Swiss-Notlandung

02. Februar 2017 11:46; Akt: 02.02.2017 18:22 Print

Iqaluit empfing Swiss-Passagiere herzlich

Eine Sightseeing- Tour und Verpflegung bot Iqaluit rund 300 notlandenden Swiss-Passagieren. Wäre es nötig gewesen, hätten die Bewohner auch ihre Türen geöffnet.

Der Swiss-Flieger bei der Landung in Iqualit.
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Der Flug LX40 der Swiss musste auf dem Weg von Zürich nach Los Angeles im Kanadischen Iqaluit am Nordpolarmeer notlanden. Mit an Bord war Singer-Song-Writer Leroy Sanchez aus Los Angeles. Auf Twitter schrieb dieser: «Würdet ihr mir glauben, wenn ich euch erzählen würde, dass beim Flugzeug in dem ich sass ein Triebwerk ausfiel und ich mitten am Nordpol stecken geblieben bin?»


Doch so schlimm war es für Sanchez und seine Mitpassagiere nicht, obwohl im arktischen Norden eine Temperatur von -21 Grad herrschten. Den Leuten wurde angeboten im geheizten Bus eine Stadttour durch Iqaluit zu machen. Die Stadt am nordwestlichen Ende der Frobisher-Bucht auf der südlichen Baffin-Insel im Nordpolarmeer, wo vor allem Inuit wohnen, hat nebst anderen Attraktionen ein Museum und ein öffentliches Hallenbad.

Orangensaft kostet 25 Franken

Diese zwei Orte schlug Flughafen-Direktor John Hawkins denn auch vor zu besuchen. «Iqaluit ist ein spektakulärer Ort, sie haben nur ein paar Stunden, auf keinen Fall schaffen sie es, alles zu sehen», fügt Hawkins an. Die Passagiere blieben aber offenbar lieber im Flugzeug.

Swiss muss Flug über der Arktis abbrechen

Laut dem Flughafendirektor sei die Boeing 777 problemlos gelandet, habe aber Mühe gehabt am Pistenende zu wenden. Die Der Flughafen von Iqaluit habe den Passagieren auch Verpflegung angeboten, schreibt die «National Post». Essen sei dort eher eine teuere Angelegenheit. Für einen Orangensaft könne man locker 25 Franken zahlen.

Turnhalle als Notfall-Unterkunft

Die Passagiere hätten aber keine Dienstleistungen des kleinen Ortes in Anspruch genommen, sondern seien auch bald weitergeflogen, weil ein Flugzeug von New York sie abholen kam.

Eine Übernachtung wäre aber für den kleinen Ort schwierig gewesen. «Wir sind froh, dass wir nicht organisieren mussten», sagt Hawkins, «es hat hier nämlich nicht genug Betten für so viele Personen.» Die 6700-Seelen-Gemeinde verfüge zwar über vier Hotels, aber nur wenige Betten. Laut Hawkins gebe es aber eine Turnhalle, in der man die Leute notfallmässig hätte unterbringen können.

«Wäre es nötig gewesen, hätten die Bewohner aber sicher auch ihre Türen für die Passagiere geöffnet», sagt eine Bewohnerin.

Kennen Sie jemanden, der auf diesem Flug ist? Oder sind Sie sogar selber in der Arktis gestrandet? Schreiben Sie uns auf
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(ann)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sehnsucht 67 am 02.02.2017 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freundlichkeit

    Sehr freundliche Menschen diese Inuit. Das die sogar ihre Türen geöffnet hätten finde ich sehr freundlich. Wir könnten noch vieles lernen.

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  • verstehnix am 02.02.2017 11:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alternative Fakten :-)

    komisch warum heisst es dann im radio die Fluggäste hätten wegen einreisebestimmungen das Flugzeug nicht verlassen dürfen? was stimmt und was sind alternative fakten ;-) ?

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  • D.K. am 02.02.2017 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    interessante Lagebeschreibung :)

    Die Stadt am nordwestlichen Ende der Frobisher-Bucht auf der südlichen Baffin-Insel im Nordpolarmeer!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Passagier am 03.02.2017 08:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Odyssee

    Ich war dabei. Gesamthaft haben wir um die 36 stunden von zürich nach LA gebraucht. In iqaliut gab es keine sightseeingtour ! Und bald konnten wir auch nicht weiterfliegen. Mussten ganze 14 stunden im flugzeug verbringen. Ich würde sagen, man sollte besser recherchieren bevor man einen artikel schreibt !

  • liatia am 03.02.2017 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    seltsam..

    dass keiner die Tour machen wollte, verstehe ich nicht. Ich wäre sofort dabei gewesen. Man ist ja schnell wieder beim Flieger. Ach ja, waren ja alle in Shorts und Tank Tops im Flieger - selber schuld!

  • mutiger Toronto am 03.02.2017 00:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geil für den Urlaub

    Wäre doch mal was für den nächsten Urlaub. Bestimmt nicht überlaufen der Ort...

  • J.P. am 02.02.2017 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    keine Jacken?

    Vielleicht hatte keiner eine anständige Jacke dabei und ist deshalb nicht ausgestiegen :):):) Ich glaub, dann wär ich auch lieber drinnen geblieben.

  • Carpe Diem am 02.02.2017 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Verpasst

    Wenn ich schon mal da gewesen wäre ,wär ich ausgestiegen und hätte mir den Ort angesehen. Schade,die haben eine Gelegenheit verpasst.

    • Inuit am 02.02.2017 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Carpe Diem

      Fast schon bisschen beschämed, dass niemand, falls sie denn das Flugzeug verlassen durften, diese Gelegenheit genutzt hat! Null Interesse-wohl lieber Wlan :))

    • canariojo am 02.02.2017 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Carpe Diem

      minusgrade inkl. , 11 stunden zeit ? nein , solidarität zählt in solchen momenten , zudem , es ist nichts passiert , nur das zählt

    • liatia am 03.02.2017 07:43 Report Diesen Beitrag melden

      @ canariojo

      deine Aussage hat jetzt mal aber überhaupt nix mit dem Thema zu tun. Solidarität? Mit wem, weshalb? Und klar zählt nur, dass nix passiert ist, aber weshalb soll man deswegen nicht die Chance auf die Besichtigung einer Stadt nutzen, die man so nie mehr zu sehen bekommt?

    • Passagier am 03.02.2017 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @liatia

      1. wir durften gar nicht aussteigen. Die armen rauchen sind deshalb schon fast durchgedreht. 2. war es als wir ankamen -21 grad, später -31 grad. Und auf eine reise nach LA, wo es 20 grad warm ist, denkt man wohl nicht daran eine winterjacke, schal und mütze mitzunehmen. 3. im flugzeug gab es kein wlan !

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