul ins All. Die ersten drei Stufen der Trägerrakete wurden innerhalb weniger Minuten erfolgreich abgestossen, wie die Leitzentrale mitteilte. Die vierte und letzte Antriebsstufe sollte am Montagabend abgetrennt werden, bevor die Sonde ihre Solarmodule ausklappt und eigenständig Kurs auf den Roten Planeten nimmt.

Die Darmstädter Kontrolleure erwarten um 22.29 Uhr Schweizer Zeit das «erste Lebenszeichen des Satelliten», sagte Jamie Salt, der mit dem Team im Vorfeld trainiert hatte. Die Mannschaft bestehe im Kern aus etwa 40 Flugexperten, sagte er.

«Ein unglaubliches Erlebnis»

Mit an Bord der Sonde ist auch die Berner Kamera «CaSSIS». Projektleiter Nicolas Thomas von der Universität Bern wohnte dem Raketenstart in Baikonur bei: «Ein unglaubliches Erlebnis! Sie können sich nicht vorstellen, was für ein Lärm das war», sagte Thomas gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

«Wir haben unsere Kamera vielen Tests unterzogen, ob sie den Vibrationen beim Start standhält. Jetzt weiss ich, warum», so Thomas weiter. Die Kamera wurde in Rekordzeit gebaut, während 23 Monaten anstatt der sonst für solche Projekte üblichen 38 Monate. «Wir haben getan, was wir konnten, und die Vibrationskräfte getestet, die uns gesagt wurden.»

Ob die Kamera den Start überstanden hat und voll funktionstüchtig ist, werden Thomas und sein Team erst Mitte April wissen, wenn sie das Instrument erstmals aktivieren und mit der Kalibrierung beginnen.

Mitte Oktober sollen die Instrumente den Mars erreichen. In einer zweiten Etappe wird voraussichtlich 2018 ein Rover zum Nachbarplaneten der Erde starten.


(Video: YouTube/European Space Agency ESA)

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ein schelm am 14.03.2016 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    cool

    yeah science. immer wieder spannend wenn wir weitere schritte in diesem bereich machen. mehr solche beiträge :D

  • GG am 14.03.2016 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwie symmetrisch ...

    Abtauchen in den Mikrokosmos der Teilchen oder ins Weltall fliegen.

  • Hellebarde am 14.03.2016 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn wir alle Komponenten.

    Die wir an die Nasa, Esa, Roskosmos, Cnsa, Jaxa liefern selber zusammentragen. Hätten wir eine eigene Rakete.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin Bechtiger am 16.03.2016 03:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja, sinnvoll!

    Diese Kommentare! Sind die Leser so unwissend? Jedes europäische Land zahlt in die ESA Geld ein. Die Schweiz ca. 150 Millionen pro Jahr. Deswegen bekommt die Schweizer Industrie Aufträge von der ESA in diesem Volumen. Nur ein gemeinsames Europa kann solche Projekte durch führen. Die Russen haben die grösste Erfahrung in der Raumfahrt. Ca. 2500 Start. Zum Vergleich Europa 150. Darum ist es Sinnvoll solche Projekte gemeinsam durch zu führen. Das Geld bleibt ja auf der Erde in form von Löhnen. Gute Investition.

    • petermayer am 16.03.2016 04:52 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ganz korrekt

      Europa hat mehr als 233 Starts durcheführt. Erst ab 1970.

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  • HomerJ am 15.03.2016 18:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An die Nörgeler

    Wenn es nach euch gehen würde, würden wir noch in Höhlen wohnen.

    • Hell Seher am 15.03.2016 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @HomerJ

      Stimmt genau. Hauptsache nörgeln,alles schlecht reden und nichts voranbringen. Da waren die Urmenschen innovativer.

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  • Romanrussia am 15.03.2016 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Wow. Das einzige technosche an ner Rakete ist wohl die Kamera SCHWEIZER Kamera. Andere Länder berichten nicht mal über den Start, aber hauptsache eine schweizer Kamera. Wen interessiert sie denn:-)))))

    • HomerJ am 15.03.2016 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Romanrussia

      Technisch interessierte Leute wie mich, hören sehr gerne über sowas.

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  • Laura am 15.03.2016 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Keine anderen Probleme

    Wir haben keine Probleme auf der Erde.Der Raketenstart schadet dem Klima nicht.Wir sparen das Geld für die weltweite Verhütung und schicken dafür Millionen EURO Richtung Mars.

    • Robert am 15.03.2016 20:26 Report Diesen Beitrag melden

      keine Probleme?!

      "Wir haben keine Probleme auf der Erde." Damit wäre ich mir mal nicht so sicher. Flüchtlingslage, Hunger/Durst in Afrika, Aids.... um nur mal ein paar zu nennen, vieleicht geht es Ihnen persönlich gerade gut was nicht heisst ,dass wir auf der Erde keine Probleme haben!

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  • Matt am 15.03.2016 01:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Ist die Kamera von Logitech, mit Wifi ausgerüstet?