Mit Leuchtraketen

06. März 2012 09:01; Akt: 06.03.2012 09:31 Print

Tierschützer attackieren Walfangschiffe

Aktivisten der Organisation Sea Shepherd haben auf hoher See mehr als 40 Leuchtraketen auf japanische Walfänger abgefeuert. Ob es bei der nächtlichen Aktion Verletzte gegeben hat, ist noch unklar.

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Ein Schiff der Organisation Sea Shepherd richtet am 14. Februar 2010 Laserstrahlen auf ein Walfangschiff. (Archivbild) (Bild: Keystone)

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Walfanggegner haben sich am Montagabend auf hoher See eine heftige Auseinandersetzung mit japanischen Walfängern geliefert. Dabei hätten die Mitglieder der Walschutzorganisation Sea Shepherd von Bord ihres Schiffs aus mehr als 40 Leuchtraketen auf die beiden Walfangschiffe abgefeuert.

Das teilte die japanische Fischereibehörde am Dienstag mit. Angaben zu möglichen Verletzten oder Schäden an den Schiffen wurden nicht gemacht.

Sea Shepherd bezeichnete den Vorfall als «nächtliche Attacke» der beiden Walfangschiffe. Diese seien frontal auf das Schiff der Tierschützer zugesteuert, zudem seien Scheinwerfer auf die Besatzung gerichtet worden, um sie zu blenden.

Walfang zu Forschungszwecken

Die Sea-Shepherd-Aktivisten hätten ihrerseits Laserstrahler auf die Walfangschiffe gerichtet. Die Organisation bestätigte auch den Einsatz von Leuchtraketen.

Die Internationale Walfangkommission hatte im Jahr 1986 ein Moratorium für den kommerziellen Walfang in Kraft gesetzt. Japan nutzt allerdings die Möglichkeit, jedes Jahr hunderte Meeressäuger zu Forschungszwecken zu töten, und verhehlt dabei nicht, dass das Walfleisch verzehrt wird. Sea-Shepherd-Aktivisten versuchen immer wieder, japanische Walfänger zu behindern.

(sda)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Was die Japaner mit Walen und Delfinen machen ist einfach nur bestialisch und barbarisch. Gerade gestern kam auf N-TV der Oscar-Preisgekrönte Dokumentarfilm "The Cove / Die Bucht" welcher zeigt, wie in Japan jedes Jahr um die 20'000 Delfine regelrecht abgeschlachtet werden. Und zudem finde ich es beschämend, dass die Schweiz noch das einzige Land in Europa ist, wo der Handel mit Robbenprodukten legal ist. – Anton N.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Petra am 06.03.2012 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Setzt euch ein!

    Kann nicht verstehen wieso sich die Schweiz hier nicht aktiver einsetzt! Das dies von der internationalen Gemeinschaft unter dem Deckmantel der "Forschung" toleriert wird ist einfach unglaublich!

  • Ricardo Granda am 06.03.2012 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Ende in Sicht

    Dass den Kanadiern, Norwegern, Japanern und sicher auch anderen die illegal oder an der Grenze auf den Ozeanen herumjagen kein Einhalt geboten wird, hat sicher seine Gründe. Schliesslich haben viele die mit der Fischerei zu tun haben Dreck am Stecken und so heisst sicher die Devise: Tust du mir nichts, tu ich dir nichts. Tierschutz hin oder her.

  • Monsieur am 06.03.2012 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Ja richtig so! Die sollen das Wal fangen stoppen sonst gibt's bald keine mehr!

Die neusten Leser-Kommentare

  • hameier am 07.03.2012 07:47 Report Diesen Beitrag melden

    Fleisch

    Wenn auf unseren Wiesen Wale weiden würden, würden wir sie vermutlich auch essen.

  • Steve Meyer am 06.03.2012 20:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn und die Welt schaut zu

    Versenkt doch das Schiff gerade. Walfang für Forschungszwecke. Was wird den damit geforscht ?

  • Ricardo Granda am 06.03.2012 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Ende in Sicht

    Dass den Kanadiern, Norwegern, Japanern und sicher auch anderen die illegal oder an der Grenze auf den Ozeanen herumjagen kein Einhalt geboten wird, hat sicher seine Gründe. Schliesslich haben viele die mit der Fischerei zu tun haben Dreck am Stecken und so heisst sicher die Devise: Tust du mir nichts, tu ich dir nichts. Tierschutz hin oder her.

  • Marco Schwar am 06.03.2012 18:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sea Shepherd

    Sea Shepherd ist eine zweifelhafte Organisation. Ihr Gründer war ja zuvor bei Greenpeace, wo er aber seiner radikalen und agressiven Handlungen wegen ausgeschlossen wurde. Ich bin sehr gegen das Töten der Wale und anderer Meeressäuger, aber ohne Menschenleben in Gefahr zu bringen und bei Sea Shepherd hat man das Gefühl, dass es ihnen mehr darum geht, im Rampenlicht zu stehen

  • Martina Strasser am 06.03.2012 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Attacke? Eher Notwehr!

    Ich danke Watson und seinen Mitstreitern für ihr unermüdliches Engagement zum Schutz der Meereslebewesen! Terrorismus sieht anders aus, schliesslich haben sie sich in diesem Fall verteidigen müssen. Ihre eigenen Aktionen richten sich nicht gegen Menschenleben. Aber dank ihnen werden jährlich unzählige Wale vor Japans Küsten gerettet, weil sie die Walfangschiffe behindern. SIE haben die Augen offen, wo die internationale Gemeinschaft leider wegschaut!