Kalifornien

27. Juli 2013 16:03; Akt: 27.07.2013 18:49 Print

Pfefferspray-Polizist fordert Entschädigung

John Pike wurde zum Symbol für den Polizeistaat, als er sitzende Occupy-Demonstranten mit Pfefferspray eindeckte. Nun fordert er Geld: Er habe psychische Schäden davongetragen.

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Der ehemalige Polizei-Offizier John Pike, der sitzende Occupy-Demonstranten vor der Universität von Kalifornien mit Pfefferspray eindeckte, fordert «Workers-Compensation», also eine Art amerikanische Unfall-Versicherung, ein. Er tut dies mit der Begründung, dass er von der damaligen Konfrontation im 2011 psychische Schäden davongetragen habe. Dies schreibt die amerikanische Zeitung Huffington Post am Freitag.

Pike erlangte relative Berühmtheit, als er anscheinend völlig emotionslos auf sitzende Demonstranten Pfefferspray sprühte. Diese wehrten sich nicht, versuchten lediglich das Gesicht zu schützen. Der sprühende Pike, oder Sergeant Pepper wie er sarkastisch in Anlehnung an einen Beatles-Song genannt wurde, wurde zum Internet-Phänomen, als sein Bild als sogenanntes Meme die Runde machte. Berühmtheiten aus Sport, Kulturgeschichte oder Politik kriegten virtuell ihre Ladung Pfefferspray ab.

Weitere beteiligte Polizisten

Nach der Aktion vor der Universität veröffentlichten Hacker Pikes Daten online, worauf dieser mehrfach bedroht wurde. Die Justiz reagierte darauf, indem sie keine weiteren Namen von beteiligten Polizisten veröffentlichten. Ein Gericht beschloss diese Woche, dass Nachrichten-Organisationen das Recht hätten, weitere Namen von beteiligten Polizisten zu erfahren.

Die Universität bezahlte im September 2012 insgesamt eine Million Dollar an die betroffenen Demonstranten, um ein Gerichtsverfahren abzuwenden. Pike und die ihm vorstehende Polizeichefin der Universität wurden entlassen.


Die Originalaufnahmen des «Sergeant Pepper».


John Pike als alles-besprühender Unruhestifter, akustisch hinterlegt durch die Tonaufnahme von eigentlichen Vorfall.

(pwe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • carlos escobar am 27.07.2013 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geht nicht....

    auch an den fussball spielen pfeffern sie dich ein...meistens hat es shon einen grund aber mitten in einer menge wo auch unshuldige dabei sind finde ich nicht zum akzeptieren

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  • Dani am 27.07.2013 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Harmlose Pfefferspraysorte

    Wenn man sich die Videos von damals anschaut, frage ich mich ob der nicht eher mit einem Feuerlöscher gesprayt hat. Bei qualitativ gutem Pfefferspray hätte es die meisten umgehaufen und sie hätten sich herumgewälzt anstatt dass sie ruhig sitzenbleiben. Wiederum waren sie ja vorbereitet wenn der die Reihe entlangläuft, wenn man dann Augen, Nase, Mund schützt und die Luft anhält, und sich das Zeug nachher nicht in die Augen reibt, ist es schon mal halb so schlimm. Stellt euch vor, er hätte einen Tazer benützt... Macht nicht so ein Theater wegen so Kleinkram, selber schuld wer herumdemonstriert

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  • Claudia am 29.07.2013 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Total daneben

    so einer gehört in psychiatrische Behandlung - sitzende Studenten einzusprühen mit diesem Mistzeug.. unglaublich. Aber so einen sicher nicht noch entschädigen - für was auch`??? Total daneben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Claudia am 29.07.2013 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Total daneben

    so einer gehört in psychiatrische Behandlung - sitzende Studenten einzusprühen mit diesem Mistzeug.. unglaublich. Aber so einen sicher nicht noch entschädigen - für was auch`??? Total daneben.

  • Dave A. am 29.07.2013 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld!

    Natürlich trägt man psychische Schäden davon, wenn man weltweit zu einer verhöhnten Hassfigur erklärt wird. Aber wenn man die Schuld daran selbst trägt, soll man auch selbst dafür zahlen - sei dies nun in Form von Therapie oder einem Leben in Schande. Er hat eine ganze Gruppe friedlich Protestierender grundlos übermässiger Gewalt ausgesetzt, so etwas darf man nicht schönreden.

  • Anti-Demonstrant am 29.07.2013 07:47 Report Diesen Beitrag melden

    Finde das gerecht!!

    Sollen die "Demonstranten" lieber Arbeiten gehen und nicht faul in der Gegend herumsitzen!!

    • manu-L am 29.07.2013 11:04 Report Diesen Beitrag melden

      @anti-demonstrant

      genau. Seid arbeitssklaven und arbeitet für die Elite, die 1%. Finded euch damit ab, dass wir uns in den letzten 1000 Jahren nicht weiterentwickelt haben und es immernoch könige, Leibeigenen und Sklaven gibt!

    • adrian am 29.07.2013 11:19 Report Diesen Beitrag melden

      schlaumeier

      das sind studenten! ;)

    • Studierender am 29.07.2013 11:45 Report Diesen Beitrag melden

      Ironie

      Die Ironie der Geschichte ist dass die meisten dieser demonstrierenden Studenten werden später zu den 1% gehören

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  • Cello am 28.07.2013 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Usa was sonst

    Usa sagt doch alles :-)

  • Rudi am 28.07.2013 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Er hat recht...

    Er hat wirklich recht. Er hat psychische Schäden. Die hatte er allerdings schon, bevor er wehrlose Demonstranten besprühte.

    • Tanja am 29.07.2013 07:52 Report Diesen Beitrag melden

      Glaub ich auch ,Rudi

      Wer hat mehr Freiheiten? Natürlich die Polizei , egal wo. Als Demonstrant hätte ich ihn verklagt.

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