Marco (6) stirbt bei Töffrennen

19. Juli 2016 19:23; Akt: 19.07.2016 22:19 Print

«In diesem Alter sollte er im Garten Velo fahren»

In Italien kommt der kleine Marco (6) bei einem Pocketbike-Rennen ums Leben. Auf Facebook wird nun der Vater stark kritisiert.

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Der Italiener Cristian Scaravelli teilte auf seinem Facebook-Konto mit, dass sein Sohn Marco (6) auf tragische Weise ums Leben gekommen sei. Die Eltern entschieden daraufhin, die Organe des Kindes zu spenden. «Dank Marco können heute fünf Kinder ein neues Leben beginnen», schrieb der trauernde Vater.

Marco war am Sonntag vor einer Woche mit seinem Pocketbike bei einem Rennen in Viadana in der norditalienischen Provinz Mantua verunfallt und lag eine Woche lang schwer verletzt im Spital, bevor er am Samstag starb. Wie «Il Giornale» berichtet, war es sein Vater Cristian gewesen, der den Jungen zum Rennen angemeldet hatte.

Geteilte Reaktionen auf Social Media

Scaravellis Facebook-Beitrag verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Über 140'000 Nutzer teilten innert weniger Stunden den Post. Viele Nutzer sind von der Tragödie berührt und reden der Familie Mut zu – doch nicht alle Reaktionen sind positiv. «Einen Sechsjährigen mit dem Motorrad bei Wettrennen fahren zu lassen, ist völlig unverantwortlich», meint Aldo, der angibt, selber Vater zu sein. «Es ist doch nicht möglich, dass ein Kind sterben musste, weil ein Erwachsener ihn viel zu früh erwachsen werden liess», kommentierte Ines.

Unter den zahlreichen Usern gibt es aber auch jene, die Scaravelli in Schutz nehmen: «Ein Kind kann sich auch Zuhause beim Spielen verletzen. Was wäre die Lösung dafür? Ihn nicht auf die Welt zu bringen? Oder vielleicht dem Kind das Velo wegzunehmen, wenn es damit gestürzt ist?», meinte eine Mutter namens Lucia. Nutzer Giovanni antwortet darauf etwas schroff: «Lucia, benutz doch dein Hirn. Das Kind war sechs Jahre alt. In diesem Alter sollte er im Garten spielen und nicht auf der Piste rumrasen. Stürzt ein Kind mit dem Velo, dann schürft er sich bei dieser Geschwindigkeit im schlimmsten Fall das Knie auf.»

(kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robin Lee am 19.07.2016 21:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jedem das Seine

    RIP kleiner Rennfahrer. Manche spielen ihr Leben lang im Garten weil es die Eltern vorschreiben, andere Leben ihren Traum weil es die Eltern ermöglichen.

  • SP am 19.07.2016 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Benzin im Blut...sagt man doch

    Ganz zuerst,mein Beileid, Gute Reise,kleiner Mann. Wem oder was soll man da verantwortlich machen, ich denke das Marco Feuer und Flamme war für sein Hobby und sein Vater unterstützte ihn darin. Klar,es ist ein gefährliches Hobby,doch wen er z.b im Schwimmkurs gewesen wäre,hätte was passieren können. Und wenn ich an diverse Stellen des Schulweges,meiner Zwei denke, wird mir auch anders...

  • Challenger II am 20.07.2016 00:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So lange er es freiwillig gemacht hat..

    Wenn es ihm Spass machte und er nicht gezwungen wurde Töff zu fahren ist alles ok. Es gibt überall Unfälle und man kann es nicht ändern.. Er hätte auch ein anderes Hobby ausüben können und dabei sich verletzen oder sterben könne.. Rip

Die neusten Leser-Kommentare

  • Matty13 am 20.07.2016 02:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr tragisch

    Sehr tragisch und traurig, dass dieser Junge so früh sterben musste. Absolut unverständlich für mich, wieso ein 6 jähriger schon Pocketbike fahren musste... Absolut unverantwortlich vom Vater.

  • Realist am 20.07.2016 01:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist das die heutige Zeit?

    Was für eine verrückte Welt. Pocketbike Rennen? Geht's noch? Einige von uns besassen damals ein Velo meist mit Stützrädli hinten. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

  • Challenger II am 20.07.2016 00:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So lange er es freiwillig gemacht hat..

    Wenn es ihm Spass machte und er nicht gezwungen wurde Töff zu fahren ist alles ok. Es gibt überall Unfälle und man kann es nicht ändern.. Er hätte auch ein anderes Hobby ausüben können und dabei sich verletzen oder sterben könne.. Rip

  • Luca46 am 20.07.2016 00:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ruhe in Frieden Marco

    wie jedes 2te Kind träumt, mal Profifussballer zu werden wie Ronald, Messi un co., hatte dieser kleine Engel vielleicht den Traum, wie Valentino Rossi zu werden! Auch beim Fussball spielen kannst du doof fallen und das Leben daran zu riskieren !

  • Qwerty am 19.07.2016 23:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klar

    Ich denke das kommt drauf an. Wenn das Kind freiwillig fahren wollte, dann sollte der Vater in Ruhe gelassen werden. Das der Vater angemldet hat ist klar, ich denke nicht das ein Kind sich selber anmelden darf!