Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Oops, wie peinlich
11. Oktober 2012 03:56; Akt: 11.10.2012 04:43 Print
Fälschung auf Kunstauktion gelandet
In Dubai wäre fast ein Gemälde aus der erfundenen Sammlung des Meisterfälschers Wolfgang Beltracchi unter den Hammer gekommen - für 200 000 Dollar. Das Werk konnte noch rechtzeitig aus dem Katalog genommen werden.

Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi ist im Oktober 2011 zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Viele seiner «Werke» sind aber noch im Umlauf. (Bild: Keystone/AP)
Rund ein Jahr nach der Verurteilung des Kunstfälschers Wolfgang Beltracchi ist ein weiteres Gemälde aus der von ihm erfundenen «Sammlung Jägers» aufgetaucht, die im Sommer 2010 einen der grössten Fälschungsskandale der jüngeren Kunstgeschichte ausgelöst hatte.
Bildstrecken Kunst: Die Top- und Flop-10Das Bild «Bouquet varié», angeblich 1937 von dem polnischen Maler Moise Kisling geschaffen, sollte nach Informationen von «Spiegel Online» am 22. Oktober im arabischen Emirat Dubai versteigert werden. Im Auktionskatalog sei sein Wert auf
Fälscher wollte es nicht zugeben
Offenbar war den Organisatoren der Versteigerung, an der das französische Kunsthaus Millon beteiligt ist, die Verbindung des Bildes zu dem Kunstfälscher zunächst nicht aufgefallen. Nach Bekanntwerden des Verdachts habe man das Werk unverzüglich aus der Versteigerung genommen, sagte eine Mitarbeiterin des Auktionshauses laut «Spiegel Online». Auch der Katalog sei inzwischen korrigiert worden.
Auf die Frage, ob das vermeintliche Kisling-Gemälde in Wahrheit aus seinem Oeuvre stamme, liess Beltracchi lediglich ausrichten: «Ich habe viele Blumensträusse in meinem Leben gemalt.»
Der Maler war im Oktober 2011 vom Landgericht Köln zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte zugegeben, in elf Fällen gefälschte Gemälde bedeutender Expressionisten wie Max Ernst, Max Pechstein und Heinrich Campendonk in den Handel gebracht zu haben. Die Behörden rechnen ihm und seinen Mittätern 53 gefälschte Gemälde mit einem Verkaufswert von 35 Millionen Euro zu.
(dapd)

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt















