Teure Seitensprünge

11. August 2012 21:36; Akt: 11.08.2012 23:36 Print

Fremdgehen ist den Schweizern viel wert

Dass Seitensprünge einen Menschen zuweilen teuer zu stehen kommen, ist bekannt. Neue Zahlen zeigen aber, dass manche Schweizer dafür im wahrsten Sinne des Wortes tief ins Portemonnaie greifen.

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Schweizer lassen sich das Fremdgehen mehr kosten, als die Angehörigen anderer Nationen. (Bild: Colourbox.com)

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Das Geschäft mit der Treulosigkeit scheint in der Schweiz zu florieren. Rund 450 000 Schweizerinnen und Schweizer besuchen monatlich ein Seitensprungportal und geben dort pro Kopf rund vier Franken aus. Eine beachtliche Zahl.

Tatsächlich geben die Bürger in keinem Land der Welt mehr Geld für die virtuelle Vermittlung von Sex aus als in der Schweiz. Dies zeigen Zahlen des Seitensprungportals Ashley Madison, die der «SonntagsZeitung» vorliegen und den Umsatz des Portals im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt aufzeigen. Gemessen an den reinen Umsatzzahlen liegt die Schweiz auf Platz sechs, noch vor bevölkerungsreichen Staaten wie Deutschland, Italien und Brasilien.

Auch Singles flirten per Klick

Wenig überraschend boomt nicht nur das Geschäft mit den Seitensprüngen, sondern auch jenes mit der grossen Liebe. Insgesamt 600 000 Nutzer sind auf «gewöhnlichen» Online-Dating-Seiten angemeldet. Das zeigen Zahlen des Online-Marketing-Unternehmens Metaflake, welche den Informationsdienst Singelboersen-Vergleich.ch betreibt.

Geschäftsführer Daniel Baltzer sagt: «Sämtliche führenden Dating-Plattformen haben in der Schweiz mitunter die höchsten Umsätze». Die Auswertung lässt erstmals auch genaue Rückschlüsse auf die Struktur der Schweizer-Nutzer zu. Die grösste Verbreitung hat das Portal in den Kantonen Zürich, Zug, Bern und Basel-Stadt. Rund 67,7 Prozent sind Männer, 32,3 Prozent Frauen. Die altersmässig grösste Gruppe unter den Männern sind die 46 bis 52 Jährigen (31,8 %), unter den Frauen die 30 bis 38 Jährigen (36,2%).

(jbu)