«#MeToo»-Demonstrationen

30. Oktober 2017 07:09; Akt: 03.11.2017 09:35 Print

«Verpfeif' das Schwein»

In mehreren französischen Städten demonstrierten mehrere tausend Frauen, um die Missbrauchskampagne «#MeToo» vom Internet auf die Strasse zu bringen.

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In Frankreich hat die «#MeToo»-Kampagne gegen sexuellen Missbrauch den Sprung aus dem Internet auf die Strasse gemacht. In Paris gingen am Sonntag tausende zumeist weibliche Demonstranten auf die Strasse, um gegen sexuelle Übergriffe zu protestieren.

«Metoo durch einen Kollegen», stand in Paris auf einem der Transparente der Demonstranten. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich in der französischen Hauptstadt 2500 Menschen an dem Protestmarsch. Auch in anderen französischen Städten, darunter Marseille, Bordeaux und Lille, gab es ähnliche Demonstrationen.

Dazu aufgerufen hatte die Journalistin Carol Galand. Sie wolle, dass der Kampf gegen sexuelle Übergriffe nicht nur im Internet stattfinde, begründete sie ihr Engagement. Weltweit haben sich Millionen Frauen der Internetaktion gegen sexuelle Übergriffe unter dem Schlagwort «#MeToo» (Ich auch) angeschlossen. Viele von ihnen berichteten über sexuelle Belästigung und Vergewaltigungen.

Die Kampagne hatte die US-Schauspielerin Alyssa Milano im Kurzbotschaftendienst Twitter als Reaktion auf den Missbrauchsskandal um den ehemals mächtigen US-Filmproduzenten Harvey Weinstein gestartet. In Frankreich gibt es zudem eine eigene Debatte in den sozialen Online-Netzwerken unter dem Schlagwort «#balancetonporc» (Verpfeif' das Schwein).

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tacheles am 30.10.2017 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Balance ton Porc?

    Was soll denn das heissen? Das wir Männer alle Schweine sind und es "im Griff" haben sollen? Wow, das ist mal wieder der reinste Sexismus. Und dann noch so schön mit gutem Gewissen vorgetragen. Unglaublich verlogen ist das. Ich habe weder jemals einer Frau etwas angetan, noch das vor, und ich fühle mich von so generellen Aussagen, das wir Männer alle Schweine sind, persönlich angegriffen und in der Ehre verletzt.

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  • Mensch am 30.10.2017 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Demoland

    In Frankreich wird aber auch wirklich für/gegen alles demonstriert.

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  • Demozweifler am 30.10.2017 08:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was bringts

    Ich frage mich manchmal ob wohl die, die belästigen und vergewaltigen etwas auf derlei Demos geben - letztlich denke ich tritt man hier mal wieder gegen die, die sich eh schon täglich mühen alles richtig zu machen. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass deshalb ein verzogener Möchtegern-Alphamann sein Verhalten ändert. Meine Meinung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bruce am 30.10.2017 18:14 Report Diesen Beitrag melden

    Mal ehrlich

    Wo wird hier die Grenze gezogen? Wenn man einer hübschen Frau im Ausgang ein Kompliment macht und abblitzt, ist man dann ein Sexualstraftäter? Mir ist schon klar, dass ich sie nicht an den Haaren in meine Höhle schleifen darf, die Zeiten sind vorbei. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es schon so viele sexuelle Übergriffe gegeben hat und mir ist es äusserst suspekt, dass nun jede zweite erfolglose Schaupielerin oder Model von überaus bekannten Regisseuren oder Fotografen vergewaltigt worden ist.

  • Minnie Mouse am 30.10.2017 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Définition?

    Mich würde interessieren, was als sexuelle Belästigung gilt! Wie ist sie definiert? Manche Frauen vertragen ja schon kein Kompliment mehr über ihre Kleidung, ohne sich sexuell belästigt zu fühlen!

  • Betroffene am 30.10.2017 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umgang mit dem Horror

    Wenn es den Frauen da hilft, okay.. Ich könnte es nicht. Ich kämpfe jeden Tag darum, nicht als Opfer gesehen zu werden, dass niemand merkt, was ich erlebt habe. :( Nicht mal meine engsten Freunde. Flashbacks, die vielen Narben und die Panik, wenn jemand hinter mir steht oder mich berührt, sind schon kaum zu verbergen. Aussprechen, was ich über Jahre erlebt habe, kann ich noch immer nicht.

  • Roman am 30.10.2017 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Schön

    Die "metoo" Kampagne ist ja gut und schön, doch solange sich die Einstellung unserer Gesellschaft zu Sex nicht ändert, wird alles so bleiben wie es ist. Solange Sex als normale Austauschwahre gilt und etwa gleich bedeutungslos wie ein Handschlag ist, wird alles beim Alten bleiben. Traurig.

  • Danilo am 30.10.2017 15:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Shubidu

    Mit den Frauen wird es immer schwieriger. Es kommt noch soweit dass wenn man einee Frau die Türe aufhält oder freundlich Guten Morgen sagt eine Anmache ist. Traurig.

    • henry am 30.10.2017 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Danilo

      Darum bin ich glücklicher Singlemann, keine Verpflichtungen, kein Gelaber, einfach selbstbestimmtes Glück, ohne Stress. Fürs zwischemenschliche und Erotik hab ich eine super Kollegin, die die gleiche Einstellung hat.

    • Dominik am 30.10.2017 18:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Danilo

      Das kommt nicht das ist schon da, ist mir schon ein zwei mal passiert.

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